Am Freitag, 19. Februar 2010 20:53:51 schrieb Arne Johannessen: > Falk Zscheile wrote: > > Am 18. Februar 2010 21:51 schrieb Christian Wagner > > <[email protected] > > >: > >> > >> > >> [Toms-Plugin für JOSM] > >> > >> Ja kenne ich, und das Teil macht IMHO den gleichen Fehler der hier > >> immer > >> wieder zu Verwirrungen führt. Es versucht die Seezeichen in eine OSM- > >> untypisches Raster zu pressen. > > Das erscheint mir auch so. > > > >> Da werden z. B. Topzeichen feste > >> Tonnenfarben zugeordnet (Einzelgefahrzeichen etc.). Irgendwo auf der > >> Welt gibt's dann ein Einzelgefahrenzeichen mit gelber Tonnenfarbe > >> oder > >> eine Kardinaltonne hat eine Lichtsequenz welche ich im Editor eben > >> nicht > >> auswählen kann und dann geht der Zinnober wieder von vorne los. Warum > >> nicht mappen was wirklich da ist? > > > > Nein, dass siehst Du falsch. Die Topzeichen und Tonnenfarbe stehen > > immer in > > einem festen Zusammenhang. > > In der Theorie schon, klar. Aber die Erfahrung zeigt nun mal, dass es > immer wieder aus verschiedenen Gründen Ausnahmen von der Regel gibt. > Beispiele wurden schon genannt. > > Weiteres Beispiel: durch normale Abnutzung erlangen die Toppzeichen > auf Backbord- und Steuerbordtonnen in Dänemark gerne schon mal die > Form eines Balls. Wenn man den Ist-Zustand taggen wollte, wäre daher > eine Backbordtonne mit rotem Ball als Toppzeichen in Dänemark nichts > ungewöhnliches. Und ja, die Dinger sehen durchs Fernglas quasi genau > so aus wie eine Mitte-Fahrwasser-Tonne. :-/ > > > > Bei Kardinaltonnen zeigen die Spitzen des Topzeichens > > immer in Richtung der schwarzen Bauchbinde der gelben Tonne. Gleicher > > Zusammenhang gilt für die Kennung (Lichtsequenzen) und Farbgebung > > bei den > > Kardinaltonnen.[1] > > Im Online-Editor auf <http://map.openseamap.org/> kann ich z. B. das > Toppzeichen nicht abschalten (die Checkbox ist disabled). In Norwegen > haben Kardinalzeichen aber niemals Toppzeichen. > > Ebenfalls kann ich nicht die Kennung UQ(3) einstellen. Die ist zwar > unüblich, aber zulässig. > > (Ferner kann ich keine Wiederkehr einstellen, was vermutlich einfach > bisher noch nicht implementiert ist.) > > > > [...] Nationale Ergänzungen sind zulässig, jedoch keine Abweichungen > > vom > > festgelegten Standard. > > Was glaubst Du, was alles gemacht wird, obwohl es nicht zulässig ist... > > Da können noch so schöne Systeme definiert sein, die reale Welt sorgt > immer noch für Abweichungen, mit denen Editoren und Renderer in OSM > _prinzipiell_ umgehen können müssen. > > Ähnlich wie bei Mapnik & Co. muss der Renderer nicht zwangsläufig > alles perfekt rendern, was ihm über die Füße läuft. Was er nicht > kennt, bleibt halt weg oder wird sinnvoll ersetzt (ist im Prinzip auf > map.openseamap.org schon so implementiert). Die Hauptarbeit muss m. E. > der Online-Editor leisten, indem er beim Einlesen von Objekten, die > unvollständig oder unüblich getaggt sind, die Situation irgendwie > sinnvoll darstellt (und die Daten ohne Zerstörung zurückschreibt, > logisch). > > Das könnte _beispielsweise_ dadurch geschehen, dass bei Erkennen eines > solchen Problemfalls (Objekt passt nicht genau ins vordefinierte > Raster) statt der Editor-GUI zuerst eine rohe tag-Liste im Stil von > JOSM angezeigt wird. Dem Nutzer könnte die Wahl gegeben werden, > entweder die tags direkt dort zu bearbeiten oder (evtl. unter > Datenverlust) auf den üblich GUI-Editor umzusteigen, falls gewünscht. > > Diese Lösung könnte nahezu alle Fälle mit der schönen einfachen GUI > abdecken, wäre aber trotzdem flexibel für Änderungen. Ist aber nur > eine von sicherlich vielen möglichen Ideen, und nicht unbedingt die > beste. > > > >> Auch der Renderer könnte diese Modularität und Unabhängigkeit > >> der einzelnen Tags voneinander berücksichtigen und eben das Licht und > >> den Leuchtturm bzw. die Tonne unabhängig voneinander zeichnen. So hat > >> man dann auch eine Möglichkeit mit den unvollständig erfassten > >> Seezeichen, welche in OSM nun mal auch erfasst werden, umzugehen. > >> Wenn > >> ich tagsüber an einer Boje vorbeifahre, so kann ich nun mal nicht > >> wissen > >> wie die Lichtcharakteristik aussieht. Wenn ich Nachts vorbeikomme so > >> erkenne ich die Lichter, kann aber eventuell nicht die Farbe oder > >> Form > >> der Tonne sehen. > > Richtig. > > > > Wenn Du an einer Kardinaltonne vorbei kommst, dann kannst du das > > sehr wohl > > -- siehe oben. Die Frage ist nur, ob die Tonne tatsächlich befeuert > > ist (was > > man bei Tage nicht erkennen kann), > > Doch, am Vorhandensein des Leuchtträgers (oder -- mit etwas Erfahrung > -- an der Tonnenform). > > > > nicht aber welche Kennung sie hat. > > Nein, die Kennung kann auch innerhalb des IALA-Systems durchaus > variieren, und zwar ... > > > > [...], damit man die Tonnen im > > Fahrwasser bei Nacht auch schön anhand ihrer Befeuerung > > unterscheiden und in > > der Seekarte wieder finden kann. > > ... aus genau diesem Grund. Als Beispiel fallen mir spontan gerade > bloß die Nordergründe ein (westlich Scharhörn), aber das Prinzip > gibt's überall. > > (Übrigens, auch am Tage kann man Leuchttonnen erkennen, und zwar am > Vorhandensein eines Leuchtträgers. ;-) ) >
Resumee: m.E. sind Editoren nur dazu geeignet gewisse "Standards" zu ermoeglichen, alles was außerhalb dieser Standards ist kann mit den normalen Moeglichkeiten von josm eingegeben werden. Gruß Werner _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

