Moin Martin Koppenhoefer schrieb: > Am 22. Juli 2009 22:58 schrieb Heiko Jacobs <[email protected]>: >> Das in Osmarender eingebaute Symbol für Dämme und Einschnitte wird, >> wie das dem Mapnik-Kliff-Symbol ähnlich aussehende Damm- und >> Einschnittssysmbol m.E. eigentlich nur für wirklich geböschte >> Dämme und Einschnitte verwendet. > > Moment, eine Böschung und ein Einschnitt sind doch 2 verschiedene > Dinge, darum geht es mir ja gerade. Eine Böschung ist mehr oder > weniger steil, aber nicht senkrecht. Ein Einschnitt ist hingegen eine > Spalte, Kluft etc. Zumindest habe ich das bisher so gesehen - > Wikipedia klärt jetzt: http://de.wikipedia.org/wiki/Einschnitt (meine > Sicht ist die geologische, beim Straßen- und Wegebau geht es "um einen > künstlichen Graben zur Verringerung des Gefälles").
Deine Sicht ist auch die des Straßenbaus, schließlich ist Dein Bsp. eine Straße ;-) Im übrigen ist im Deutschen auch für mit Böschungen ins Gelände gebuddelte Straßen und Bahnen der Begriff Einschnitt gebräuchlich. Das Begriffspaar cutting/embankment so wie im OSM-WIki präsent, findet sich in der engl. Wikipedia jedenfalls im Verkehrswegebau wieder http://en.wikipedia.org/wiki/Cutting_%28transportation%29 http://en.wikipedia.org/wiki/Embankment_%28transportation%29 Die dürre beschreibung im OSM-Wiki verweist auch auf Verkehrswege: Signifies that a linear feature, e.g. a road, cuts into the surrounding land. A raised bank to carry a road, railway, or canal across a low-lying or wet area. Geologische Sichtweisen haben damit wenig zu tun... Dämme dürften dabei zu 99% geböscht sein, Einschnitte je nach Untergrund mögen auch schon mal steil im Fels vorkommen... Nur bei Platzmangel hilft man mit Mauern nach... >> Ich habe mal eben einen Blick auf >> die amtl. topogr. Karten und auf den 1965er Stadtplan auf >> geodaten.karlsruhe.de geschaut und in beiden wird es nur für solche >> Fälle verwendet. >> In Fällen wie Deinem mit senkrechter Mauer wird bspw. mit dickerem >> Strich gearbeitet: >> http://geodaten.karlsruhe.de/stadtplan/index.jsp?x=3456460&y=5430000&bbox=500&layer=10 >> hier in der Variation "schattenartig" > > so ein feature wie eine Böschung grafisch zu überhöhen macht aber m.E. > überhaupt keinen Sinn, das wirst Du auch in anderen Karten nicht > finden (oder hast Du ein Beispiel?). Wenn ich mir mal die TK50 Blatt Karlsruhe von 2003 anschaue...: Südtangente nahe der Burgau 1,8mm samt Böschungssysmbol = 90 m, real max. 50 Bahnstrecke nahebei 1,0 mm = 50 m, real 25 m Feldweg auf Rheindamm, 2. Verteidigungslinie 0,6 mm = 30 m, real 15 m Wobei das alles nicht so aussieht, als hätte man die Realität in die Breite des Böschungssysmbols gesteckt, sondern eher danach, als hätte man unabhängig von der realen Höhe/Breite der Böschung gemalt. Auf jeden Fall wurde überhöht, Straße wie Böschung. Die Südtangente alleine dürfte 0.9 mm Symbolbreite haben = 45 m bei real so 29 m. Wäre die Böschung nicht mit überhöhter, sondern realer Breite drin, würde man sie nicht sehen... > Sieht man sich den Sinn des > Einschnitts an (Verringerung der Steigung eines Wegs) wird auch klar, > dass die Böschungen praktisch nie parallel zum Weg laufen werden, wie > derzeit gerendert. Vielmehr laufen sie auf Null (wo der Einschnitt > beginnt und endet, zur inhaltlichen Vertiefung s. ->kotierte > Projektion). 1965 1:20.000 Stadtplan Karlsruhe: ja: http://geodaten.karlsruhe.de/stadtplan/index.jsp?x=3449900&y=5433300&bbox=2000&layer=10 Da hat man sich noch sehr verkünstelt... Im aktuellen Stadtplan haben nur die Hochwasserdämme überlebt... 2003 1:50.000 TK Ba-Wü: nur noch seeeehr sporadisch Andeutungen von auslaufender Böschung, meist stumpf endend. Ich korrigiere: war in dne 80ern schon so, habe gerade eine alte TK gefunden Ja, wäre ein nettes Feature, geht aber mit den derzeitigen Renderern nicht... Im übrigen gibt es durchaus längere Abschnitte mit gleich hohen Böschungen. Bahndämme von im Stadtgebiet extra höher gelegten Strecken bspw. oder überall dort, wo Weg/Straße/Bahn gleichzeitig Hochwasserdamm sind. >> Insofern würde ich nicht von "fälschlich als Böschung dargestellt" >> sprechen, sondern von "fälschlich als Böschung getaggt", denn woher >> soll ein Renderer eine unterschiedliche Darstellung holen, wenn >> Mauer und Böschung nicht unterschiedlich getaggt werden? > > gut, mein "Einschnitt" ist keiner, da gebe ich Dir Recht. Eine reine > Stützmauer ist er m.E. allerdings auch nicht, da die beiden Mauern > oben verstrebt sind. Also eher eine "offene Rinne". Dann schnell raus und die Querstreben mappen! ;-) >>> 2. die grafische Überhöhung wird (gr. Breite als in Realität) auch für >>> die Böschungskanten verwendet, so dass beim Zoomen ein ziemlich >>> merkwürdiger Eindruck entsteht (Böschungsbreite ändert sich). >> Anders geht das nun mal nicht und so ist es auch in Papierkarten. >> Es macht wenig Sinn, die wahre Breite der Böschung zu zeichnen >> und darüber eine überbreit gemalte Straße zu klatschen... > > das sehe ich anders. Das Letztere machte m.E. durchaus Sinn. In hohen > Zoomstufen könnte man so die Böschung erkennen, während sie in > niedrigeren unter der Straße verschwinden würde. In Straßenkarten sind > Böschungen ja üblicherweise auch nicht dargestellt. TK 50 schon noch in Auswahl. Darüber wohl nicht mehr. Warum sollte das Erscheinen einer augenfälligen Eigenschaft in der Landschaft von der Breite des Straßensymbols abhängig sein? Man will die Eigenschaft "Straße auf Damm / in Einschnitt" in der Karte sehen, weil == erschwerte Querung, Sichthindernis, Orientierungshilfe, ... Man will i.A. nicht die Böschungshöhe/-breite ... aus der Karte raus messen... >>> 3. die gerenderte Breite der Böschung ist völlig willkürlich, durch >>> Überschneidung mit angrenzenden Straßen entsteht ein falscher Eindruck >>> (s. obiges Beispiel in OSM: >>> http://www.openstreetmap.org/?lat=41.83862&lon=12.48025&zoom=17&layers=0B00FTF) >> Böschungen entwickeln sich im Gegensatz zu Mauern in die Breite, >> das kommt wunderbar heraus durch das gewählte Symbol ;-) > > überhaupt nicht, da keine "Entwicklung" sichtbar ist, sondern einfach > parallel eine Phantasieböschung gezeichnet ist, die so nicht sein kann > (s. wieder kotierte Projektion). Das gewählte Symbol ist ja nicht von > uns erfunden sondern hat bereits eine klare Bedeutung: es bezeichnet > eine Böschung, die obere und untere Kante sind jeweils Beginn und > Ende. Entwicklung in die Breite meinte ich quer zur Straße. Die Mapnik- und Osmarenderkarte ist nun mal generalisiert. Einheitliche Strichbreite für alle primaries bspw. Eine generalisierende Darstellung der Böschung passt bestens in dieses Konzept, ein Versuch einer die Realität 1:1 abbildende Böschungssignatur passt nicht in das Konzept der Osmarender- und Mapnik-Karten. Und in der TK 50 sieht es auch nicht nach Realität, sondenr nach Generalisierung aus. >>> Bin mir nicht komplett sicher, ob wir schon einen Tag für Böschung >>> haben, aber mir war so. Damit könnte man explizit Böschungskanten an >>> ihrer realen Stelle einzeichnen. >> natural=cliff oder so, wird aber nur von Mapnik gerendert > > eine Klippe ist wieder was anderes als eine Böschung, da hier Anfang > und Ende übereinander liegen (vertikal), daher nutzt man dafür > üblicherweise auch eine andere Symbolik (Linie mit Dreiecken). Die x 50.000aber auch alles andere hat, aber nicht die reale Breite von 0 m, wenn wirklich vertikal übereinander liegend... Das ist doch das beste Beispiel für Generalisierung, wenn die real senkrechte Steinbruchkante mit einem breeeeiten Symbol gemalt wird... >> (Osmarender bzw. SVG ist mit einseitig zu malenden Sachen überfordert...) >> Löst aber nicht dein Probem, weil an solchen Stellen auch für so >> ein Symbol kein Platz wäre. > > ? Wieso? Wieso was? Das Osmarender überfordert ist? Liegt an SVG. Dass das Dein Problem nicht löst? Die beiteligtne Straßen liegen ja auch in den besten Zoomstufen so eng zusammen, dass da nix dazwischen passt, egal was man sich da überlegt als Symbolik, schon gar nicht passt da das Kliffymbol dazwischen, ohne die wesentlichere Information (Straße) massiv zu stören. >> > Die derzeitige Darstellung von >>> cutting produziert jedenfalls praktisch ausschließlich falsche >>> Ergebnisse. >> Nur wenn man versucht, sie auch Mauern überzustülpen... > > nein, in jedem Fall Nein, das Rendering von embankment, dyke und cutting passt für die meisten realen Fälle mit Böschungen bestens. >> Für echte Böschungen reicht sie allemal in z17 und z16. > > m.E. nicht, sonst hätte mir das Rendering der betr. Stelle nicht aufgestoßen > ;-) Dann taggs um mit irgendwas sinnvoll erfundenem, cutting=wall oder was auch immer... > Im Endeffekt läuft mein Vorschlag darauf hinaus, bei Böschungen obere > und untere Böschungskante als way zu zeichnen (evtl. mit Relation > verbinden) und dazwischen das Böschungssymbol zu verwenden. > cutting=yes macht daher keinen Sinn. Doch, ergibt hier in der Gegend sehr oft Sinn. Du kannst gerne so mappen wie von Dir vorgeschlagen, aber rechne nicht damit, dass das so bald gerendert wird. Ich wüsste nicht, dass SVG/Osmarender Flächenfüllungen hinkriegen könnte, deren Ausrichtung sich an irgendwas orientiert (Ich hatte mich da mal versucht einzulesen, als wir die Diskussion um Treppen als area hatten, wo man ja vor einem ähnlichen Problem stünde.) Gruß Mueck _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

