Moin Georg!

ich fände schön, wenn wir die Idee von Heiko aufgreifen und da wo sie noch Entwicklungsbedarf zeigt verbessern.

Dann hat der Spezialanwender, der eine besondere Lizenz braucht, auch
die erforderliche Motivation, diese zu fördern, bei den Mappern zu
bewerben, und die erforderlichen Tools bereitzustellen.

aber die hat er doch sowieso ...

"Im Prinzip ja" - aber bisher erscheint dem Mapper vor Ort der Lizenzwechsel eher als "da verlieren wir Daten" (und dadurch unsere Motivation). Der Ansatz von Heiko ist der m.E. bisher beste und konstruktivste, um dem zu begegnen.

muss man bei der Markierung der Daten dann zwischen echten ODbL-Gegnern
und Karteileichen (wie erkennt man die eigentlich eineindeutig?)
unterscheiden können

Wäre m.E. sinnvoll.

Wobei ich vermute, dass bei den echten "Gegnern" die meisten deswegen gegen den Lizenzwechsel sind, weil sie den damit verbundenen Datenverlust nicht akzeptieren (und einige deswegen, weil sie die bisherige Vorgehensweise unpartnerschaftlich finden).

Erkennen kann man "echte" Gegener, in dem man die Gegener nach ihren Gründen fragt (Stichwort: "echte Community-Befragung").

Wenn also Heiko's Idee Datenverlust verhindert, und sogar partnerschaftlich rüberkommt (Win-Win), dann werden es m.E. nur noch wenige "echte" Gegener übrigbleiben, die ernsthafte Gründe gegen die ODbL haben.

a) Durch einfaches Sichten und markieren? => Das stellt sich für die
ODbL-Gegner wie eine feindliche Übernahme a la 'Die Daten sind ja eh
nicht geschützt' dar.
b) Durch 'Ein Mapper löscht und erfasst neu' => Das stellt sich für die
ODbL-Gegner wie ein "Vandale!" dar.

Da müssen - im Sinne von Win-Win - sachlichen Argumente und Motive ausgetauscht und abgewogen werden. Damit solche Phantasien wie "feindliche Übernahme" oder "Vandalismus" aufgelöst werden können.

c) Diese Daten werden von der OSMF gelöscht und müssen neu erfasst
werden => Das ist genau der Status, der jetzt auch existiert.

Heiko's Idee sieht ja vor, dass sowohl alte als auch neue Daten koexistent in der DB sind. Eine Löschung - und der damit verbundene Datenverlust - soll dadurch verhindert werden.

Der Vorschlag klingt gut

:-)

eine Markierung der Daten und die Tools sind sinnvoll und notwendig

:-)

aber das Grundproblem wird dadurch m. E. nicht gelöst
weil es ein unvereinbares Problem ist, das ohne schmerzhafte
Einschnitte für die eine oder andere Seite nicht lösbar ist.

So erschien es mir bisher auch.
Aber die *Koexistenz der Daten unter verschiedener Lizenz*
ist ein grundlegend neuer Ansatz.

Wer nur aufgrund des zu erwartenden Datenverlustes gegen eine
Lizenzumstellung ist der muss evtl. auch mal über seinen
Schatten springen, und darauf vertrauen, das die OSMF
selbst nicht von ganz vorne anfangen möchte.

Da hat m.E. die OSMF bisher zuwenig analytisches Material vorgelegt, das durch Modellrechnungen oder so für verschiedene Szenarien zeigt, wie gross der Datenverlust sein wird.

Dadurch ist bei den Mappern vor Ort ein derart grosses Misstrauen entstanden, dass die Umstellung dem Projekt massiv schaden wird. Das "Über-den-Schatten-springen" ist nur vordergründig eine Lösung, dahinter bliebe ein ernsthafter Vertrauens- und Motivationsverlust.

Jede Lösung, die den Schaden minimiert ist Gold wert.

Heiko's Idee geht m.E. noch wesentlich darüber hinaus:
Sie bringt uns durch ein neues zukungtsträchtiges Qualitätskonzept einen echten Mehrwert!

Gruss, Markus

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