Author: mbarkhau
Date: Sun Sep 23 14:41:37 2007
New Revision: 1206

Log:
Continued ch05

Modified:
   trunk/de/ch05.xml

Modified: trunk/de/ch05.xml
==============================================================================
--- trunk/de/ch05.xml   (original)
+++ trunk/de/ch05.xml   Sun Sep 23 14:41:37 2007
@@ -743,112 +743,107 @@
 darüber sind lediglich eine Zierde einer ansonsten technische Diskussion
 über die Lösung eines Problems.</para>
 
-<para>Dieses Beispiel zeigt einen weiteren Grund warum es gut ist, über
-Verträge offen zu sein. Es mag mehrere Organisationen geben, die bei
-einem gegebenen Open-Source Projekt Verträge beisteuern, und wenn jeder
-weiß, was der andere versucht zu machen, können sie vielleicht ihre 
-Ressourcen bündeln. Im obigen Fall, ist der größte Finanzier (CollabNet)
-in keinster weise an diesen Einzelverträgen beteiligt, aber mit
-dem Wissen, dass jemand anderes bestimmte Bug Fixes fördert wird es
-CollabNet ermöglicht, seine Ressourcen auf andere Bugs zu richten, was
-zu einer größeren Effizienz für das Projekt im gesamten führt.</para>
-
-<para>Werden andere Entwickler es übel nehmen, dass manche für die
-Arbeit am Projekt bezahlt werden? Im allgemeinen, nein, insbesondere
-wenn diejenigen die bezahlt werden sowieso anerkannte, geachtete 
-Mitglieder der Gemeinschaft sind. Keiner erwartet, dass Auftragsarbeit
-gleichmäßig auf die commiter aufgeteilt wird. Leute verstehen wie
-wichtig dauerhafte Beziehungen sind: Die Ungewissheiten die mit 
-Auftragsarbeit verbunden sind, sind derart, dass wenn man jemanden
-gefunden hat, mit dem man zuverlässig arbeiten kann, man nur 
-widerwillig zu einer anderen Person wechseln würde, nur der 
-Gerechtigkeit halber. Stellen Sie sich das so vor: Wenn Sie das erste
-mal jemand wählen wird es ganz klar keine Beschwerden geben, denn
-schließlich mussten Sie ja <emphasis>irgendjemand</emphasis> wählen
-&mdash; es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie nicht alle beauftragen
-können. Später, wenn Sie die selbe Person ein zweites mal beauftragen,
-ist das einfach nur vernünftig: Sie kennen ihn schon, das letzte mal 
-war erfolgreich, warum sollten Sie ein unnötiges Risiko eingehen? 
-Deßhalb ist es völlig natürlich ein zwei Leute in der Gemeinschaft zu
-haben an denen man sich wenden kann, anstatt die Arbeit gleichmäßig zu
-verteilen.</para>
+<para>Dieses Beispiel zeigt einen weiteren Grund offen über Verträge zu
+reden. Es mag mehrere Organisationen geben, die bei einem Open-Source
+Projekt Verträge beisteuern, und wenn jeder über die Arbeit des anderen
+bescheid weiß, können sie vielleicht ihre Ressourcen bündeln. Im obigen
+Fall, ist der größte Finanzier (CollabNet) in keinster weise an diesen
+Einzelverträgen beteiligt, aber mit dem Wissen, dass jemand anderes 
+bestimmte Bug Fixes fördert, wird CollabNet ermöglicht sich auf andere
+Fehler zu konzentrieren, und insgesamt die Effizienz im Projekt zu
+erhöhen.</para>
+
+<para>Nehmen es andere Entwickler es den beauftragten Mitgliedern übel,
+dass sie für die Arbeit am Projekt bezahlt werden? Im allgemeinen nein,
+insbesondere wenn diejenigen die bezahlt werden sowieso anerkannte,
+geachtete Mitglieder der Gemeinschaft sind. Keiner erwartet, dass
+Auftragsarbeit gleichmäßig auf die Beteiligten aufgeteilt wird. Leute
+verstehen wie wichtig dauerhafte Beziehungen sind: Die Ungewissheiten
+bei Auftragsarbeit sind derart, dass wenn man einen zuverlässigen
+Geschäftspartner gefunden hat, man nur widerwillig zu jemand anderen 
+wechselt, nur der Gerechtigkeit halber. Sie können es sich so 
+vorstellen: Wenn Sie das erste mal jemand wählen wird es bestimmt keine
+Beschwerden geben, denn schließlich mussten Sie ja 
+<emphasis>irgendjemand</emphasis> wählen&mdash; Sie können schließlich
+nicht alle beauftragen. Wenn Sie später dieselbe Person ein zweites mal
+beauftragen, ist das nur vernünftig: Sie kennen ihn schon, der letzte
+Auftrag verlief erfolgreich, warum sollten Sie ein unnötiges Risiko
+eingehen? Es ist deßhalb ganz natürlich ein-zwei Leute in der
+Gemeinschaft zu haben an denen man sich wenden kann, anstatt die Arbeit
+gleichmäßig aufzuteilen.</para>
 
 <sect2 id="community-review-acceptance">
-<title>Beurteilung und Annahme von Änderungen</title>
+<title>Kritik und Annahme von Änderungen</title>
 
 <para>Die Gemeinschaft ist trotzdem wichtig für den Erfolg der 
-Auftragsarbeit. Ihre Beteiligung beim Entwurfs und Bewertungsablauf,
-darf nicht beiläufig geschehen. Es muss als ein Teil der Arbeit
-aufgefasst werden, und komplett vom Auftragnehmer einbezogen werden.
-Betrachten Sie die Prüfung durch die Gemeinschaft nicht als ein
-Hindernis welches überwunden werden mus &mdash; sondern als eine
-kostenlose Platform für Entwürfe, sowie Fragen und Antworten. Es ist
-ein Vorteil, welches aggressiv nachgegangen werden sollten und nicht
-lediglich geduldet werden sollte.</para>
+Auftragsarbeit. Ihre Beteiligung beim Entwurf und der Beurteilung der
+Änderung, darf nicht beiläufig geschehen. Sie müssen es als Teil der
+Arbeit aufgefassen und vollständig im Auftrag einbeziehen. Betrachten
+Sie die Kritik der Gemeinschaft nicht als ein Hindernis das es zu
+überwinden gilt&mdash;sondern als kostenlose Platform für Entwürfe,
+Fragen und Antworten. Es ist ein Vorteil, dem Sie aggressiv nachgehen
+und nicht lediglich dulden sollte.</para>
 
 <sect3 id="cvs-pserver">
-<title>Fallbeispiel: Das CVS Protokoll zur Passwort Authentifizierung 
-</title>
+<title>Fallbeispiel: Das Protokoll zur Passwort Authentifizierung in
+CVS</title>
 
-<para>1995 war ich eine Hälfte einer Partnerschaft, welche technische
-Unterstützung und Erweiterung für CVS (das Concurrent Versions System;
-siehe <ulink url="http://www.cvshome.org/"/>) anbot. Mein Partner Jim
-und ich waren zu dem Zeitpunkt informell für die Instandhaltung von 
-CVS zuständig. Wir hatten aber nie sorgfältig darüber nachgedacht, wie
-wir mit der bereits vorhandenen, größtenteils freiwilligen 
-Entwicklergemeinschaft von CVS umgehen sollten. Wir nahmen einfach an,
-dass sie patches schicken würden, und wir sie anwenden würden, und so
-hat es auch im großen und ganzen funktioniert.</para>
-
-<para>Damals, konnte CVS im Netzwerk nur über Fernzugriff mittels eines
-Programms wie <literal>rsh</literal> gemacht werden. Mit dem selben
-Passwort für den CVS Zugriff, wie für den Fernzugriff was ein 
-offensichtliches Sicherheitsrisiko war, und viele Organisationen waren
-davon abgetan. Eine bedeutende Anlagebank beauftragte uns einen neuen
+<para>1995 war ich an einer Partnerschaft beteiligt für technische
+Unterstützung und Erweiterungen an CVS (das Concurrent Versions System;
+siehe <ulink url="http://www.cvshome.org/"/>). Mein Partner Jim und ich
+waren damals informell für die Instandhaltung von CVS zuständig. Wir
+hatten aber nie sorgfältig darüber nachgedacht, wie wir mit der 
+vorhandenen, größtenteils freiwilligen Entwicklergemeinschaft von CVS
+umgehen sollten. Unsere Erwartung war einfach Patches zu bekommen, die
+wir anwenden würden, und so war auch weitestgehend der Ablauf.</para>
+
+<para>Damals konnte man CVS im Netzwerk nur über ein Fernzugriff 
+Programm wie <literal>rsh</literal> betreiben. Man brauchte dasselbe
+Passwort für CVS wie für den Fernzugriff, was ein offensichtliches
+Sicherheitsrisiko darstellte und viele Organisationen abschreckte. Eine
+bedeutende Anlagebank beauftragte uns einen neuen
 Authentifizierungsmechanismuss zu implementieren, damit sie vernetztes
 CVS sicher mit ihren Außenstellen benutzen konnten.</para>
 
-<para>Jim und ich nahmen den Vertrag an und setzten uns hin um das neue
-Authentifizierungssystem zu entwerfen. Was wir uns ausdachten war
-relativ einfach (die Vereinigten Staaten hatten zu der Zeit 
-Einschränkungen auf den Export von Kryptographischem Code, also hatte
-Kunde Verständnis dafür, dass wir keine Starke Authentifizierung
-implementieren konnten), da wir aber nicht erfahren damit waren, solche
-Protokolle zu entwerfen, machten wir dennoch einige grobe Fehler, die
-einem Experten sofort aufgefallen wären. Diese Ausrutscher wären mit
-Leichtigkeit erkannt worden, hätten wir uns die Zeit genommen einen
-Vorschlag zu verfassen und es an die anderen Entwickler zur Überprüfung 
-durchzureichen. Das machten wir aber nie, und es kam uns nicht in den
-Sinn, den Entwickler Verteiler als eine Resource welches wir nutzen
-konnten zu betrachten. Wir wussten dass Leute wahrscheinlich annehmen
-würden, was immer wir auch committeten, und&mdash;da wir nicht wussten
-was wir nicht wussten &mdash;machten wir uns nicht die Mühe, die Arbeit
-auf eine sichtbare Art zu erledigen, also Patches häufig ab zu 
-schicken, kleine, leicht verdauliche Commits zu einem bestimmten Branch
-zu machen, usw. Das entstandenen Authentifizierungsprotokoll war nicht
-sonderlich gut, und natürlich, als es etabliert wurde, wurde es sehr
-schwer es zu verbessern, aufgrund von Bedenken bezüglich der
-Kompatibilität.</para>
-
-<para>Die Wurzel des Problems war nicht unser Mangel an Erfahrung; wir
-hätten mit Leichtigkeit lernen können, was nötig war. Das Problem war
-unsere Einstellung im Bezug auf die Entwicklergemeinschaft. Wir
-betrachteten die Annahme der Änderungen als eine Hürde über die wir
-springen mussten, als ein Ablauf mit dem die Qualität der Änderungen
-verbessert werden konnte. Da wir zuversichtlich waren, dass alles was
-wir tun würden angenommen werden würde (was auch geschah), machten
-wir uns wenig mühe andere zu beteiligen.</para>
+<para>Jim und ich nahmen den Vertrag fingen an ein Entwurf für das neue
+Authentifizierungssystem auszuarbeiten. Unser Entwurf war relativ 
+einfach (die Vereinigten Staaten hatten damals Einschränkungen auf den
+Export von Kryptographischem Code, also hatte der Kunde Verständnis
+dafür, dass wir keine Starke Authentifizierung implementieren konnten),
+da wir aber keine Erfahrung mit derartigen Protokollen hatten, machten
+wir dennoch einige grobe Fehler, die einem Experten sofort aufgefallen
+wären. Diese Ausrutscher wären mit Leichtigkeit erkannt worden, hätten
+wir uns die Zeit genommen einen Vorschlag zu verfassen und die anderen
+Entwickler zur Überprüfung gereicht hätten. Uns kam es nie in den Sinn,
+die Entwickler auf dem Verteiler als Resource zu betrachten und machten
+alleine weiter. Wir wussten, dass unsere Arbeit, egal wie sie aussah
+wahrscheinlich angenommen werden würde, und&mdash;da wir nicht wussten
+was wir nicht wussten &mdash;machten wir uns nicht die Mühe, unsere 
+Arbeit für alle sichtbar offenzulegen, d.h. häufig Patches ab zu 
+schicken, kleine, leicht verdauliche Änderungen an einem bestimmten
+Branch, usw. Das entstandenen Authentifizierungsprotokoll war nicht
+sonderlich gut, und nach seiner etablierung, ließ es sich es natürlich, 
+aufgrund von Sorgen um die Kompatibilität, nur sehr schwer
+verbessern.</para>
+
+<para>Im Kern lag das Problem nicht an unser Mangel an Erfahrung; wir
+hätten das Nötige mit Leichtigkeit lernen können. Das Problem lag an 
+unsere Einstellung zur Entwicklergemeinschaft. Wir betrachteten die
+Annahme der Änderungen als eine Hürde die es zu überwinden galt, nicht
+als Ablauf um die Qualität der Änderungen zu verbessern. Wir waren
+zuversichtlich, dass jedweder Arbeit von uns angenommen würde (was auch
+geschah), und machten uns deshalb wenig mühe um äußere 
+Beteiligung.</para>
 
 </sect3>
 
-<para>Wenn Sie eine Auftragnehmer auswählen, wollen Sie für den Auftrag
-offensichtlich jemandem mit den richtigen technischen Fähigkeiten und
-Erfahrung. Es ist aber auch wichtig, jemanden zu wählen, der 
-nachweislich mit den anderen Entwicklern in der Gemeinschaft eine
-konstruktive Zusammenarbeit pflegt. So bekommen Sie mehr als nur eine
-Person; Sie bekommen einen Agenten, der in der Lage sein wird aus einem
-Netzwerk von Fachwissen zu schöpfen, um sicher zu stellen das die 
-Arbeit auf eine robuste und Wartbare weise gemacht wird.</para>
+<para>Bei der Suche nach einem Auftragnehmer, sollten Sie offensichtlich
+auf die richtigen technischen Fähigkeiten und Erfahrung achten. Es ist
+aber auch wichtig jemanden zu wählen, der nachweislich mit den anderen
+Entwicklern in der Gemeinschaft eine konstruktive Zusammenarbeit pflegt.
+Sie bekommen dadurch mehr als nur eine Person; Sie bekommen einen 
+Agenten, der in der Lage sein wird aus einem Netzwerk von Fachwissen zu
+schöpfen, um robuste und wartbare Arbeit sicherzustellen.</para>
 
 </sect2>
 
@@ -872,35 +867,33 @@
 <sect1 id="funding-non-programming">
 <title>Finanzierung von Tätigkeiten außer Programmieren</title>
 
-<para>Programmieren ist nur ein Teil der Arbeit welches in eine Open
-Source Projekt fließt. Aus Sicht der Freiwilligen im Projekt, ist es
-der sichtbarste und glorreichste Teil. Das bedeutet leider, dass 
-andere Tätigkeiten wie die Dokumentation, formale Tests, usw.
-manchmal vernachlässigt werden können, zumindest im Vergleich zu der
-Menge an Aufmerksamkeit die sie bei proprietärer Software oftmals
-erhalten. Unternehmen sind manchmal in der Lage das auszugleichen,
-indem Sie einen Teil ihrer internen Software Entwicklungsinfrastruktur
-Open Source Projekten widmen.</para>
-
-<para>Der Schlüssel das erfolgreich zu machen, ist zwischen den 
-internen Abläufen der Firma und denen in der Gemeinschaft zu 
-übersetzen. Solche Übersetzungen sind nicht Mühelos: Oft passen beide
-nicht nicht gut zusammen, und die Unterschiede können nur durch
-menschliche Eingriffe überwunden werden. Die Firma kann zum Beispiel
-einen anderen Bug Tracker verwenden, als das öffentliche Projekt. 
-Selbst wenn sie beide die gleiche Software dafür benutzen, sind die
-Daten die darin gespeichert werden sehr unterschiedlich, da die
-Bedürfnisse einer Firma im Bezug auf Bug Tracking sehr viel anders 
-sind, als die einer freien Software Gemeinschaft. Ein Teil der
-Information welches in einem der Tracker anfängt, mag auf den
-anderen übertragen werden müssen, wobei vertrauliche Teile entfernt
-werden, oder in der anderen Richtung hinzugefügt werden müssen.</para>
-
-<para>Die Abschnitte die folgen handeln darüber, wie man solche Brücken
-aufbaut und in stand hält. Das Endergebnis sollte sein, dass das Open
-Source Projekt glatter abläuft, die Gemeinschaft die Investition von
-Ressourcen der Firma anerkennt, und trotzdem nicht das Gefühl bekommt,
-dass die Firma unangemessen Sachen in Richtung ihrer Ziele lenkt.</para>
+<para>Programmieren ist nur ein Teil der Arbeit in einem Open-Source
+Projekt. Für Freiwillige im Projekt, ist es der sichtbarste und
+glorreichste Teil. Leider können dadurch andere Tätigkeiten wie die 
+Dokumentation, formale Tests, usw. manchmal vernachlässigt werden, 
+zumindest im Vergleich zu der Aufmerksamkeit die sie bei proprietärer
+Software oftmals erhalten. Unternehmen können das manchmal 
+auszugleichen, indem Sie einen Teil ihrer internen Infrastruktur für
+die Software-Entwicklung, Open-Source Projekten widmen.</para>
+
+<para>Das Wesentliche für den Erfolg dieser Arbeit, ist die Übersetzung
+zwischen den Abläufen in der Firma und denen in der Gemeinschaft. Sie
+ist nicht Mühelos: Oft passen beide nicht gut zusammen, und die 
+Unterschiede können nur durch menschliche Eingriffe überwunden werden.
+Die Firma kann beispielsweise einen anderen Bug-Tracker verwenden, als
+das öffentliche Projekt. Selbst wenn beide die gleiche Software 
+benutzen, werden die darin gespeicherten Daten sehr unterschiedlich
+sein, da die Anforderungen einer Firma an einem Bug-Tracking ganz andere
+sind, als die einer freien Software Gemeinschaft. Eine Information die
+in einem Bug-Tracker anfängt, muss vielleicht auf den anderen übertragen
+werden, wobei vertrauliche Teile entfernt, oder in umgekehrter Richtung
+hinzugefügt werden müssen.</para>
+
+<para>Die folgenden Abschnitte drehen sich um den Aufbau und die
+Instandhaltung solcher Brücken. Das Endergebnis sollte ein
+reibungsloser Betrieb im Open-Source Projekt, die Anerkennung der
+Investition der Firma durch die Gemeinschaft, ohne das das Gefühl 
+unangemessen durch die Firma beeinflusst zu werden.</para>
 
 <!-- integrate the internal into the development community.  If you
      have salaried developers, for example, use them as a liason.
@@ -912,65 +905,61 @@
 
 <!-- ======================== subsection =========================== -->
 <sect2 id="subsidize-qa">
-<title>Qualitätssicherung (d.h, Professionelles Testen)</title>
+<title>Qualitätssicherung</title>
 
-<para>Bei der Entwicklung proprietärer Software, ist es normal
-gesonderte Abteilung zu haben, die sich der Qualitätssicherung widmen:
-Bugs aufsuchen, Evaluierung der Performance und der Skalierbarkeit,
-Überprüfung der Schnittstellen und der Dokumentation, usw. Als 
-Faustregel, werden diese Aktivitäten von der Gemeinschaft freiwilliger
-bei einem freien Software Projekt, nicht so energisch verfolgt. Das
-liegt zum Teil daran, dass es schwer ist, freiwillige Arbeit für
-unrühmliche Tätigkeiten wie das Testen zu bekommen, teilweise deßhalb
-weil Leute annehmen, dass eine große Nutzergemeinschaft zu haben eine
-gute Test Abdeckung mit sich bringt, und, im Falle der Performance und
-der Skalierbarkeit, z.T. da freiwillige oftmals sowieso keinen Zugang
-zu den nötigen Hardware Ressourcen haben.</para>
-
-<para>Die Annahme, dass viele Nutzer zu haben, das gleich es wie viele
-Tester zu haben, ist nicht ganz ohne Grundlage. Es hat sicherlich wenig
-Sinn, Personen dem Testen von grundsätzlichen Funktionen in 
-verbreiteten Umgebungen zuzuweisen: dortige Bugs werden schnell von
-Nutzern gefunden werden, im natürlichen Verlauf der Sachen. Da Nutzer
-aber lediglich versuchen Arbeit erledigt zu bekommen, setzen Sie sich
-nicht bewusst auf die Suche nicht erdachte Grenzfälle in der 
-Funktionalität der Software zu entdecken, und werden wahrscheinlich
-bestimmte Arten von Bugs unentdeckt lassen. Desweiteren, wenn sie einen
-Bug finden der sich leicht umgehen lässt, implementieren Sie im Stillen
-diese Abhilfe ohne sich die Mühe zu machen den Bug zu melden. Am
-heimtückischsten kann sein, dass das Benutzerverhalten Ihrer Kunden 
-(diejenigen die <emphasis>Ihr</emphasis> Interesse an der Software 
-Antreiben), sich statistisch sehr von dem Nutzungsverhalten eines
-durchschnittlichen Nutzers auf der Strasse unterscheiden kann.</para>
-
-<para>Ein professionelles Team von Testern kann solche Bugs aufdecken,
-und können es genau so gut mit freier Software, wie mit proprietärer
-Software. Die Herausforderung ist, die Ergebnisse der Tester, der 
-Öffentlichkeit in einer nützlichen Form mitzuteilen. Die Abteilungen
-fürs testen innerhalb eines Betriebs haben für gewöhnlich ihre eigene
+<para>Bei der Entwicklung proprietärer Software, hat man üblicherweise
+eine gesonderte Abteilung die sich der Qualitätssicherung widmet: Nach
+Fehlern sucht, die Performance und Skalierbarkeit Evaluiert,
+Schnittstellen, Dokumentation usw. überprüft. Diese Aktivitäten werden
+üblicherweise nicht so energisch von freiwilligen in einem freien
+Software Projekt verfolgt. Das liegt teilweise an der Schwierigkeit 
+Freiwillige für unrühmliche Tätigkeiten wie das Testen zu finden und
+zum Anderen weil Leute annehmen, dass eine große Nutzergemeinschaft auch
+eine gute Test Abdeckung mit sich bringt. Performance und Skalierbarkeit
+sind sogar ein Gebiet wofür Freiwillige oftmals sowieso unzureichende
+Hardware Ressourcen zur Verfügung stehen.</para>
+
+<para>Die Annahme, viele Nutzer auch viele Tester sind, ist nicht ganz
+ohne Grundlage. Es macht sicherlich wenig Sinn, Personen einzustellen
+die Grundfunktionen auf der üblichen Zielumgebungen überprüfen: Die
+dortigen Fehler werden ohnehin beim normalen Betrieb, schnell von 
+gewöhnlichen Nutzern gefunden. Da Nutzer aber lediglich versuchen ihre
+Arbeit zu erledigen, setzen Sie sich nicht bewusst auf der Suche nach
+ungewöhnliche Grenzfälle in der Funktionalität der Software zu 
+entdecken, und werden wahrscheinlich bestimmte Fehler unentdeckt lassen.
+Bei einem Fehler der sich leicht umgehen lässt, werden Sie sogar eher
+im Stillen diese Abhilfe implementieren ohne sich die Mühe zu machen
+den Fehler zu melden. Am heimtückischsten kann der Umgang Ihrer Kunden
+(diejenigen die <emphasis>Ihr</emphasis> Interesse antreiben) mit der
+Software sein, welches statistisch ein ganz anderer sein kann als das
+Verhalten eines beliebig anderen Nutzers.</para>
+
+<para>Eine professionelle Testgruppe kann solche Fehler genau so gut in
+freier, wie in proprietärer Software aufdecken. Die Herausforderung ist,
+die Ergebnisse der Tester, der Öffentlichkeit in einer nützlichen Form
+mitzuteilen. Die Test-Abteilungen haben im Betrieb meistens ihre eigene
 Art Ergebnisse zu melden, mit firmenspezifischem Jargon, oder speziellem
 Fachwissen über bestimmte Kunden und ihre Datensätze. Solche Berichte
-wären für einen öffentlichen Bug Tracker nicht angemessen, sowohl
-wegen ihrer Form als auch wegen Bedenken im Bezug auf Vertraulichkeit.
-Selbst wenn die interne Bug Tracking Software Ihrer Firma die gleiche
-wäre, die von dem öffentlichen Projekt verwendet wird, kann es sein,
-dass die Verwaltung Firmenspezifische Kommentare und Änderungen an den
-Metadaten der Vorfälle machen muss (zum Beispiel um die interne 
-Priorität eines Vorfalls anzuheben, oder seine Lösung für einen 
-bestimmten Kunden anzusetzen). Für gewöhnlich sind solche Anmerkungen
-vertraulich&mdash;manchmal werden sie nicht einmal dem Kunden gezeigt.
-Aber selbst wenn sie nicht vertraulich sind, sind sie von keinem
-Interesse für das öffentliche Projekt, und die Öffentlichkeit sollte
-deshalb nicht von ihnen abgelenkt werden.</para>
-
-<para>Die Meldung des Bugs im Kern <emphasis>ist</emphasis> dennoch
-wichtig für die Öffentlichkeit. Tatsächlich ist eine Bug Meldung von
-Ihrer Test Abteilung in mancherlei Hinsicht wertvoller als eins welches
-von den allgemeinen Nutzern, da die Test Abteilung nach Sachen Ausschau
-hält, welches andere Nutzer nicht machen werden. Angesichts der 
-Tatsache, dass Sie diese bestimmte Bug Meldung aus keiner anderen 
-Quelle bekommen werden, zweifellos bewahren und es dem öffentlichen
-Projekt zur Verfügung stellen.</para>
+wären auf einen öffentlichen Bug-Tracker unangemessen, sowohl wegen
+ihrer Form als auch aus Datenschutz Gründen. Selbst wenn die interne 
+Bug-Tracking Software Ihrer Firma die gleiche wäre wie im öffentlichen
+Projekt, kann es sein, dass die Betriebsverwaltung Firmenspezifische
+Kommentare sowie Änderungen an den Metadaten der Vorfälle machen muss 
+(zum Beispiel um die interne Priorität eines Vorfalls anzuheben, oder
+seine Lösung für einen bestimmten Kunden anzusetzen). Für gewöhnlich 
+sind solche Anmerkungen vertraulich&mdash;manchmal werden sie nicht
+einmal dem Kunden gezeigt. Aber selbst wenn sie nicht vertraulich sind,
+für das öffentliche Projekt uninteresant und die Öffentlichkeit sollte
+deshalb nicht davon abgelenkt werden.</para>
+
+<para>Die Meldung des Bugs <emphasis>an und für sich</emphasis> ist
+für die Öffentlichkeit dennoch wichtig. Tatsächlich ist eine Bug Meldung
+von Ihrer Test Abteilung in mancherlei Hinsicht wertvoller als die der
+üblichen Benutzer, da die Test Abteilung nach Sachen Ausschau hält, die
+andere Nutzer nicht interesieren. Angesichts der Tatsache, dass Sie
+diese Fehler aus keiner anderen Quelle erfahren werden, sollten sie es
+unbedingt aufbewahren und es dem öffentlichen Projekt zur Verfügung 
+stellen.</para>
 
 <para>Um das zu erreichen, kann entweder die Abteilung zur 
 Qualitätssicherung die Meldungen direkt in den öffentlichen Bug

_______________________________________________
Producingoss-translators mailing list
[email protected]
http://www.red-bean.com/mailman/listinfo/producingoss-translators

Reply via email to