Moin,

M∡rtin Koppenhoefer schrieb:
Am 15. Juli 2010 12:20 schrieb Heiko Jacobs <[email protected]>:
Aber wie ebendort geschrieben können OSM-Daten
diesen schöpferischen Akt der Vereinfachung etc. (Verdrängung und
Generalisierung in der Kartographie genannt) gar nicht erreichen,
da wir die Wirklichkeit nur erfassen aber nicht maßstabsabhängig (!)
schöpferisch überarbeiten.


-1, klar arbeiten wir in einem Maßstab, "nur Erfassen der
Wirklichkeit" geht überhaupt gar nicht. Unser Maßstab ist halt so nah
dran wie möglich/ aus unserer Sicht sinnvoll (ca. Zoom 18-21), und
alles was dann weiter weg z.B. gerendert wird, wird automatisch aus
den Detaildaten generalisiert (oft einfach verkleinert).

natürlich arbeiten wir in einem Maßstab, aber Heiko sprach von *maßstabsabhängig überarbeiten* (für die Ausgabe).

Wir erfassen die Wirklichkeit in dem Sinne, dass wir die Objekte so genau wie möglich an ihrer tatsächlichen Position mappen (hoffentlich) => Tatsachen. Die Schöpfungshöhe entsteht doch m. E. erst dann, wenn die Objekte so erfasst werden, dass sie im jeweiligen gerenderten 'Maßstab' mit den dortigen Zeicheneigenschaften auch jeweils komplett sichtbar sind => Verdrängung, die relativen Beziehungen untereinander aber soweit wie irgend möglich erhalten bleiben. Nicht umsonst bekam man doch für den entsprechenden guten Ausdruck im Deutsch-Aufsatz eine 2 - und fürs Abschreiben eine 6. ;-) Das der Renderer eine gewisse Schöpfungshöhe in den Karten erzeugt ist unbestritten, ob aber die Vereinfachung eines Waldpolygons auf 5 statt unendlich vieler Knoten in den Ursprungs-Daten(!) eine Schöpfungshöhe darstellt, möchte ich bezweifeln - auch wenn der Kubismus als Stilrichtung in der Kunst anerkannt wurde. ;-)

Gruß
Georg


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