On 11/25/2011 08:43 AM, David Schmitt wrote:
On 2011-11-23 10:16, Norbert Wenzel wrote:
Klar, die Häuserumrisse allein machen keine fertige DB, aber wenn der
User das Gefühl hat nur noch unbedeutende Kleinigkeiten zur DB
beizutragen, wird er sich wohl über kurz oder lang ganz zurück ziehen.

Die Verwendung des Wortes "unbedeutend" ist total unangebracht. Wenn Du
mal versucht hast Dich auf der ViennaGIS ohne Straßennamen und Nutzung
zu orientieren wüsstest Du das. Ich hab' mich gerade im Bereich meines
Büros total auf der Karte verlaufen.

Nur fürs Protokoll: Ich sagte "wenn der User das Gefühl hat nur noch unbedeutende Kleinigkeiten zur DB beizutragen". Das impliziert keinesfalls, dass ich die Änderungen für unbedeutend halte.

Was ich damit mein ist, dass man jetzt noch in seiner Gegend (vielleicht wirklich unnötige) Häuser abzeichnet, aber sich eben dann in seinem Grätzl (in OSM) gut auskennt. Er hat sich so vielleicht das schönere Grätzl gezeichnet als ein Kollege im Nachbarort und hat immer einen Fortschritt gesehen. Dass sowas wichtig ist kann man an den unzähligen "Wie tagge ich x, dass ich es auf der Karte ich wohl kaum seh"-Anfragen bzw. an Tiles@Home sehen, deren wichtigstes Feature es ja mal war schneller als der alte Mapnik zu rendern (und Osmarender wirklich jedes nur erdenkliche Feature rendern zu lassen).

Wenn ein neuer User jetzt nur noch Öffnungszeiten einträgt, dann sollte man sich zumindest überlegen, wie man den Usern ein Erfolgserlebnis abseits von Vollständigkeitsstatistiken visualisieren kann. Vorzugsweise bevor man seine Energie in einen aufwändigen Abgleich von Importdaten steckt.

Der große Vorteil von Crowdsourcing ist ja das zusätzliche Wissen einer
Gegend, die kein Luftbild und kein GIS-Kataster bringen kann: wo ist das
Pub, welche Öffnungszeiten/Website hat der Friseur, wo ist die Einfahrt
der Tankstelle, usw.

Wobei ich der Meinung bin (aber mir ist bewusst, dass ich mit der Meinung zwar nicht allein bin, aber wesentlich klügere Leute an derartigen Projekten schon grandios gescheitert sind), dass gerade Öffnungszeiten etc. vom jeweiligen Betreiber auf seiner Website gepflegt gehören und in maschinenlesbarer Form auswertbar sein sollten. Aber derartige Ideen scheitern ja auch zu einem guten Teil daran, dass die Schemata zu komplex (Taggindiskussion anyone?) sind und es nur wenige Leute interessiert irgendwas einzutragen, was ihnen in ihrer Wahrnehmung jetzt keinen sichtbaren Nutzen bringt.

Es *ist* eine Verschwendung in Österreich - wo die Daten eigentlich eh
vorhanden sind - Häuser mehr schlecht als recht abzumalen, statt den
wirklichen Nutzen der Karte zu fördern.

Da ich es für eine gute Möglichkeit halte neue Leute zum Mappen zu motivieren, die ich wohl kaum dazu bringen würde irgendwelche Öffnungszeiten in eine Datenbank zu tippen um sie dann dort vielleicht noch halbjährlich zu überprüfen, seh ich das anders.

Norbert

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