Hallo.

Entschuldigung für die lange Antwort und ich hoffe die Formatierung passt 
dieses mal.

Am Dienstag, 9. Dezember 2014 17:55 schrieb 715371 <[email protected]>:
 > Mit Taginfo kann man folgende Zahlen ermitteln:
 > 
 > Separat erfasst:
 > footway=sidewalk     143 686
 > footway=crossing      86 541
 > 
 > An Straße erfassst:
 > sidewalk=none        222 954
 > sidewalk=both        143 254
 > sidewalk=right        63 796
 > sidewalk=left         30 027
 > ...
 > footway=both  12 357
 > ...
 > 
 > Wenn man sich vor Augen führt, wie stark segmentiert das separate
 > Erfassen ist, kann man footway=crossing auch weglassen und
 > footway=sidewalk wenigstens halbieren, weil auf ein sidewalk=both etwa
 > zwei highway=footway gerechnet werden müssen.

Hmm. Ich hätte jetzt eine andere Schlussfolgerung gezogen, nämlich dass man die 
Zahlen bei sidewalk=* verringern müsste und zwar Aufgrund von Wegtrennungen 
durch turn:lanes, parking:lane, maxspeed, etc.
Einen Faktor mag ich jedoch nicht abschätzen.

 > Alle übrigen Wege, die nicht diese Tags haben, haben keine weitere
 > Berücksichtigung verdient - weil sie falsch getaggt sind.
 > 
 > Allerdings ist die Qualität der Beiträge, die ich gesehen habe, nicht
 > ausreichend. Meistens fehlen Verbindungen zwischen Fahrbahn und
 > straßenbegleitenden Wegen. Ich habe das an sehr vielen Stellen
 > festgestellt. Es ist eben nicht einfach mal eben damit getan einen Weg
 > einzuzeichnen und ihn richtig zu taggen.

 + 1. Da Stimme ich dir voll zu. Das korregiert man dann einfach. Ich sag nur 
highway=road

 > Aus meiner Sicht müsste ein Schema einen einfachen Zugang anbieten.
 > Das tut es nicht. Es macht nur alles komplizierter und aufwändiger.
 > Wenn man es an die Straße taggt ist das nicht so.

Ja stimmt, aber man hat auch weniger Informationen. Ich denke man sollte die 
Sache sequenziel aufbauen. Einer fängt einfach an, und nach und nach wird es 
mehr (und leider auch komplizierter).
Im speziellen Fall schwebt mir als Kompromis eine Art Doppelrepresentation vor. 
Also sowohl sidewalk=* als auch highway=footway + footway=sidewalk. Wie genau 
das ausehen kann, muss noch diskutiert warden. Das seperate Eintragen einfach 
zu untersagen, ist natürlich die einfachere Lösung.
 
 > Ohne abzusteigen... Der gesamte Bereich müsste für Fußgänger
 > zugänglich gemacht werden. So ein paar Einfahrten und Kreuzungen
 > genügen da nicht.
 > Man müsste den Straßenraum als Einheit, als gesamtes erfassen.
 > Fußgänger dürften überall hin und würden nur noch von Barrieren
 > aufgehalten - die dann zusätzlich erfasst werden müssen.
 > 
 > Nicht, dass ich mir so etwas wünschen würde.

In der Forum Diskussion wurde eine Möglichkeit vorgestellt, wie ein Router bei 
highway=footway + footway=sidewalk durch schlagen von Orthogonalen alle x Meter 
eine ständige Querungsmöglichkeit schafft.

 > Schiffe als Gebäude einzuzeichnen scheint ja laut Wiki OK zu sein -
 > auch wenn ich das ein wenig zweifelhaft finde. ;)

Hängt glaube ich davon ab ob es sich noch bewegt. Es gibt in Rostock ein paar 
Museumsschiffe die ständig vor Ankerleigen. 
OT: Und auch dort bleiben solltenm, da sie sonst sinken. 
(http://www.spiegel.de/panorama/fahrt-zur-verschrottung-georg-buechner-vor-polen-gesunken-a-902980.html)

 > Vom Ansatz her ist es aus meiner Sicht zu detailliert, wenn man die
 > Bordsteinkante als Anlass für einen eigenen Weg nimmt. Es wäre
 > eleganter zu sagen, dass dort ein Bürgersteig ist (mit sidewalk=both).
 > In der Praxis gibt es unvorhersehbare Probleme, die das Problem einer
 > Bordsteinkante übertreffen (siehe oben).

Da bin ich anderer Meinung. Klar gibt es Probleme, aber die kann man zu lösen. 
Das Versuche ich hier. Ich halte es für besser eine Nachfrage (hier das 
seperate Mappen) zu befriedigen, als etwas zu verbieten. Das Eintragen von als 
sidewalk=* ist aus meiner Sicht nur eine unzureichende Möglichkeit.
 
 > Die Karte finde ich gut. Allerdings ist das nicht was angestrebt ist
 > und weitaus schlechter als würde man cycleway=* oder sidewalk=*
 > benutzen.

Die Karte ist nur als Konzept zu verstehn und noch lange nicht fertig. Sowohl 
hinsichtlich des Taggings als auch des Renderings. Außerdem felht z.B. die 
Ledende noch.
Kritik und Anregungen nehme ich gerne entgegen. Ich bin aber gerade damit 
beschäftigt den Code von Maperitive in CartoCSS zu übersetzten, was etwas 
schwieriger ist, als erwartet.

 > Auf höheren Zoomstufen erkennt man nur noch Radwege - keine
 > Straßennamen oder überhaupt den Unterschied zwischen eigenständigen
 > Wegen und Straßenbegleitenden. Als Radfahrer ist meist mehr als nur
 > die Radfahranlage interessant.
 
Das mit den Straßennamen ist abschicht und der besseren Lesbarkeit geschuldet. 
Bei den Unterschied der Darstellungen gibt es ab Zoomlevel 17 die 
straßenbegleitenden highway=path/cycleway und sonst cycleway=* ohne 
cycleway=track/sidepath. Bei Zoomlevel 15/16 werden nur eigenständige 
highway=cycleway/path dargestellt, alles Anderen als cycleway=* seitenrichtig. 
Bei Zoomlevel 13/14 wird es nur noch auf der Straße dargestellt. 
Im Monet unterschiede ich nicht benutzungspflichtig (hellblau), 
benutzungspflichtig (dunkelblau), Radweg/Radfahrstreifen (durchgezogene Linie), 
Schutzstreifen (dashed line), freigegebener Gehweg (dotted line), auf 
Hauptverkehrsstraßen Max 50km/h (organge), max 30 km/h (grün), Radverkehr 
verboten (Rot).
Achso, Grundlage meines Tagging sind Infos des Lübecker Schemas, also 
vorhandenes tagging. Sowie einen (selbst eingeführtes, temporäres, 
undokumentiertes) Key "is_sidepath", der mir die Information darüber liefert, 
ob ein Weg straßenbegleitend ist oder nicht.

 > Was halt von den Mappern nicht erreicht wurde ist aus meiner Sicht, 
 > dass es zuverlässig ist.
 > Wenn ich mir die OSM-Daten dazu in Rostock anschaue, sehe ich da
 > direkt das Problem, dass eben nicht klar ist, ob ein Gehweg nun durch
 > Bordstein oder tatsächlich von der Straße getrennt ist. Das kann man
 > auch nicht durch irgendwelches Rendering wegbekommen. Da fehlen dann
 > Tags - owbwohl es schon so viele sind - und Wege.

Naja, wenn man davon ausgeht, dass ein Bodstein eine Trennung ist, dann stimmt 
das schon. Wie gesagt würde, ich mich nicht dagegen sperren, sondern es 
versuchen in eine Bahn zu lenken, die allgemein akzeptabel ist. 
footway=sidewalk ist ja schließlich ein akzeptierter (?,approved) Key, der 
dafür schon 2011 eingeführt wurde. Bei sidewalk=* bin ich gerade verwirrt, auf 
der Wiki Seite (http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:sidewalk) steht als 
Status "approved" steht, bei den Proposals 
(http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Proposed_features/Sidewalk) ist aber bisher 
nicht darüber abgestimmt worden und ein Anderes habe ich nicht gefunden. Davon 
abgesehen ist es jedoch unbestreitbar "in use".

 > Und dann wird man beim Routen mit simplen Algorithmen nicht mehr weit
 > kommen. Man _muss_ sehr komplexe Algorithmen benutzen. U. a. weil
 > Mapper Wege auch nicht mehr mit der Fahrbahn verbinden werden (weil
 > sie es nicht wissen oder vergessen).

Schon möglich, aber das gibt es bei Routern auch jetzt schon. Ich setzt dann 
den Start/Endepunkt nicht auf ein Gebäude, sonder einfach auf die Straße davor.

Gruß Hubert


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