Am 8. Juni 2010 19:49 schrieb steffterra <[email protected]>:

> Hallo Martin,
>
> Meine Güte, der Thread ist auch schon weiter fortgeschritten - falls Du das 
> nicht verfolgen konntest.
> Kann ja passieren.

Doch, habe ich, gerade deshalb (weil es schon geklärt wurde und du nun
wieder damit ankommst) kam ja der "genervte" Kommentar von mir.

> "Dort" wurde auch schon ein Vorschlag für einen neuen, für den motorway_link 
> evtl. besser
> passenden, ref-key gemacht:
> "leadingto_ref". Weitere Vorschläge sind bisher nicht eingetroffen - Nun vlt. 
> jetzt?

Ja - eben.

> Ach ja, passend dazu (nicht direkt auf Deine mail, aber zur bisherigen 
> Diskussion, siehe Betreff,
> passend: ) Wenn man von einer Autobahn über ein Autobahnkreuz/Dreieck auf 
>eine andere Autobahn
> kommt, würdest Du das Kreuz mit seinen motorway_links auch zu der Autobahn 
> zählen oder?

Hier mußt du differenzieren zwischen dem Verkehrsraum "Autobahn"
(alles zwischen den blauen "Beginn" und "Ende"-Schildchen, was nicht
Rastplatz, Dienstzufahrt etc. ist) und "der Autobahn $Nummer".

> Es würde ja niemand sagen, dass man die Autobahn am Kreuz verlassen hat und 
> dann auf die andere
> Autobahn aufgefahren ist, sondern man würde eher sagen, dass man von der 
> einen auf die andere
> Autobahn gefahren ist.

Ich verlasse am Kreuz den Raum "Autobahn" nicht, jedoch _verlasse_ ich
die konkrete Autobahn A 3, fahre über die Verbindungsrampe und dann
_auf_ die Autobahn A 666.

> Ergo: der motorway_link ist zumindest im Falle von Autobahnkruezen/Dreiecken 
> eben schon Teil der Autobahn und deshalb korrekt mit "ref" zu taggen. Warum 
> brechen sich dann hier einige einen Zacken aus der Krone, normale Auffahrten 
> ebenso zu taggen?

Noch viel schöner: er gehört in allen Fällen zum Raum "Autobahn",
sonst würden wir ihn nicht mit "motorway_link" taggen. ;-)

Eine andere Frage ist, ob er _tatsächlich_ eine ref hat. Das wäre ein
Grund, diese auch zu taggen - ein _angenommener_ Vorteil bei
routing-Anweisungen ist jedpch _kein_ Grund hierfür.

> Und wnen nicht mit ref, gibts ja den Vorschlag mit "leadingt_ref", zu dem ich 
> mir etwas Resonanz wünschte (sowohl positive als auch negative, wenn gut 
> begründet, oder besserer Vorschlag). Wenn dann genug Feedback dazu da ist, 
> bin ich gerne bereit mich dafür einzusetzen und ein Proposal dazu zu 
> schreiben.

Das ist mir zumindest lieber, als tatsächliches vorhandensein einer
ref und die ref der "Zielautobahn" in einem tag zu vermischen - auch
wenn ich es für ziemlich überflüssig halte - stören würde es mich
nicht großartig.

> Die Firma Garmin nutzt bekanntermaßen NavTeq und nicht OSM - und das sicher 
> aus gutem Grund. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit, einen Blick in 
> die NavTeq-Daten zu werfen (was aus Lizenzgründen auch nicht kostenlos 
> möglich sein wird ;-) Ich bin mir aber sehr sicher, dass sie den 
> Rechenaufwand für die Routen-Ansagen-Generierung möglichst gering halten 
> möchten und schon deshalb soviel Informationen wie möglich bereithalten. Die 
> werden sicher keine Interpretationen machen, wenn sie genauso gut dafür auch 
> die Information selbst vorhalten können. Und das gleiche sollten wir auch tun.
>
> Und das was Du wahrscheinlich eigentlich meinst ist die Generierung von 
> Ansagen, die in n Metern vorher genannt werden. Diese sog. Ankündigungen 
> werden aber aus dem Abbiegepunkt von der Bundesstraße auf die 
> Autobahnauffahrt generiert und dann die entsprechende Strecke davor 
> festgelegt, zu der die Ankündigung mit n Metern angesagt wird.

Ja, das meine ich und nein, die Geräte sind in der Lage, beim Abbiegen
auf eine unbenannte Straße, die _zu_ einer benannten führt, den Namen
letzterer anzuzeigen (Meldung: "rechts halten _nach_ A 666" statt
"_auf_ A 666").

Das ganze funktioniert mit ganz normalen OSM-Daten, die per mkgmap zu
Garmin-Karten verarbeitet wurden.

> Ich kann mir nicht vorstellen, dass in NavTeq nur die Autobahn enthalten ist, 
> aber in den Daten zur Auffahrt nichts steht und das Nüvi das selbst herleiten 
> muss. Das wäre absurd, da das unnötigen Rechenaufwand bedeutet. Denn einmal 
> eingepflegt und die Daten stehen direkt zur Ansagen-Generierung zur Verfügung.

Genau so läuft es (mit OSM-Daten) und es ist kein Problem.

> Du aber mutest jedem potentiellen OSM basierenden Navi zu, den Rechenaufwand 
> (z.B. direkt auf einem mobilen Endgerät) zu betreiben. Warum?

Kannst du beziffern, worin der Aufwand für das Gerät liegt? (Hinweis:
zu diesem Zeitpunkt liegt bereits eine geordnete Liste aller zu
befahrenen Routenteile im Speicher...)

> Das mit der "42" und der "23" musst Du mir bei Gelegenheit mal erklären, 
> bitte ;-)
> Aber danke für den Hinweis, sicher gibt es besondere Autobahnstrecken, die 
> sich bei Überschneidungen wie in Deinem Beispiel ein Stück Autobahn teilen.
> Aus der Diskussion, wie das dann im Syntax mit Leerzeichen oder ohne zu 
> machen ist, habe ich mich bereits zurückgezogen. Mir ist es schlichtweg 
> wurscht (Sorry Bernd, keine Anspielung).

Ich denke, das hält er aus.

Gruß,

Martin

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