Am 28.8.2018 14:06, schrieb Robert Kaiser:
Einerseits ist in Ö die inoffizielle Übereinkunft, dass Adressen auf das Gebäude getaggt gehören, wenn eindeutig eine 1:1-Relation zwischen Adresse und Gebäude herrscht. Andererseits ist es gegen die OSM-Vorgehensweise, solche Dinge an bestehenden Objekten umzuändern, ohne wirklichen Mehrwert für diese Objekte zu schaffen und auch ohne vorher auf Listen/Foren-Diskussion eine breite Zustimmung zu dieser Änderung bekommen zu haben.
Und ich frage mich ernsthaft: Wer hat diese vermeintlich vorhandene "inoffizielle Übereinkunft" festgelegt? Der Kassenreferent von OSM AT persönlich?
Es wurde hier schon mal von jemanden erwähnt, die Mailingliste hinkt dem ganzen Geschehen und Prozessen um und auf OSM zeitlich einiges hinterher. Wenn ich etwa dich aufgreife, Robert: Sorry das musst du dir jetzt gefallen lassen, aber ich habe dich außerhalb der wohlbehüteten Mailingliste und deiner Position im Verein sonst im Rahmen von OSM sehr selten in Erscheinung treten sehen. Außerdem hast du anscheinend auch den Bezug zum eigentlichen Handwerk hier verloren, dem gewöhnlichem Mappen...
Klar machts MANCHMAL mehr Sinn Adressen aufs Gebäude zu taggen aber dann legt das bitte offiziell fest wann und welche Vorgehensweise hier angebracht ist anstatt sich jetzt plötzlich auf irgendwelche latenten "Regeln" zu berufen, ich kenne jedenfalls keine solche Übereinkunft. Denn oft tritt auch der umgekehrte Fall auf, da ist es sinnvoller ein Node zu setzen. Nur eines von vielen Beispielen: Das Gebäude ist dementsprechend groß und reicht von der ersten bis zur nächsten Straße. Zu besseren Verortung wird nun der Node in die Hälfte des Gebäudes gesetzt, die sich in der Straße befindet, die auch in der Adresse vorkommt.
Und zur angedachten Sperre: Ja natürlich schaden Massenedits häufig der Gemeinschaft. Es ist bedenklich was etwa Facebook aus dem thailändischen Straßennetz gemacht hat und es ist umso bedenklicher wie Facebook über die lokale Community mit ihrem AI-Massenimport drüber fährt (sie taggen zum Beispiel die Hälfte aller Straßen irrtümlich als track weil sie zb unpaved sind und machen einfach damit immer weiter). Geht gar nicht. Passieren tut trotzdem nichts. Vor diesem Hintergrund erscheint mir es jetzt umso unangebrachter die Arbeit eines lokalen Mapper zu reverten der Adressen (deren Erfassung unter den Mappern eh am unbeliebtesten ist) händisch (!) einpflegt. Wir alle nützen den Adress Helper (Anfangs stand auf der Mailingliste ja auch zur Debatte, dass dieser die Import-Richtlinien verletze) und jetzt auch den von Luzandro aufbereiteten Datensatz. Geocodec ist nur etwas aktiver bei der Sache.
Fakt ist, der Adress Helper und die BEV Daten haben die Qualität der Karte in Summe unglaublich verbessert. Zum Glück konnten sie sich trotz der blockierenden Kräfte hier durchsetzen (wie erwähnt, ich erinnere mich noch sehr gut an die anfängliche, argwöhnische Skepsis hier auf der Mailingliste).
Klar ist auch, dass Geocodec häufig einen despektierlichen Umgangston zu hegen pflegt und einfach kooperationsunwillig bleibt. Aber er hat bisher wertvolle Arbeit geleistet. Bei einem Verstoß gegen die Netiquette ist vielleicht eine Sperre angebracht, seine Arbeit zu reverten wäre ein ziemlich vergeltungssüchtiger, armseliger Zug. Kategorisch angewandt müssten infolgedessen alle Einträge mit dem Adress Helper und dem Datensatz untersagt werden.
lg Robert Müller _______________________________________________ Talk-at mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-at
