Ich habe wegen meiner Kritik an Potlatch schon vor einiger Zeit von Richard einen Rüffel einstecken müssen. Ich habe daher um des Friedens willen das Ganze auf sich beruhen lassen. Der ID-Editor verschärft dieses Problem IMHO jetzt nochmals.
Eines vorab: Ich schätze Richards großen Einsatz für OSM. Aber was die Meinung über die Sicherheitsmaßnahmen in Editoren gegen unbeabsichtigte Zerstörungen an der Datenbank angeht, gehen die Meinungen auseinander. Daher bitte ich um Drittmeinungen: In ID ist es durch die umringenden Icons jetzt für Anfänger noch einfacher als in Potlatch, versehentlich etwas zu löschen oder die Fahrtrichtung umzudrehen - mit entsprechenden Folgen für alle forward und backward Angaben. Diese Fehler sind zudem z.B. für maxspeed nur durch intensivste Analyse und eigentlich nur durch vor-Ort Recherche wahrnehmbar und korrigierbar. Da nimmt man Arbeit und Kosten auf sich, um ein kilometerweites Netz abzufahren und maxspeed detailliert zu dokumentieren - und dann so ein Editor. Wisst ihr einen anderen Weg für den Mapper, solche Umkehrfehler wahrzunehmen, ohne das Netz erneut abzufahren? Auch bei Relationen kommt keinerlei Warnung bei Löschen eines Teilstückes. Auch hier: Es kostet große Mühen, eine lange Fahrradroute, Grenze oder gar Europastrasse in eine Relation zu bekommen. Hier wird stunden- oder tagelange Arbeit mit einem Klick kommentarlos zerstört. Auch diese Fehler sind für Andere kaum wahrnehmbar. Das Ganze wird mit dem Argument getan, dass man Anfängern entsprechende Fehlermeldungen nicht zumuten kann. So etwas demotiviert Mapper, die sich dem Maintaining eines Bereiches verschrieben haben - insbesondere dann, wenn sie auf mehrere zig Quadratkilometer die einzigen dauerhaften Mapper sind. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

