Hallo,

Matthias Versen wrote:
Wenn ich (als Beispiel) wegen dem anlegen einer Relation eine Straße splitte, dann tauche ich als "Uhrheber" von eimem der beiden ways auf ohne das ich allerdings das Uhrheberrecht habe.

Stimmt, das ist auch schon diskutiert worden, und da wird man sich was ausdenken muessen. So ganz schwierig ist es nicht, denn man kann ja sehen, dass Du in einem Changeset ploetzlich einen Way A drastisch verkuerzt und einen Way B neu angelegt hast, der, oh Wunder, genau aus den nun fehlenden Nodes von A bestand. (Auch Edits aus vor-API-0.6-Zeit haben synthetische "Changesets".)

Es ist also ein "SMOP", "Simple Matter of Programming" - man muss es nur programmieren.

Ich bin nicht gegen die Lizenz aber gegen das vorschnelle löschen.
Neue Daten zwangsweise nur mit zustimmung von beiden Lizenzen annehmen ist ok, mit dem Wechsel kann man sich dann aber Zeit lassen.

Was ich am liebsten machen wuerde, waere tatsaechlich so eine Umstellung und dann einfach so lange Daten neu erfassen und nicht-relizensierte ersetzen, bis eine vorher gegebene maximal akzeptable Verlustzahl unterschritten ist. Wenn das dann 1 Jahr dauert, was solls. Aber: Das waere nur moeglich, wenn wir dafuer sorgen, dass nicht nur Leute, die nicht zugestimmt haben, nicht mehr editieren duerfen, sondern dass auch Leute, die zugestimmt haben, keine Objekte mehr editieren, die "loeschgefaehrdet" sind! Sonst wird ja waehrend der ganzen Zeit munter "auf Sand gebaut", wie Tirkon befuerchtete. Wenn eine solche Uebergangszeit laenger als 1-2 Monate dauert, dann muesst man echt dafuer sorgen, das JOSM Dich gleich warnt: "Achtung, das Objekt, das Du gerade editierst, ist loeschgefaehrdet, am besten legst Du es komplett neu an, aber verletze dabei nicht die Rechte der anderen Bearbeiter."

Das waere aber ne Menge Aufwand.

Ich werde einfach das Gefühl nicht los das gewisse kommerzielle Interessen dahinterstehen.

*Das* kann ich nun wirklich nicht mehr hoeren, vor allem in dieser Allgemeinheit. "Gewisse" kommerzielle Interessen, na super. Entweder sagst Du genau, was Du meinst, und dann kann man das auch im Detail diskutieren, oder Du schluckst es runter.

Kommerzielle Interessen sind nicht schlimm. Politische, weltanschauliche, religioese, private Interessen sind auch nicht schlimm. Schlimm ist hoechstens, wenn solche Interessen nicht klar auf dem Tisch liegen!

Mein kommerzielles Haupt-Interesse ist, dass OSM weiter gut funktioniert und die Leute dabei gerne mitmachen. Ist das irgendwie ein Problem?

Koennte man umgekehrt nicht auch sagen: Hinter einer OSMF, die herumdruckst und den Lizenzwechsel auf die lange Bank schiebt, stehen doch sicher "gewisse kommerzielle Interessen", die den quasi schutzlosen Status unter CC-BY-SA einer wirksamen Regel vorziehen, oder die weisse Flecken in der Karte fuerchten (schlecht fuers Geschaeft)?

Hat, um es mal so auszudruecken, jemand, der seinen Lebensunterhalt mit OSM verdient, automatisch in jedem Fall die Arschkarte gezogen, weil er ja, egal was er macht und sagt, nicht als intelligenter und aufrichtiger Mensch wahrgenommen wird, sondern als Vertreter "gewisser kommerzieller Interessen"?

Muss man arbeitslos sein, um ehrlich sein zu koennen?

Man sollte die Massenimporte von den 90% der Daten abziehen und dann die Menge der Daten nennen. Das sind die Daten die wirklich Arbeit gemacht haben. Ohne Tiger und AND Importe dürfte das schon ganz anders aussehen.

Nun, es gibt ja viele Leute, fuer die jede Art von Datenverlust ein Schreckgespenst ist, denen duerfte es egal sein, ob ein weisser Fleck durch einen unwilligen Mapper oder einen inkompatiblen Import gerissen wird. Wichtiger als eine Trennung Importe/Vermessung scheint mir eine regionale Analyse ("wie sieht es in *meiner* Stadt aus?").

Bye
Frederik

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