Friedrich Volkmann schrieb:
On 15.02.2018 21:16, Robert Kaiser wrote:
man muss (leider) zu jeder addr:unit-Node die vollständige Adresse mit allen Feldern dazu mappen, denn die OSM-Datenbank ist nicht wirklich dafür gebaut, zu erkennen, dass Tags von anderen Elementen auf diese Node zutreffen könnten.

OSM ist nicht mal eine richtige Datenbank, sondern ein Datenbestand. Sogar schon ein DBMS wie PostGIS stellt Funktionen zur Verfügung, mit denen sich ermitteln lässt, ob ein Objekt innerhalb von einem anderen liegt. Die Attribute eines Gebäudes den Nodes im Gebäude zu vererben ist damit genauso eine triviale Aufgabe wie die Postleitzahlen einer boundary=postal_code an die Objekte in dem Gebiet zu vererben.

Wenn du auf einen Eingang sowohl addr:housenumber als auch addr:unit setzt, wird nur eines davon gerendert. Damit wird dein in <[email protected]> geäußerter Wunsch nicht erfüllt. Nur wenn du die Hausnummer aufs Gebäude und die Stiegennummer auf die Stiege (oder den Eingang zur Stiege) setzt, werden beide Nummern gerendert.

IMHO ist am sinnvollsten die volle Adresse bis zur Hausnummer auf das gesamte Objekt (soweit eine Hausnummer alleine ein größeres Objekt betrifft, sonst ist es wohl am besten, auf einer passenden Stelle für die Hausnummer eine Node zu setzen), und zusätzlich auf jede "Stiege" (bzw. deren Eingang) die volle Adresse bis hinunter zur addr:unit. Dann kann z.B. ein Renderer entscheiden, das am meisten spezifische Tag zu rendern, eine Routing-Software mit einer einfachen Suche in den OSM-Daten die Stiege mit der vollen Adresse finden, usw. Ja, leider ziemlich redundant, aber dafür durchschaubar und gut für Apps auf OSM-Basis zu verwenden.

KaiRo


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