Wie man an der Anzahl an Edits in OpenStreetMap Österreich sieht, hält sich
hierzulande die Zahl an Craftmappern in Grenzen, umso wichtiger sind
automatisierte Verfahren.

Die Prämisse mag stimmen, die Schlussfolgerung teile ich nicht (mehr).

OSM ist kein Unternehmen oder eine vergleichbare Organisation, in der Ressourcen - zentral gesteuert - auf ein Ziel hin eingesetzt werden können. Es ist eine Gruppe von mehr oder weniger ähnlich gesinnten Personen, die aus persönlichen und/oder kommerziellen Gründen freiwillig lose zusammenarbeiten. Was immer dabei heraus kommt, ist es eben. Der Anspruch, der sich aus Deinen Beiträgen herauslesen lässt, ist Dein ganz persönlicher Wunsch, wie OSM sein sollte, nicht der Anspruch von OSM.

Gibt es zuwenige Mapper, dann wird eben weniger gemappt (so bedauerlich das sein mag). Nehmen wir mal an, alle verfügbaren öffentlichen Daten würden nach OSM importiert. Was dann? Wir hätten einen riesigen, nicht verwaltbaren Datenfriedhof, und noch weniger Mapper. OSM ist als Mitmach-Plattform gedacht und hat keine Strukturen zum Verwalten solcher Datenmengen (Import, Abgleich und Verbindung mit vorhandenen Daten, QS, Pflege,...). Vielleicht ist das alles eines Tages überholt (was schade wäre) - Kritikpunkte und Krisensignale gibt es ja noch mehr (siehe z.B. https://blog.emacsen.net/blog/2018/02/16/osm-is-in-trouble/).

Imports sind sowieso gründlich zu überlegen, werden aber - besonders wenn unabgestimmt und ohne Rücksicht auf andere Beteiligte durchgeführt - immer zu Konflikten führen, nicht zuletzt, weil OSM eben nicht für Imports konzipiert ist. Weniger- und das gut - ist manchmal mehr.

LG
Wolfgang




_______________________________________________
Talk-at mailing list
[email protected]
https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-at

Antwort per Email an