die glutnetser des letzten enthusiasmus...

du hast absolut recht in einigen dingen, aber da sollte man doch ein
paar trennlinien ziehen. ich antworte einmal aus meiner persönlichen
warte.

es muß auch am interesse der künstler/innen selbst liegen, daß die
vernetzung generell stattfindet, ergo, nicht nur bei einer wahl, bei
der man sein projekt gefördert bekommt. ich kann mich z.b. erinnern,
einige male alle förderer angeschrieben zu haben, sie mögen uns
dokumateriel schicken, welches wir in die seite einbauen würden. ich
habe exakt eine antwort erhalten. die netznetz-seite selbst - gibt es
in einer neuprogrammierten version, wo angeblich nur kleinigkeiten
ergänzt gehören. da ich technisch nicht imstande bin, das zu
finalisieren, müßte es jemand anderer tun. freiwillige vor.

ich bin auch gespannt, was bei "netznetz - the making of" am ende
rauskommt. markus hat, soweit ich weiß, genau diese parts übernommen,
welche du hier kritisierst. interviews mit echten experten, analyse
von projekten und der netzwerkstrukturen, etc. du kannst dich ja gerne
einbringen, wenn dir diese dinge ein so großes anliegen sind.
ansonsten schlage ich vor, die analyse des mailinglistenarchivs in
form einer performance im jahr 2010 einzureichen :)

zur studie selbst: es wurde ziemlich klar kommuniziert, daß alle, die
interesse am kontakt mit der fas haben, sich melden können. daß ich
selbst am ende als "expertin" aufscheine, war nicht direkt meine
absicht. ich habe in meiner funktion meine verantwortung übernommen
und die fas über alles informiert, was imho nötig war. wer nicht mit
der fas kommunizieren wollte, ist auch nicht teil der studie. viel
mehr kann man dazu nicht sagen.


eine, die zurzeit auch protestiert





2009/11/9 christoph theiler <[email protected]>:
> Findeisen Andreas Leo schrieb:
>> DOCH
>>
>> ad.: Wissenschaft:
>> christoph, du warst bei keinem der bisherigen workshops, warum dann
>> dieser ausbruch? hast du den bericht denn schon durchgelesen,
>> oder das audio auch zuendegehört? ich bitte darum, v.a. die vielen
>> graphischen darstellungen enthalten m.E.
>> neue daten/aufschlüsse "von uns über uns" und dich muss man nicht mit
>> komplexität schonen,
>
> eine evaluation hätte zu fragen: was bitte habt ihr mit dem geld, (1,5
> Mio in den letzten 3 Jahren), euerer arbeit, euerer zeit, euerer
> energie, eueren ideen, euerem fachwissen gemacht.
> was ist entstanden, welche projekte sind realisiert worden, wie schauen
> diese aus (netzkunst sollte man im netz betrachten können, denk ich mal)
> wie werden die von der community bewertet und wie werden die von den
> expertInnen (externen fachleuten) bewertet.
> ich glaube nicht, dass fassl-vogler, straubinger, friesinger hier als
> expertinnen zu fragen sind, sondern leute wie weibl, rakuschan,
> vielleicht auch die, die von der community in die jury entsandt wurden
> (cramer, schindler) oder leute, die seit jahren im geschäft sind, aus
> dem aec-kreis, transmediale pipapo etc. pepe .....
> dann hätte man das matrix-bewertungsschema darauf anwenden können, die
> bewertung der community mit der bewertung der expertinnen verschränken
> können - der erkenntnisgewinn wäre 100-mal interessanter, es hätten sich
> herausragende projekte/ideen herauskristallisiert und andere, die eben
> peinlich sind. dann wären verbesserungsvorschläge herauszuarbeiten ...
> ... ... netznetz hätte vielleicht durch eine solche studie selbst mehr
> energie bekommen, so hat die vorliegende studie die letzten glutnester
> an vielleicht noch vorhandenem enthusiasmus (bei dir leo und joanna)
> schnöde niedergepisst.
>
> das ist das, was ich mit landestypischer kameralistik meine: es wird nur
> einnahme gegen ausgabe verrechnet und sonst nichts - keine frage wofür,
> weshalb, wieso und wie effizient ist die energie, arbeit, zeit,
> fachwissen, ideen, enthusiasmus eingesetzt worden.
>
> kein wunder, dass die studentinnen protestieren - es ist die schnoddrige
> einstellung der politik gegnüber dem mitteleinsatz, die die jungen leute
> auf die barrikaden treibt.
>
>
>
> das beste an der studie und ein echter brüller:
> "7.7. Ein Joker für Politik und Verwaltung" (S. 50)
>
> in der ganzen studie findet sich kein hinweis darauf, der diese
> schlussfolgerung rechtfertigt
> vielmehr heißt das in der studie herausgearbeitete ziel (siehe S. 19):
> "Der Impact-Workshop wurde am 23. März 2009 sowie an zwei Folgeterminen
> im April 2009 durchge-führt.6 Als Ziel wurde, wie im Abschnitt 3.2.1
> erwähnt, die Schaffung eines selbstbestimmten, selbstorga-nisierten,
> (von der Politik) unabhängigen Fördersystems im Bereich der Netzkunst
> und –kulturen in Wien definiert."
>
> gute nacht und schöne träume wünscht
>
> christoph
>
> - wechselstrom -
>
>
>
>
> _______________________________________________
> netznetz.net mailing list
> [email protected]
> http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
>
>
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