-------- Original-Nachricht -------- > Datum: Thu, 17 Dec 2009 07:22:42 +0100 > Von: Marcus Wolschon <[email protected]> > An: [email protected] > Betreff: [Talk-de] Fahrtzeiten in Staus
> Mit der Weihnachtszeit stehen auch wieder sie Staus an. Nachdem ich in der vergangenheit ein wenig mit dem Thema Staus und Reisezeitschaetzung verbandelt war, ein wenig Senf von mir dazu: Bei der Reisezeitschaetzung hat man zwei unterschiedliche Datenquellen. Zum einen die klassische Methode ueber Querschnitte, also die Induktionsschleifen oder andere Detektoren die die Bewegungen ueber einen Querschnitt zaehlen. Die zweite und modernere Methode ist das 'floating car' also das Fz, das im Verkehr mitschwimmt und dabei Statusmeldungen abgibt. Bei der Querschnittserfassung gibts zwar massig staatlich erhobener Daten, auch dank der Streckenbeeinflussungen (Schilderbruecken mit variablem Tempolimit), die wie Pilze aus dem Boden spriessen. Allerdings ist die Reiszeitschaetzung ueber diese Daten nicht besonders genau, da man nur lokale Effekte messen kann, ein Stau aber ein Effekt ist, der irgendwo dazwischen beginnen und enden kann. Meine Erfahrungen mit den entsprechenden Methoden waren jedenfalls nicht das gelbe vom Ei. Frueher wurde die TMC-Daten fast ausschliesslich ueber diese Daten erhoben oder noch schlimmer ueber die beruehmte Schaetzung der Polizei vor Ort, die auch so in den verkehrsmeldungen rueberkommt. Entsprechend duenn ist (war?) die Aussagekraft. Die Navihersteller wollen verkaufen und wurschteln das rein, so gut wies eben geht. Gemeinerweise kann man ja immer nur eine Route gleichzeitig fahren und erfaehrt so selten, ob die andere schneller gewesen waere ;) Nun zur zweiten Erfassungsmethode, die Floating cars. Leider bin ich nicht mehr in diesem Geschaeft und weiss nicht wie sich das entwickelt hat. Grundsaetzlich gibts aber ein ziemliches Problem, Floatingcar-Daten oeffentlich zu erheben und verfuegbar zu machen. Wir haben damals schon einiges damit gemacht, z.B. mit Taxiflotten, die die Daten online Kommunen zur Verfuegung gestellt haben, aber da gibts natuerliche Grenzen. Das geniale dran ist, dass man im Idealfall ein exaktes Profil des Staus bekommt und auch exakt den Zeitverlust (gemessene Fahrtdauer abzueglich Standardfahrzeit). Klar gibts da auch Fehlerquellen, aber die lassen sich eigentlich ganz gut filtern. Ich denke, wenn man schon Staus vergleicht, sollte man versuchen, das auf eine moeglichst objektive Basis zu stellen. Da viele von uns ein GPS haben und auch so manches mittracken, gibts auch immer mal einen Track, der einen Stau beschreibt. Diese Tracks waeren eine tolle Ergaenzung zu den einfachen Stauberichten, die hier vorgeschlagen werden. Gruesse Hubert -- Preisknaller: GMX DSL Flatrate für nur 16,99 Euro/mtl.! http://portal.gmx.net/de/go/dsl02 _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

