-------- Original-Nachricht -------- > Datum: Sun, 5 Jul 2009 21:28:51 +0200 > Von: Christoph Eckert <[email protected]> > An: Openstreetmap allgemeines in Deutsch <[email protected]> > Betreff: Re: [Talk-de] OSM als Beispiel für gescheiterte Basisdemokratie
> ich stehe noch immer auf dem Schlauch. Hättest Du gerne einen Zusatztag > (AFAIR > no), oder willst Du, dass trunk nur für kreuzungsfreie Straßen verwendet > werden sollte? Kein Problem, irgendwie versteh ichs auch. Die Tradition nur noch um die Ecke zu denken ist in OSM so verbreitet, dass die grade Linie etwas untergeht ;) Ich will nichts anderes als dass der Zustand 'diese Strasse ist kreuzugnsfrei ausgebaut' eindeutig auslesbar ist. Wenn trunk so überladen ist, dass es keine eindeutige Zuordnung zulässt, sollte man es eben in Deutschland nicht verwenden - in GB gibts ja scheinbar eine Bauvorschrift dazu. > Ich nehme an, Du hebst auf tracktypes und surface=irgendwas ab? Ja, dass die Oberfläche einer Schotterpiste anders beschrieben wird, wenn sie zu einem Weiler führt (unclassified/service, surface=xxx) oder in den Wald (track=xxx grade=yyy). Das bedeutet, dass das Vorhandensein des Weilers, bestimmter Schilder (frei für Forstwirtschaft, etc.) Einfluss auf eine ganze Gruppe von Tags hat - und ums nochmal zu betonen: bei Schotterpisten die für den Beobachter praktisch identisch sind. Ich finde, dass Funktion und deutlich sichtbarer Zustand das sind, was der Mapper vor Ort am besten eindeutig beschreiben kann - warum bildet das das Mappingschema nicht ab? Warum Querbedingungen, die einer beachtet und ein anderer nicht? > Aber: Die Dinger sind halbwegs schlüssig definiert. Man kann also vom > tracktype > schon halbwegs auf den Oberflächenbelag schließen. Wenn du mich verstehen willst, wovon ich ernsthaft ausgehe, dann musst du dich in die Gedankenwelt des Lesenden versetzen, nicht des Eintragenden. Der Eintragende sieht surface und/oder grade und sucht sich aus, was ihm gefällt. Der Lesende dagegen müsste nun alle möglichen Kombinationen beachten und jede Variation bewerten, nur um dann trotzdem nur einen Teil richtig erfassen zu können. Für mich ist es keine blanke Theorie, weil ich schon Auswertemodelle für OSM entworfen habe - so richtige Freude kam da nicht auf. 'grade' mag nicht sprechend genug sein und 'surface' zu unbeliebt - aber warum macht man den Einsatz der Konzepte davon abhängig, wohin die Piste geht? > Es spricht ja nichts > dagegen, dass wir künftig noch ein zusätzliches surface-Tag > 'dranhängen. Und genau da bin ich skeptisch, dass das funktioniert, ausser das 'wir' bezieht sich auf uns beide ;) Mapper brauchen Motivation und immer wieder noch was dranhängen ist wohl nicht die ideale Lösung. > Ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir in der Lage sind, unsere Tags > anzupassen, wenn es nötig ist. Es ist ja nicht so, dass highway=motorway > bei > Vollmond ein Radweg und bei Neumond eine U-Bahnlinie ist. Nicht? Jetzt kann ich wenigstens ruhig schlafen ;) > Ich schweife ab. Du willst also entweder einen Zusatztag an einer Straße, > der > etwas über die Kreuzungsfreiheit aussagt, oder eindeutig festgelegt > haben, > welche Straßentypen implizit kreuzungsfrei sind. Sehe ich das richtig? Das triffts relativ gut, wobei es eben einige solcher Baustellen gibt. Was Reisezeitmodelle betrifft ist es einfach wichtig zu wissen, ob ich alle 300 Meter von 80 auf 0 km/h runter muss, oder ob ich mit 70km/h hinter dem Laster durchrollen kann. Und Autofahrer/ Motorradfahrer/Radfahrer/Rollstuhlfahrer/Skater/Fussgänger oder was sich sonst noch auf Strassen und Wegen bewegt interessieren sich manchmal stark dafür, ob sie mit 15 oder 60km/h, mit Gelenkverstauchung oder garnicht über die Distanz kommen, also ob Belag drauf ist oder eben nicht. Grüsse Hubert -- Neu: GMX Doppel-FLAT mit Internet-Flatrate + Telefon-Flatrate für nur 19,99 Euro/mtl.!* http://portal.gmx.net/de/go/dsl02 _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

