Glück ist die Zahl der OSM-Aktiven so hoch und damit eine
Dichte erreicht bei der die PLZ nun wahrlich nicht auf das Individuum
schließen lässt.
Nur mit der Postleitzahl oft nicht, in der erfassten Kombination aber
mit Sicherheit.
Wenn ich mir diverse Gebiete auf dem platten Land angucke, dann kann
ich DIESER Aussage jedenfalls nicht zustimmen.

Sicher kann da jemand, der Böses will dahinterkommen wer du bist bzw.
vermutlich bist, aber wie oft hält der Großteil der Bevölkerung bei
Ihren Einkäufen bereitwillig eine Karte bereit, mit der das gesamte
Kaufverhalten einer Person analysiert werden kann.

Es ist kein Argument, dass sich die breite Masse u. U. nicht um ihre personenbezogenen Daten schert, welches ein Individuum dazu bringen kann (oder sollte) auf die Kontrolle der eigenen Daten zu verzichten.


Oder noch besser, der Zeitungsartikel wo sich Hauseigentümer in der
 lokalen Presse damit rühmen dem StreetView-Bild Ihres Hausen
widersprochen zu haben, aber im Zeitungsartikel mit vollem Namen
und voller Adresse abgedruckt werden.

Was tun manche Individuen nicht alles für Publicity?
Aber das Beispiel ist gut im Hinblick auf Konsequenten Umgang mit seiner Persönlichkeit. Kann ich da vielleicht die Referenz haben, ich würde das gern in meiner Vorlesung verwenden.


Davon mal abgesehen, wie willst du aus PLZ und Nickname herausfinden wer
das ist. Das ist schlichtweg fast unmöglich.

Oh, solange NUR Postleitzahl und Nickname vorhanden sind ist eine Gefährdung sicherlich weitgehend auszuschliessen. Aber es ging ja gerade darum, dass mehr Informationen verfügbar sind. Und das Thema Datenaggregation ist ein sehr interessantes Forschungsgebiet und jeder namhafte SW-Hersteller hält ja schon mehr oder weniger gute Business-Warehouse Pakete (wenn auch für eine etwas andere Themenstellung) für seine Kunden parat. Es darf nicht vergessen werden, dass die zeitlich auseinander liegenden Abgaben kleinerer personenbezogener Informationen dank der heutigen Möglichkeiten der IT ggf. zusammengeführt und ausgewertet werden können.

Und gerade um diese Möglichkeiten der gemeinsamen Auswertung der Häppchen geht es meines Verständnisses nach dem Originalposter.

So wie er es hier formuliert hat, gibt es viele potentielle Teilnehmer. Manche lassen sich abhalten von der Teilnahme, andere nicht. Ich hätte es als sehr sinnvoll erachtet, wenn der Fragebogen bei den Fragen die Möglichkeit enthalten hätte, die eine oder andere Antwort deutlich gekennzeichnet nicht zu beantworten. Manche, die sich gegen eine Teilnahme entschieden haben, bzw. das Ausfüllen abgebrochen haben, wären dann vielleicht dabei geblieben. Aber es kann sogar noch schlimmer sein, vielleicht hat sich der eine oder andere Teilnehmer infolge seiner Bedenken sogar dazu hinreissen lassen, falsche Antworten zu geben, um damit den Rückschluss auf sich auszuschliessen.

So gesehen wäre ein wenig mehr Sensibilität beim Umgang mit dem Thema Schutz personenbezogener Daten der Aktion sicherlich hilfreich gewesen. Ich fürchte Marco hat sich dadurch den Teilnehmerkreis ungewollt zusammengestrichen.

Allerdings möchte ich noch anmerken, ich halte seine Untersuchung für sinnvoll und habe ebenfalls an der Abfrage teilgenommen.. Dem war aber ein Abwägen der Situation vorausgegangen. Mein persönlicher Standard im Hinblick auf personenbezogene Daten sieht deutlich anders aus.

Mit besten Grüssen
Marten

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