Sehr gründliche Darstellung dieses alternativen Ansatzes! Vorweg einmal speziell hierzu:
Tirkon schrieb: > Relationen lassen wegen der "längeren" > Basiswege schneller, einfacher und übersichtlicher zusammenklicken. > Gerade kurze Abschnitte, wie beispielsweise Brücken, werden dort > leicht vergessen. Dieser Nachteil des Zerstückelns von Ways lässt sich kurzfristig wesentlich leichter als mit einer kompletten Umkrempelung des Taggings lösen: Hierzu wäre es lediglich erforderlich. eine "Wähle von hier [Klick] bis dort [Shift(?)+Klick] aus"-Funktion in gängige Editoren einzubauen. Aus Benutzersicht vergleichbar wäre das mit dem Verhalten vieler Dateibrowser. Intern müsste eine Berechnung des kürzesten Weges zwischen den gewählten Nodes oder Ways erfolgen. Ein solches Feature würde das Mappen sowohl beim Setzen von Tags als auch beim Anlegen von Relationen deutlich beschleunigen, so dass ich es unabhängig von der Einführung relationsbasierter Eigenschaften begrüßen würde. Nun aber zum eigentlichen Thema: > Die Eigenschaftsrelation nimmt normalerweise alle Linien als auch > Punkte entlang eines Weges auf, um explizit punktförmige Ausschlüsse > z.B. an Abzweigungen (oder Kreuzungen) deutlich zu machen. Wenn ich dich richtig verstehe, soll deine Lösung sich also deutlich von der von Frederik zitierten "Segmented Tag"-Idee unterscheiden? Begrüßen würde ich das - gerade wegen der Möglichkeit, Punkte nach ein- oder auszuschließen. In diesem Fall träfen natürlich auch verschiedene Kritikpunkte, etwa die Unterscheidung zwischen Ein- oder Ausschluss der Start- und Endpunkte, auf dein Modell nicht zu. > 1) Funktioniert das Eigenschaftskonzept grundsätzlich? Das ist ziemlich eindeutig: Ja. Eine Erfassung über Relationen ist mächtiger als eine über Tags. Sie kann trivialerweise alles darstellen, was Tags darstellen können. Darüber hinaus kann sie einige Dinge repräsentieren, die - wie die von dir genannten ein- oder ausgeschlossenen Nodes bei einer Mittellinie - von Tags nicht darzustellen sind. Auch einige einige "exotischere" Fälle (etwa bedingte Eigenschaften) lassen sich wesentlich natürlicher abbilden. Die Ausdruckskraft spricht eindeutig für Relationen. Entscheidend für eine Umsetzung sind demnach eher diese Punkte hier: > 2) Benutzerfreundlichkeit > 5) Probleme bei der Umstellung auf das neue Modell Was hier vor allem von Interesse ist, ist die Handhabung in Editoren. Ein ausgearbeitetes Bedienkonzept für eine Editor-Integration von Eigenschaftsrelationen wäre meines Erachtens das entscheidende Argument für eine Machbarkeit der Idee. Den schrittweisen Übergang auf das neue Modell sehe ich in technischer Hinsicht dann gar nicht als so großes Problem an. Bei den meisten Eigenschaften lässt sich schließlich auf verhältnismäßig primitive Weise eine Konversion in Tag-basierte Ansätze durchführen, so dass bestehende Anwendungen mit geringen Modifikationen auf den entsprechend eingetragenen Daten arbeiten könnten. Die Überzeugungsarbeit ist natürlich wieder ein anderes Thema - und auch hier würde der Machbarkeitsbeleg durch ein Editor-Bedienkonzept deutlich weiterhelfen. Wenn der Ansatz "Eigenschaftsrelation" also weiterverfolgt werden soll - und ich befürworte das ganz klar -, dann würde ich ein solches Konzept als ersten großen Arbeitsschritt ansehen. Tobias Knerr _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

