Giesbert Damaschke schrieb am 11.02.1999 09:58 Uhr:

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>"Banner wirken, selbst wenn sie nicht angeklickt werden: "Online-
>Anzeigen beeinflussen das Markenbild positiv", fa�t Carola Holtermann,
>Projektleiterin Marketing der EMS, ein wesentliches Ergebnis zusammen.
></quote>
[...]
>Und da� EMS ein Gruner-Unternehmen ist, dessen Forschungs-Ergebnisse
>dem eher, nunja, entt�uschendem Online-Engagement des Konzerns zupa�
>kommen - das hat sicherlich nichts zu bedeuten.

Lieber Giesbert,

schoen dass Du das Thema ansprichst und damit einen Anlass
gibst, in die Buett zu steigen.

Genau wie Du war ich noch nie ein grosser Freund der Bannerwerbung
und halte das ganze Thema schon seit mehr als zwei Jahren fuer
absolut ueberbewertet. Sicher, irgendwo hat es seine Berechtigung
aber nicht in dem Mass, wie Mediabuyer und Anzeigenverkaeufer das
vorgaukeln moechten.

Es wundert mich nicht, dass (nicht nur EMS) jetzt mit solchen
"Untersuchungsergebnissen" vorgeprescht wird, denn man muss
schliesslich irgendeine Begruendung fuer diese ueberzogen teure
Werbeform finden. Wenn auf einmal festgestellt wird, dass die
Klickraten nach unten gehen, wird flugs eine andere Bedeutungs-
und Begruendungsschublade aufgemacht und fertig ist die Laube.

Gelernt hat die Branche nichts!

Aus anderen Medien - insbesondere TV - sollte man eigentlich
wissen, dass die Akzeptanz des Publikums gegenueber Werbespots
einfach nicht so ist, wie es die Branche gerne haette.
Alle faseln davon, dass das Internet dem Werbetreibenden
ungeahnte Moeglichkeiten gibt, dass Userverhalten direkt zu
ueberpruefen. Unangenehm wird es jedoch, wenn diese direkte
Ueberpruefung negative Resultate ergibt. Statt sich dann
Gedanken darueber zu machen, ob es nicht vielleicht andere
(unaufdringlichere) Werbeformen gibt, die akzeptiert werden,
wird einfach nur - Rubbel die Katz - eine neue Bedutungswolke
in den Himmel geblasen, die den Werbetreibenden die Augen
vernebelt. Wie lange glaubt man eigentlich noch, die Leute
schlichtweg verarschen zu koennen? Haelt die Branche eigentlich
Ihre Kunden fuer bloed?

Vielleicht ist Euch das nicht so richtig bewusst gworden, die
Kroenung des Schwachfugs und womit sich die Branche nach meiner
Auffassung voellig ad absurdum fuehrt, duerfte nach meiner
unmassgeblichen Meinung ganz sicher die "werbefreie Filmnacht"
(oder was auch immer das war) auf SAT1 sein. Werbefrei deshalb,
weil es einen "Sponsor" dafuer gibt.

Wie wenig die Branche bereit ist zu lernen, sieht man am
Beitrag einer Mitarbeiterin von THOMAS KOCH MEDIA im Forum von
Horizont.NET zum Thema "Webwasher" (http://www.horizont.net/forum/).

Sinngemaess traegt sie dort vor, dass man sich mehr Gedanken
darueber machen muesse, wie man den User austricksen koenne.
Mehr als Kopfschuetteln habe ich fuer solche Ignoranz nicht
uebrig.

Irgendwie passt der heutige Tag zur Branche: "Nur emool em
Jahr es Kaaanevall...". Immer :-)!

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Helau

Klaus

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