Hallo, > Es geht doch (zumindest mir) nicht darum, strikte Festlegungen a la > "wenn die Straße über 3,5m breit ist und nicht älter als 5 Jahre ist, > muß es xy sein" zu treffen - z.B. die ganze highway=xy Diskussion > neulich ging mir ziemlich irgendwo vorbei. Das ist momentan so erstmal > verwendbar und wird sich im Laufe der Zeit schon einpendeln
Dann sind wir uns ja einig. Aber es gibt ja eine Anzahl von Leuten, die der Ansicht sind, dass es eben NICHT momentan so erstmal verwendbar ist, sondern dass es ueberhaupt gar keinen Sinn hat, angesichts der momentanen Situation irgendwelche Software zu entwickeln. Und dem widerspreche ich entschieden. > Aber das jeder dritte Mapper in Zukunft seine eigenen Tags z.B. für > Hausnummern erfindet, und die jeweiligen Tags unbedingt dann auf ewig so > bleiben müssen - muß doch nun wirklich auch nicht sein. Auch das wuerde ich nicht fordern. Ich wuerde aber auch nicht den Anspruch haben, im Elfenbeinturm klare Regeln fuer das Tagging von Hausnummern zu entwickeln - sondern einfach > erstmal rumexperimentieren um herauszufinden was funktioniert > und was nicht und spaeter sieht man dann schon, was taugt und was nicht. Dann macht man sein Navi-System halt so, dass es nur das Schema nutzt, was taugt, und gut is'. Den Neulingen sagt man dann nicht: "Ihr MUESST das und das so und so machen", sondern "wenn ihr das und das so und so macht, dann klappt es prima mit dem Navi-System". Es wird auch in Zukunft kein "falsch" und kein "richtig" geben beim Tagging, aber durchaus ein "wenn Du so taggst, dann kann die verbreitete Software damit was anfangen". Wie jetzt auch schon. Bei uns werden die Standards nicht am Schreibtisch gemacht, und nachher kann die Standard-Erfindungs-Leitungs-Kontroll-Organisation dann dem Software-Entwickler sagen, dass er was falsch gemacht hat, und dem Tagger auch. Bei uns entwickelt sich das. Ist das so schlimm? In einem kommerziellen Umfeld ginge das nicht, da muesste man seine Software irgendwie mit einem Versprechen ausstatten: "Alles, was RICHTIG getaggt ist, verarbeteitet diese Software auch, ansonsten Geld zurueck!". Deswegen muss es in dieser Welt dann auch Normen und Standards geben. Wir haben das nicht noetig, wir muessen unsere Entwicklung nicht in kuenstliche Versions-Spruenge packen, damit die Zertifizierungsbehoerden hinterherkommen. Ich weiss echt nicht, was das Gemecker staendig soll. Eventuell druecke ich mich einfach zu unklar aus. Natuerlich will ein Neuling wissen, wie er irgendwas taggt, damit er "mit dem Strom schwimmt". In dem Buch, das ich gerade mitverfasst habe, ist natuerlich ein Riesenkapitel ueber alle erdenklichen Taggingdetails drin, von der einfachen Kreuzung ueber hoehenseparierte Uebergaenge, Kreisverkehre mit "Fan-Out", Abbiegespuren, Wendehammer - wenn irgendjemand hier ernsthaft glaubt, ich wuerde da hinschreiben "taggen Sie das einfach so, wie sie wollen", dann ist das ein grosses Missverstaendnis. Andererseits bin ich halt auch dagegen, den Leuten was zu predigen von wegen sie seien hier die Datenerheber fuer einen mathematischen Optimierungsprozess, und wenn sie was falsch machen, dann gibt 4+4 ploetzlich 7. Wenn ich hier gegen den staendigen Ruf nach festen Regeln wettere, dann doch nur, weil ich in diesen das "Grain of Salt" vermisse. Fuer unser Projekt sollte 4+4 so irgendwo zwischen 6 und 10 liegen, das reicht schon fuer den Welterfolg. Ich faende es schade, wenn das Projekt starre Strukturen entwickeln wuerde, bloss weil einige partout meinen, das Projekt muesste genau so ablaufen wie ihre 13 vorherigen "professionellen" Projekte. Bye Frederik -- Frederik Ramm ## eMail [EMAIL PROTECTED] ## N49°00.09' E008°23.33' _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

