On 05.07.2013 07:34, Andreas Labres wrote:
Ich mußte mich mit den addr:place-Schema auch erst anfreunden. Mittlerweile
finde ich es aber die beste Lösung, auch leicht durchschaubar: bezieht sich der
Name auf eine Straße ->  addr:street=..., bezieht sich der Name auf ein anderes
in der Nähe liegendes Geonym (= geographischer Name; in AT meist ein
Ortschaftsname, kann aber auch etwas anderes sein, z.B. ein Inselname [das war
wenn ich mich erinnere der ursprüngliche Ausgangspunkt für die Erfindung von
addr:place]) ->  addr:place.

Beim Stammtisch hatte jemand ein Beispiel erwähnt, irgendwo im Waldviertel
gibt's zwei Häuser mit einer Adresse "Irgendwashöhe #" (oder -bühel, -bichl,
weiß nimmer), offenbar heißt der Hügel dort halt so. Jedenfalls gibt's dort
keine Straße, die so heißt. Also addr:place ->  gelöst.

Das lässt sich mit addr:hamlet genauso lösen. Letztlich geht es bei addr:* nur um die Anschrift, und der Bühel selber hat keine Anschrift, sondern nur die Häuser auf dem Bühel; und die bilden in irgendeiner Form eine Siedlung.

Übrigens finde ich es auch gut, dass addr:place eben keine Aussage über den
Detailierungsgrad macht (ist das jetzt eine Einzelsiedlung, ein Weiher, ein
Ortsteil, ein Ort?). Was würde man folgern, wenn addr:hamlet=bla, der place node
bla aber als place=village getaggt ist? Ist das dann eine Nicht-Übereinstimmung?

Die brauchen nicht übereinstimmen, können sie auch gar nicht. Das eine gibt die Siedlungsgröße an, das andere den Ortsnamen in der Anschrift. Und da wir in AT oft 2 Ortsnamen in der Anschrift haben, wie im Beispiel von Linden, und es zugleich 2 Tags für Ortsnamen im addr:-Schema gibt, passt das wie der Schlüssel zum Loch.

--
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