Am 26.11.2010 20:02, schrieb Karl Eichwalder:
Merkwürdig schon, aber kompletter unsinn sind die edits keineswegs. Man
versteht die edits, wenn man weiß, worauf es im ankommt:
In ein ref "Skurriles Radverbot" reinschreiben ist kompletter Unsinn,
Punkt. Dass bei ihm auch sinnvolle Edits dabei sind bestreite ich nicht.
Offensichtlich möchte er, dass man auf der mapnik(?)-karte erkennen
kann, wo man mit dem fahrrad fahren darf und wo nicht.
Das Anliegen kann er ja, wie jeder anderer Mapper im Projekt auch, an
geeigneter Stelle vorbringen. Oder er wird halt selber aktiv,
Möglichkeiten gibts genug. Aber anscheinend ist es einfacher,
vorhandenes für die eigenen Zwecke zu verbiegen und damit bestehende
Anwendungen zu stören als sich in der Community zu engagieren.
"Nach 200m rechts auf B 9 Skurriles Radverbot abbiegen." Hallo?
Es wird ja wohl niemand bestreiten wollen, dass die karte in dieser
hinsicht defizite hat (oder hat sich da etwas geändert?). Insbesondere
kann man nicht erkennen, ob man auf trunks fahren darf oder nicht. Es
mag ja für den autofahrer wichtig sein, dass er auf einen blick erkennen
kann, ob eine straße "autobahnmäßig" ausgebaut ist oder nicht; dem
radfahrer nützt das aber nur sehr wenig, wenn er nicht vorab erkennen
kann, ob er dort überhaupt fahren darf oder nicht.
Das ist doch primär ein Problem des Renderings und nicht des Taggings!
Osmarender hebt motorroad=yes in der Karte hervor, wie an anderer Stelle
schon geschrieben, und wenn ich mich recht erinnere wurde das
"Kraftfahrstraßen" damals auch schon mitgeteilt.
Und wenn jemand Spezialkarten will, dann kann er sich die selbst
erstellen, oder soll jede mögliche Verkehrsbeschränkung auf unserer
Mapnik-Karte gerendert werden?
Sogesehen ist es sehr sinnvoll, "trunk" dann und nur dann zu setzen,
wenn es eine kraftfahrstraße (331) ist (oder wenn es eine verkehrlich
bedeutsame straße ist, auf der radverkehr verboten ist (254)). Die
erkennbarkeit wird auch erreicht, wenn man "ref" entsprechend anpasst.
Diese ref-anpassung ist freilich sehr grenzwertig, der gebrauch von
"trunk" ist aber gar nicht so abwegig; denn den "autobahnmäßigen" ausbau
sollte man ja eigentlich anderen tags (lanes, width, oneway etc.) und
tatsächlichen gegebenheiten (keine kreuzungen, keine ampeln, leitplanken
etc.) entnehmen können.
Über Tagging-Feinheiten an sich kann man meinentwegen diskutieren, da
gibt es sicher noch Unschärfen. Aber darum geht es hier gar nicht!
Möglicherweise sind ja auch sinnvolle Edits dabei, aber diese zwischen
den ganzen Merkwürdigkeiten herauszupicken kann man IMHO von niemandem
verlangen.
Die edits sind sinnvoll, du kannst es nur nicht erkennen ;)
Ich kann zumindest erkennen, dass irgendwelche persönliche Kommentare im
ref= nix verloren haben.
Ich kann auch erkennen, dass das systematische Löschen von _link an
Auffahrten dem etablierten Taggingschema widerspricht.
Ich sehe, dass er motorroad=yes an Straßen dranhängt, die keine
Kraftfahrstraßen sind.
Ich habe so meine Zweifel, ob seine großflächigen Edits aus Ortskenntnis
heraus entstehen oder nur von irgendwelchen bereits vorhandenen Tags
getriggert werden und damit einfach nur falsch und für die lokalen
Mapper ein Ärgernis sind, die sich möglicherweise beim Editiern der
Straße vorher auch schon etwas gedacht haben.
Und das ganze noch kombiniert mit der Verweigerung jeglicher
Kommunikation, die in einem solchen Projekt unverzichtbar ist.
Darum geht es, und nicht um irgendwelche redundanten bicycle=no an
Autobahnen oder ob eine Straße nun trunk oder primary ist.
Das ist doch ganz einfach. Man muss die tatsächlichen gegebenheiten
mappen (lanes, min- und maxspeed, traffic_sign etc.) und sich nicht auf
ein vermeintlich "eindeutiges" highway-tag verlassen. Renderer und
router müssen diese detailtags auswerten.
Genau, so wie beispielsweise ein korrekt gesetztes motorroad=yes...
Viele Grüße,
Holger
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