Vom Plutonium zum Traubenzucker mit einer Halbwertszeit von nur noch fünf 
Stunden?

Danke für die besonders einleuchtenden Vergleiche, die nur bestätigen, dass 
Technologien auch ihre Nachteile
haben und mit einem Verfallsdatum belegt sind. Im übrigen auch 
Kultur-Technologien und Denk-Modelle, von denen
mitunter einige mehr als nur obsolet erscheinen. 

Eventuell gilt es tatsächlich vermehrt den Focus auf Alternativen zu richten, 
die die Qual der Wahl erleichtern
und nicht unendlich mit argumentativen Not-Ständen erschweren, die aus den 
zutiefst paranoiden Haltungen des 20.
Jarhhunderts stammen. Dann werden auch die Argumente zielgerichteter sein 
können und ihre Verhaftung an
pervertierte Diskurs-Praxen verlieren. Man erinnere sich an die Qualitäten der 
Introspektion, derer man sich
auch per 'Gefühl' bedienen darf, sollte man die 'Verbesserung von Mitteleuropa' 
tatsächlich anstreben und nicht
nur auf einer mäandernden Fahne in den Wind geschrieben haben. 

Nach wie vor glänzt nicht alles, was scheinbar sonnig scheint, darüber werden 
wir wohl nicht weiter reden
müssen, dennoch dürfen.

Mit besten Grüssen
Michael Mikina






On Tue, 29 Mar 2011 15:43:04 +0200
Manuel Bonik <[email protected]> wrote:

> Nun ja, Glauben ist nicht Wissen, und wenn ein Bauchgefühl von
> Argumenten begleitet wird - soll sogar bei manchen Bloggern vorkommen -,
> ist doch alles in Ordnung. 
> 
> Maßstab ist letztlich die wissenschaftliche Methode, der wir fast alles
> zu verdanken haben. Und allerdings führen wir hier ja keine
> wissenschaftliche Diskussion - dazu bin jedenfalls ich zu wenig vom Fach.
> 
> Unter anderem weiß ich nicht (könnte nachschauen, muss aber heute auch
> noch was arbeiten), ob Galliumdiarsenid zerfällt (Halbwertszeit) oder
> nicht, aber deswegen ist das Zeug immer noch nicht in der Kategorie
> Traubenzucker. Wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, soll
> (wenn ich mich jetzt nicht täusche) Cholera in der Tat die bessere sein
> - was die Überlebenschancen angeht; ob das Verrecken daran irgendwie
> netter ist, weiß ich wiederum nicht.
> 
> Um mich zu wiederholen: Die sogenannten "alternativen" Energien sind
> nicht einfach nur gut, sondern haben auch ihre Nachteile.
> 
> 
> 
> > 
> > Seltsam, was spricht gegen das 'Bauchgefühl', solange die Argumente sich 
> > faktisch begründen lassen? Das klingt
> > ein bisschen nach 'objektiver Kanzel', in der zwar das Hoffen auf weniger 
> > Bauchschmerzen erlaubt ist, hinter
> > begründeten zivilisatorischen Ängsten aber 'irgendwelcher Bloggerei' 
> > vermutet scheint. 
> > 
> > Ich stimme zu, es bedarf der Argumente, die sich an der Thematik der 
> > Diskussion orientieren und die Einsicht in
> > Quellen bleibt unabdingbar, sollte hier ernsthaft diskutiert werden und 
> > nicht nur gut gedünkelt, was erlaubt
> > sei und was nicht.
> > 
> > Worum gehts aktuell? Um die durchaus lässliche Vergiftung der Umwelt mit 
> > hochtoxischen Stoffen oder um die
> > höchst akuten Gefahren radiokative Verseuchung kommender Generationen 
> > unbeteiligter ZuschauerInnen?
> > 
> > Wozu also der 'Endlager-Vergleich' zwischen 'Galliumdiarsenid' und 
> > 'radioaktiven Strahlern'? Ist das ein
> > Argument? Gegen Solarenergie und für Atomkraft? Wir wollen doch bitte nicht 
> > nur polemisieren und alles in einen
> > Topf werfen, nur um AKW-Befürworter und Gegner weiter gegeneinander 
> > auszuspielen, auch wenns vielleicht 'Spass'
> > macht aus einer vorgeblich 'objektiven' Position.
> > 
> > mfg
> > Michael Mikina
> > 
> > 
> > 
> > 
> > On Tue, 29 Mar 2011 14:29:57 +0200
> > Manuel Bonik <[email protected]> wrote:
> > 
> > > Ich weiß wirklich nicht, was beim Diskutieren gegen die Angabe von
> > > Quellen spricht. Da fragt Bernd Brincken richtigerweise immer nach.
> > > 
> > > Ok, es sind nur Internetquellen. Aber es argumentiert hier ja
> > > (hoffentlich) niemand mit den Bauchgefühlen irgendwelcher Blogger.
> > > 
> > > 
> > > > DAS nennt Ihr diskutieren? Es werden Infos und Internetquellen hin-  
> > > > und hergeschickt, bon. Das aber sind doch keine Argumente.
> > > > 
> > > > Best,
> > > > Johanna
> > > > 
> > > > 
> > > > 
> > > > Johanna Dombois
> > > > 
> > > > Regie >< Oper >< Neues Musiktheater
> > > > 
> > > > http://www.jhnndmbs.net
> > > > 
> > > > 
> > > > 
> > > > Am 29.03.2011 um 13:26 schrieb Manuel Bonik:
> > > > 
> > > > > Nebenbei bemerkt, wird mir ja richtig warm um's Herz, dass auf der
> > > > > Rohrpost nach so langer Zeit mal wieder diskutiert wird. Ist dann doch
> > > > > besser als auf dem langweiligen Facebook.
> > > > >
> > > > >
> > > > > -- 
> > > > > Manuel Bonik <[email protected]>
> > > > >
> > > > > -- 
> > > > > rohrpost - deutschsprachige Liste zur Kultur digitaler Medien und  
> > > > > Netze
> > > > > Archiv: http://www.nettime.org/rohrpost 
> > > > > http://post.in-mind.de/pipermail/rohrpost/
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