On 31.01.2011 23:37, Flaimo wrote:
nachdem meine nähere umgebung jetzt halbwegs fertig gemappt ist, fange
ich jetzt gerade an jeden tag ein paar kuhdörfer zu von geoimage/bing
abzumalen. dabei stellt sich mir die frage ob die zahlreichen pfade,
die mit highway=track gemappt sind, eigentlich in der regel nicht alle
mit access=private, agricultural=yes versehen werden sollten. oder
gilt hier sowas wie ein generelles wegerecht?

Moment mal. Pfade gehören als highway=path gemappt. Manche von plan.at importierten sind noch highway=track, weil plan.at nicht zwischen track und path unterschieden hat.

Nur wenn sie breit genug sind für ein 2-spuriges Fahrzeug, also Fahrwege (Feldwege, Forststraßen usw.) oder Karrenwege, sind sie highway=track. Die sind normalerweise ohne Einschschränkungen begehbar. Außer wenn eine Tafel "betreten verboten" dort steht oder man über einen Zaun klettern müsste. Aber in diesen Fällen würde ich access=no benutzen. D.h. access=private ist fast immer falsch.

Oft stehen am Anfang von Tracks Fahrverbotstafeln "ausgenommen Anrainer" oder "ausgenommen Anrainerverkehr" oder "ausgenommen Anrainer und Zustelldienste" o.dgl. Im ersten Fall gilt access=yes, (motor_)vehicle=private, in den anderen beiden Fällen access=yes, (motor_)vehicle=delivery. Manchmal ist Radfahren erlaubt, manchmal nicht. Wissen kann man das nur dann, wenn man hingeht und nachschaut. Wenn du nur vom Luftbild abzeichnest, tust du gut daran, aus der access-Gruppe überhaupt keine Tags zu setzen.

Ein Fahrverbot mit Zusatztafel "ausg. landwirtschaftliche Fahrzeuge" sehe ich übrigens selten. Denn dass der Bauer übern Feldweg zu seinem Acker fahren darf, ist ohnehin jedem klar. Manchmal steht auf der Zusatztafel allerdings eine ganze Litanei (z.B.: ausg. Anrainer, landw. Fahrzeuge und Radfahrer).

Auf Forststraßen hingegen steht beim Fahrverbot oft "Forststraße" dabei. Aber auch wenn nichts dabei steht, ist oft offensichtlich, dass das eine Forststraße ist... also (ab dem Fahrverbot) vehicle=forestry.

oft stellt sich mir auch die frage ob die ganzen wege zu und durch die
bauernhöfe als highway=track,tracktype=grade1/grade2 zu mappen sind,
oder als highway=service,service=driveway.

Wenn die Wege länger sind, dann eher highway=track.

Kurze Zufahrten habe ich früher immer mit highway=service gemappt, auch wenn sie unasphaltiert waren. Wenn diese Zufahrten ihrerseits von einem unasphaltierten Track weggehen, schaut ein highway=service in der Karte aber sehr seltsam aus. Außerdem gehen diese Wege oft noch weiter, und dann kann man nicht genau sagen, wo service aufhört und track anfängt. Daher tagge ich Bauernhofzufahrten fast nur noch als Track, außer kurze, asphaltierte.

wenn man mit dem auto zu so
einem bauernhof muss, wie verhalten sich dann da routingprogramme,
wenn es nur einen track zum hof gäbe?

Es heißt immer, wir mappen nicht für die Renderer. Aber für die Router mappen wir ohne Rücksicht. Denn das Routing ist die heilige Kuh der Programmierer. Da ist man bereit falsche Daten zu kartieren, nur damit Fehler in der Routingsoftware umgangen werden. Beispiel Parkplätze bzw. Plätze mit area=yes.

Meine Meinung ist: Bitte das kartieren, was wirklich da ist. Die Router sollen sich nach den Daten richten und nicht umgekehrt.

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