Aran schrieb:
>> warum man daher *jetzt* eine Regel/'Loesung' fuer ein Problem einfuehren
>> sollte,
>
> Ganz einfach weil:
>
> Wir können es einfach.
Schlechtes Argument, wuerde ich nicht kaufen.
> Aktuell können wir eine Quote beschließen.
Koennen wir spaeter auch. Wenn wir anderes - evtl. konsenzfaehigeres -
ausprobiert haben und das nicht funktioniert hat, zum Beispiel.
> Wann wir das tun ist eigtl. egal wenn wir es tun da uns imo keine wirklichen
> Nachteile daraus entstehen.
Die Meinung teilt hier meiner Einschaetzung nach allerdings nicht jede[r].
> Richtig deswegen bin ich für einen sinnvollen Antrag. Z.B. gibt es die
> Möglichkeit das die Plätze die für Frauen* reserviert sind entweder nur mit
> Frauen besetzt werden ODER einfach nur von Frauen gewählt werden. Dazu gibt
> es noch mehrere Möglichkeiten halte ich persönlich für kein Hinderniss.
Das wuerde dann aber doch ganz explizit die Wahlfreiheit eines Teils der
Mitglieder einschraenken, oder seh ich das falsch?
> Bin ich voll dahinter ist für mich aber kein Argument gegen eine Quote
Es ist ein Alternativvorschlag. Von Gegenargument hat niemand gesprochen.
> > und es dafuer keine gerechten Kriterien gebe.
>
> Siehe Vorschlag oben es gibt verschiedene Möglichkeiten Bugs zu fixen. (Ich
> meine wie oft haben wir irgendwelche Satzungsbugs ausbessern müssen?)
Das ist ja nun kein Grund, die Bugs erst einzubauen... aber meine Aussage bezog
sich auch nur auf "quotierte Kandidaturliste". Die Problematik ist allerdings
teilweise aehnlich wie bei einem quotierten Endergebnis.
> Wie die Quote jetzt speziell im JuPi Vorstand aussehen sollte also wieviel %
> jetzt genau Frauen* im BuVo sein müssen um erfüllt zu sein ist ja so eine
> Sache über die mensch diskutieren kann. So wie ich das Wahlsystem bisher
> kenne werden wir zumind. bei der Anzahl schon einen für alle passenden
> Kompromiss finden.
Ich finde das bereits fuer die Diskussion relevant. Es soll ja vorkommen, dass
es Menschen gibt, die einige Moeglichkeiten komplett ablehnen, andere jedoch
befuerworten.
> Zum Abschluss hab ich nochmal alle bisherigen Contra Argumente genommen und
> kommentiert was ich dazu denke:
>
> Nichimtakt kandidierte das letzte mal auf der BMV damit überhaupt jemand den
> Schriftführer macht. Beschwert hat sich da niemand.
Moeglicherwiese liegt daran, dass der Verein ohne einen Schriftfuehrer laut
Satzung keinen kompletten Vorstand hat. Der wurde ja nicht in die Satzung
geschrieben, damit bloss irgendwer kandidiert, wiel wir sonst nicht
handlungsfaehig waeren, sondern die Situation ergab sich quasi versehentlich.
Und natuerlich ist es trotzdem bloed, wenn jemand nur kandidiert, weil es sonst
niemand machen will und man sonst nicht weiterkommt [siehe
Schiedsgerichtssituation auf der ersten BMV]. Und wenn sowas haeufiger
auftritt, sollte man sich auch ueber die Ursachen Gedanken machen und ggf.
satzungsinhaerente Fehler zu beheben versuchen [bspw. zu viele ausgeschriebene
Aemter].
> Das ist super ist aber kein Argument gegen die Quote und wenn sie schon von
> sich erfüllt wird umso besser heisst aber nicht das die Regel nicht trotzdem
> sinn macht.
Hmm... steile These: doch. Schlichtweg aus dem Grund, dass die Quote nicht um
ihrer selbst Willen da ist, sondern um einen Fehler zu beheben. besteht der
Fehler nicht oder nicht mehr, braucht es auch keine Quote. Zumindest ist so
eine landlaeufige Argumentation, auch wenn du selbst diese iirc nicht gebracht
hast.
> Natürlich soll der Vorstand Menschen überzeugen das unser Verein super Arbeit
> leistet und politisch auf der richtigen Seite steht
Richtig. "Super Arbeit" ist aber eben doch ungleich "ist weiblich".
>> * Der Eindruck, weibliche Personen seien im Vorstand „unerwünscht“, entsteht
>> nicht dadurch, dass diese nicht 50% ausmachen
>
> Es gibt mehrere Gründe warum so gedacht wird. Einer davon ist eben auch das
> der Vorstand oft aus zu wenig Frauen besteht und durchschnittlich nicht bei
> 50% (insgesamt betrachtet)
Hast du dafuer Belege?
>> * Menschen werden im Vorfeld auf ihr Geschlecht reduziert
>
> Und bei der Wahl. Kein Argument gegen die Quote
Ich finde nicht, dass eine - wahrscheinliche - unbewusste Reduktion automatisch
eine Rechtfertigung fuer eine bewusste Reduktion auf das Geschlecht darstellt.
Vielleicht ist das notwendig, wenn es nicht anders geht. Aber in allen anderen
Faellen tendiere ich eher zu "nein".
Noch bin ich naiv genug, zu hoffen, dass man unterbewusstem Alltagssexismus und
sexistischer Praegung zumindest zu einem grossen Teil auch durch Bewusstmachung
und aktives Gegensteuern entgegenwirken kann.
>> * Zementierung der Geschlechterbinärität
>
> Nur auf kurze Sicht auf Lange Sicht vermutlich nicht.
Ich lese hier haeufiger "vermutlich".
Voellig OT von all der Diskussion hier bitte ich darum, dass du naechstes Mal
ein paar mehr Satzzeichen setzt. Bin ein paar Mal ueber Satzkonstruktionen
gestolpert, die ich erst nach erneutem Lesen verstanden hab. Vielleicht ging's
ja irgendwem aehnlich.
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