-------- Original-Nachricht -------- > Datum: Wed, 18 Jun 2008 16:19:19 +0200 > Von: Bernhard Seckinger <[EMAIL PROTECTED]> > An: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <[email protected]> > Betreff: Re: [Talk-de] Grünflächen in Orten: Buschwerk und landuse != > village_green
> > Sieht in der Rendererdarstellung schön aus, ist aber eigentlich falsch, > weil > > sich die Straße auf die Mittellinie bezieht und die Fläche da nicht > anfängt. > > Ein Vergleich: Nehmen wir mal eine große Straße, in die eine > Seitenstraße > einmündet. Da die Seitenstraße nur bis zum Rand der großen Straße > führt und > nicht bis zu dessen Mitte, darf ich, wenn ich deine Argumentation anwende, > die > Seitenstraße auch nicht mit der großen Straße verbinden. Das ist, da > stimmst du > mir hoffentlich zu, natürlich großer Quatsch. In der üblichen Modellvorstellung hört die Nebenstraße nicht am Rand auf, sondern geht zum Mittelpunkt durch. > Ganz genauso sieht es aber mit einer Straße neben einer Fläche aus: Wenn > ich > die Nodes wiederverwende, füge ich in die Daten die zusätzliche > Information > ein, dass die Fläche an die Straße angrenzt, ganz genau so, wie das auch > mit > der Seitenstraße ist - ich benutze dort auch den Node der großen > Straße, damit > ich die zusätzliche Information angebe, dass die Seitenstraße mit der > großen > Straße verbunden ist. Deshalb das 'eigentlich falsch'. Kann man vielleicht auch so übersetzen: 'Macht ausser OSM keiner, weil leicht irreführend und man kann sich eine Menge Ärger einhandeln'. Gut, OSM liebt diesen Ärger, oder besser man verschiebt den Ärger auf einen Anwendungsentwickler, der sich mit dem kruden Datenmodell dann rumschlagen muss. > Etwas abstrakter ausgedrückt: Wir mappen nicht 1:1 (das wäre > Areamapping), > sondern topologisch; eine Straße ist dann nur noch ein eindimensionales > Objekt, > welches erst im Renderer durch hinzufügen einer Breite wieder ein > zweidimensionales Objekt wird. Jup, nur dass die Breite (falls überhaupt, sonst default) als zwei parallele Linien parallel zur gegebenen Mittellinie interpretiert wird und eine Flächenbegrenzungslinie als 'as is'. Der Renderer hat damit übrigends wenig damit zu tun, denn die geometrische Natur der Straße existiert auch ohne ihn. Was die üblichen Renderer machen ist eine extreme Überhöhung der Breite und das aus rein optischen Gründen. Um auf den echten Straßenrand zu kommen muss man im realen Koordinatensystem, also nicht in der bildlichen Darstellung, nur die parallele Linie rechnen. In diesem Sinne ist die Straße natürlich schon 2-dimensional beschrieben nur eben über das geometrische Modell, das in der expliziten Form bei OSM leider fehlt. > > Ergo: Nodes für Flächen und Straßen gemeinsam zu nutzen entspricht > unserem > Datenmodell und ist deswegen korrekt. Wie gesagt, 'eigentlich falsch', da es in OSM per Definition kein falsch oder richtig geben darf und jeder macht, was er will *g* Grüsse Hubert -- Psssst! Schon vom neuen GMX MultiMessenger gehört? Der kann`s mit allen: http://www.gmx.net/de/go/multimessenger _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/cgi-bin/mailman/listinfo/talk-de

