.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Hamburg, 15. Juni 2011
„Halber Ausstieg“
AKW-Moratorium endet mit Teil-Erfolg für Anti-Atom-Bewegung / Langer
Weiterbetrieb von neun Reaktoren wird zu neuen Protesten führen
Zum heutigen Ende des Moratoriums für sieben Atomkraftwerke erklärt
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Die sieben Moratoriums-Meiler und das Pannen-AKW Krümmel sollen
endgültig stillgelegt werden. Das war zu Beginn des dreimonatigen
Moratoriums nicht absehbar. Zuerst wollte die Kanzlerin nur Zeit gewinnen.
Doch in dieser Zeit kam es zu den größten Massenprotesten in der
Geschichte der Anti-AKW-Bewegung: Am 26. März demonstrierten 250.000
Menschen in vier Städten, am 25. April gingen 140.000 an den
AKW-Standorten auf die Straße, am 28. Mai beteiligten sich 160.000
Atomkraftgegner an Demonstrationen in 21 Städten. Und dazwischen
beteiligten sich Zehntausende jeden Montag an Mahnwachen in mehr als 400
Orten.
Ohne die anhaltenden Proteste hätte die Regierung anders entschieden.
Doch wir Atomkraftgegner können unser Engagement noch nicht beenden.
Denn die restlichen neun AKW sollen größtenteils noch mehr als zehn
Jahre – über drei Bundestagswahlen hinweg – weiterlaufen. Aller
Wahrscheinlichkeit nach bedeutet dies, dass über den Zeitpunkt ihrer
Stilllegung irgendwann in Zukunft neu entschieden werden wird. Das haben
wir beim rot-grünen Ausstiegsbeschluss vor zehn Jahren schon einmal
genauso erleben müssen. Faktisch gibt es also nur einen halben Ausstieg.
Die Atompolitik der Bundesregierung führt nicht zum schnellstmöglichen
Ausstieg, sondern zu einer langandauernden Fortsetzung der Gefahren für
die Bevölkerung in diesem Land. Dem werden wir uns weiter widersetzen.“
Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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