Hallo,

am 11.01.2014 17:34 schrieb cracklinrain:

ich frage mich schon seit längerem was der Gebäudeweg in OSM darstellt
und kann mich nicht erinnern im Wiki schon einmal etwas dazu gelesen zu
haben.

Hausumringe, die Außenlinie des Grundrisses an der Geländeoberkante sind die Geometrien, die in herkömmlichen Karten und Plänen enthalten sind. Und OSM sollte sie m. E. ebenso verwenden.

Bei nicht ausreichend kritischem Umgang mit Luftbildern (die Gefahr ist besonders groß bei der Arbeit am 3D-Modell) kommt es leicht zu einer Verfälschung der Grundrisse. Luftbild-Mapping zeichnet Dächer. Anpassung an den Grundriss ist schwierig bis unmöglich. Folgende Fehlermöglichkeiten bieten sich an:

 *

   Falsche Lage. Luftbilder sind systematisch weniger korrekt und
   weniger präzise als die Ergebnisse der (amtlichen) Vermessung am Boden.

     o Luftbilder sind oft Schrägbilder. Manchmal kann man keine
       Grundlinie erkennen oder die Anpassung wird einfach unterlassen.
     o Luftbilder werden nachräglich entzerrt und dann georeferenziert.
       Damit treiben die Katasterverwaltungen einen Riesenaufwand,
       leistet sich Bing diesen hohen Aufwand?
 *

   Zu große Geometrie durch

     o Dachüberstände
     o perspektivische Verzeichnung (Projektion) - umso größer, je
       größer der Abstand Boden-Dachfläche und je geringer die Flughöhe.

Im Wiki (DE:Building) ist - m.E. völlig zutreffend - zu lesen: "Wenn möglich sollte der gezeichnete Umriss der Außenwand am Boden folgen, also z.B. Dachüberstände aussparen." Aber wir können ja auch beschließen, dass OSM nicht den Anspruch auf möglichst richtige Kartografie hat.

Dachflächen sind gut für spezielle Anwendungen. Auf einer Landkarte oder in einem Stadtplan würde ich sie nicht erwarten.

Gruß
nk

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