On Tue, 7 Jul 2009, Alexander Zipf wrote:

In seiner Diplomarbeit arbeitet Dennis Zielstra an einer Quantifizierung
der Datenqualität von OSM im Vergleich zu kommerziellen Daten. Ein sehr
frühes erstes Zwischenergebnis wird auf einem Poster auf der AGIT
vorgestellt.
Da das einige hier interessieren könnte, anbei ein Screenshot (statt
wilder handycamshots...)

http://www.geographie.uni-bonn.de/karto/zipf/tmp/AGIT-Poster-Zielstra.OSM-Datenqualitaet.09.JPG

Das vermutete Stadt-Land-Gefälle wird recht deutlich und nun
quantifizierbar. Wahrscheinl. wären auch relative statt absolute
Darstellungen interessant, aber aus Zeitgründen zunächst erst diese
Version in Anlehnung an die Arbeit von Hacklay.
Weitere Untersuchungen werden folgen - dazu dann mehr wenn es soweit ist.

Eine Anmerkung: Die Datenqualität anhand einer Pufferzone 10m um TeleAtlas zu bestimmen ist schon etwas gewagt. Das klappt nur dort, wo TeleAtlas eine Erfassung des Straßenbestandes mit Ihren modernen und differentiellen Verfahren machte. Ansonsten kenne ich Gebiete, wo TeleAtlas problemlos 100 Meter oder mehr daneben liegt.

Wenn nicht amtliche und aktuelle Daten genommen werden (z.B. Katasterkarten) wird eine solche Untersuchungsmethode alle Fehler von TeleAtlas an OpenStreetMap zuweisen, was insbesondere wieder den ländlichen Raum trifft.

Auch die Erwähnung der Stichstraßen ist kritisch. Hier in der Gegend hat TeleAtlas in Dörfern fast alle Hofeinfahrten im Bestand (wahrscheinlich vom Luftbild erstellt). Weil OSM ja den Anspruch hat alles zu erfassen, werden wir die auch irgendwann haben, aber in einer Straßenkarte sehe ich die immernoch als seltsam an.

Fazit: Ich hoffe die Diplomarbeit enthält auch eine kritische Betrachtung der TeleAtlas-Daten und übernimmt diese nicht unreflektiert als Referenz.

Ciao
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