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MorgenWelt HEUTE vom 12.3.2001
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1. Gentausch im Mund
2. Nachbeben der eisigen Vergangenheit
3. Funktuerme behindern Vogelzug
4. Nanoroehrchen wickeln sich selbst

Ab heute neue MorgenWelt-Artikel online!
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Gentausch im Mund
 
Auch Bakterien der Mundflora koennen untereinander Gene austauschen. 
Dadurch koennten nicht nur fuer Antibiotika empfindliche Bakterien 
resistent werden, berichten amerikanische Biologen. Nach Ansicht 
der Forscher werden moeglicherweise auch harmlose Bakterien in 
schaedliche verwandelt.

Die Wissenschaftler experimentierten mit zwei Kulturen des 
Mundbakteriums Streptococcus gordonii. Zu der ersten Kultur gaben 
sie ein Plasmid hinzu, das Resistenz gegen das Antibiotikum 
Erythromycin vermittelt. Zu der zweiten Kultur gaben sie dagegen 
Bakterien aus der Gruppe der Spirochaeten hinzu. Diese Bakterien 
tragen das spezielle Plasmid schon in sich. Nach einiger Zeit 
besassen in beiden Kulturen auch die Streptokokken das Resistenz-
Plasmid. Fuer die Forscher ist dies ein Beleg, dass die Streptokokken 
im Genaustausch mit den Spirochaeten standen.

Streptokokken und Spirochaeten sind nicht naeher verwandt. Darum 
halten es die Wissenschaftler fuer sehr wahrscheinlich, dass auch 
andere Bakterien der Mundflora auf vergleichbare Weise Erbgut 
austauschen.
 
Quelle: University at Buffalo, 12.3.01
Forschung: Howard K. Kuramitsu und Bingyan Wang, University at 
Buffalo School of Dental Medicine; Annual Meeting of the American 
Association for Dental Research, Chicago

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Nachbeben der eisigen Vergangenheit
 
Die Eiszeiten haben nicht nur sichtbare Spuren in Form von Findlingen 
oder Gletschermuraenen hinterlassen. Von Zeit zu Zeit kann man ihre 
Nachwehen noch heute spueren, glauben amerikanische Geologen. Ihrer 
Meinung nach werden manche Erdbeben ausgeloest, wenn die von ihrer 
Eislast befreite Erdkruste zurueckfedert.

Die Forscher fanden fuer die se These Hinweise in der New Madrid-Region 
im Osten der USA. Die Region ist fuer ihre Erdbebenhaeufigkeit 
beruechtigt. New Madrid liegt weit entfernt vom Rand der nord-
amerikanischen Kontinentalplatte, weswegen die Ursache der haeufigen 
Beben raetselhaft ist. Einen Grund sehen die Geologen in den maechtigen 
Eisschichten, die den Kontinent waehrend der letzten Eiszeit vor gut 
20.000 Jahren bedeckten. 

Damals sei die Erdkruste durch das Gewicht des Eispanzers nach unten 
gedrueckt worden. Seit dem Ende der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren 
federe sie wieder zurueck. Normalerweise loese dieser Prozess kaum 
Erdbeben aus. Um New Madrid herum aber sei die Erdkruste durch im 
Erdmantel emporquellendes heisses Material bereits geschwaecht gewesen. 
Daher komme es an diesem neuralgischen Punkt haeufig zu Erdbeben.
 
Quelle: Stanford University, 8.3.01 
Forschung: Balz Grollimund und Mark D. Zoback, Department of Geophysics, 
Stanford University, in Geology, Vol. 29(2), pp 175-178
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Funktuerme behindern Vogelzug

Das digitale Fernsehen schadet den Zugvoegeln. Auf diesen Zusammenhang 
haben jetzt amerikanische Ornithologen hingewiesen. Wenn bis zum Jahr 
2003 in den USA das digitale Fernsehen eingefuehrt wird, muessen rund 
1.000 neue Sendetuerme gebaut werden. Diese Tuerme sind bis zu 400 
Meter hoch. Nach Angaben von Vogelschuetzern toeten die bestehenden 
Tuerme aber schon jetzt mindestens vier Millionen Voegel jaehrlich.

Bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter sehen die Voegel die Sendemasten 
nicht rechtzeitig und stossen im Flug dagegen. Gerade im Umfeld von 
Sendetuermen ueber 60 Meter Hoehe finden die Vogelschuetzer immer wieder 
verunglueckte Tiere. Weil sich die Zahl der Sendemasten in den USA in 
den naechsten Jahren verdoppelt, fordern Ornithologen verpflichtende 
Schutzmassnahmen. Dazu zaehlen sie den Verzicht auf Draehte und Kabel 
an der Turmspitze sowie weiss blinkende Scheinwerfer, die Voegel 
abschrecken.

Quelle: Inscight, 10.3.01
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Nanoroehrchen wickeln sich selbst

Nanoroehrchen lassen sich nicht nur aus Kohlenstoffatomen herstellen. 
Max-Planck-Forscher in Stuttgart koennen solche winzigen Roehren auch 
aus anderen Materialien, wie Halbleitern, Metallen oder Polymeren 
produzieren. Die neue Technik soll die Entwicklung mikroskopisch 
kleiner Bauteile vorantreiben.

Damit sich das gewuenschte Material von selbst zum Roehrchen aufwickelt, 
tragen die Forscher zunaechst eine so genannte Opferschicht auf ein 
Halbleiter-Substrat auf. Auf diese Schicht koennen dann zwei duenne 
Materialien abgelagert werden. Zwischen den Lagen wird nach dem 
Prinzip des Bimetalls gezielt eine Verspannung erzeugt. Wenn  man 
dann die Opferschicht wegaetzt, loest sich die darueber liegende 
Doppelschicht als duenne Folie ab. 

Wegen der unterschiedlichen inneren Spannung der beiden Schichten 
rollt sich die Folie wie eine Feder ein. Die so erzeugten Nano-
roehrchen rollen sich bis zu 30mal auf, berichten die Forscher. 
Die Roehrchen koennten auf eine Groesse von wenigen Millionstel 
Millimetern begrenzt werden, sagen die Entwickler.

Quelle: Max-Planck-Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften 
e.V, 9.3.01
Forschung: Dr. Oliver G. Schmidt, Max-Planck-Institut fuer 
Festkoerperforschung, Stuttgart, in Nature, Vol. 410, No. 6825, 8.3.01
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Ab heute online in der MorgenWelt:

WISSENSCHAFT
Ein roter Stern faellt vom Himmel 
Eine Aera geht zu Ende - nach 15 Jahren im All soll die russische 
Raumstation Mir zur Erde stuerzen
http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010312-ende-mir.htm

"Die Technologie der Mir ist ueberholt" 
Ein Interview mit dem ESA-Wissenschaftler Walter Flury zum Mir-Absturz
http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010312-interview-mir.htm

KULTUR
Abreise und Rueckkehr 
Drei Chefs deutscher Literaturhaeuser praesentieren "ihre" 
Lieblings-Gedichte. Diese Woche: Maria Gazzetti vom Literaturhaus 
in Frankfurt/M. empfiehlt Giorgio Caproni.
Auftakt unserer Lyrik-Aktion unter
http://www.morgenwelt.de/kultur/010312-caproni-gazzetti.htm

PRESSESCHAU
Die Presseschau wurde ueberarbeitet und erscheint kuenftig mit taeglich 
aktualisierten Lesetipps aus den Online-Medien.
http://www.morgenwelt.de/presseschau/index.htm

Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie 
online unter
http://www.morgenwelt.de/nachrichten

Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe:
http://www.futureframe.de

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