Hallo, > Jupp, auch die GDF-Daten der beiden Grossen lassen von der "Functional > Road Class" nicht direkt auf Geschwindigkeiten bzw. Reisezeiten > ableiten, da die FRC nur etwas die Wichtigkeit der Strasse im > Gesamtnetz aussagt. Wo also kaum Autobahnen sind, wird auch eine > eigentlich untergeordnete Strasse fuer eine Verbindung wichtig. Nur > zusammen mit anderen Attributen (Form-of-Way, innerorts vs. > ausserorts, Kurvigkeit, Anzahl Kreuzungen etc.) bekommt man gute > Kanten-Reisezeiten.
Stimmt und deshalb geht mein Vorschlag dahin, ein paar Attribute einzuführen, die im Gegensatz zu 'highway' einigermassen exakt definiert sind und sich mit diesen Punkten beschäftigen. Ich baue keinen Router auf der highway-Info auf, weil ich nicht weiss, was sich der Mapper bei seinem Eintrag gedacht hat. Die statische Reisezeit (ohne Staus, etc.) wird ganz wesentlich von drei Bedingungen beeinflusst: Ausbau, Vorfahrt und Restriktionen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen. Kurvigkeit ist eine ganz spezielle Geschichte und geht ja direkt aus dem Verlauf hervor. Im derzeitigen Zustand der Karte findet der Router wichtige Verkehrsbeziehungen nicht, weil sie aus der administrativen Zuordnung nicht hervorgehen. Ein schönes Beispiel ist die Umgehung von Rosenheim (OBB). Die ist derzeit als secondary drin und war schon mal tertiary. Damit ist sie nicht mehr aus dem normalen Hauptstraßengewirr herausgehoben und der Router schickt die Leute auf dem kürzesten Weg durch die Stadt, also mitten durch den Rummel mit vielen Ampeln. Alles was ich will ist, dass der Mapper (und damit auch ich ;)) ein Werkzeug an die Hand bekommt um auf die Straße zu schauen und die in OSM beschreiben: Das ist eine etwas breitere Kreisstraße die in diesem Bereich kreuzungsfrei ausgebaut ist und sehr verkehrswichtig ist. Solange er sich entscheiden muss, ob der jetzt trunk, secondary oder tertiary ist und jeweils wichtige Detailinfo auf der Strecke bleibt, ist das Verfahren suboptimal. Im Fall der Umgehung von Rosenheim bedeutet die derzeitige Einordnung, dass alle Routen die Rosenheim queren nicht die sind, die ein Anwender erwartet, der auf schnellstem Weg weiter will. Kleine Ursache, grosse Wirkung. Konkreter Vorschlag: highway bleibt secondary frc beschreibt die Wichtigkeit und divider beschreibt die kreuzungsfreiheit. > Die von einem Router berechnete Gesamtreisezeit wird ueblicherweise > nur einige Prozent von der real benoetigten Reisezeit abweichen, > solange man keine Staus und andere Stoerungen hat. Will man bessere > Werte, d.h eine geringere Abweichung muss man so oder so dynamische > Reisezeiten verwenden, d.h. zumindest tageszeitabhaengige Ganglinien, > um so die ueblichen Pendlerstroeme mit einzubeziehen ... so wie dies > auch (alle? die meisten?) aktuellen Router/Navis machen. Na ja, über die Qualität des dynamischen Routings kann man sich streiten. Da ist wohl auch bei den grossen mehr Schein als Sein. Statistische Verfahren funktionieren so la la und die direkte Ableitung aus den Verkehrsmessgrößen (Induktionsschleifen/'Ufos') ist auch nicht viel besser. Grüsse Hubert -- GMX FreeMail: 1 GB Postfach, 5 E-Mail-Adressen, 10 Free SMS. Alle Infos und kostenlose Anmeldung: http://www.gmx.net/de/go/freemail _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

