Hallo, Am Mittwoch 30 März 2011 16:55:43 schrieb M∡rtin Koppenhoefer: > > Die Gebäude sind teilweise Multipolygone, so dass du hier auch ein > > Beispiel für eine Eltern-Kind-Relation siehst. > > Bringen die site-relationen da Vorteile gegenüber schlichten > Multipolygonen?
Die Multipolygone betreffen (im konkreten Fall) Gebäude, die in der Mitte einen Innenhof haben. Die sites haben z.B. den Vorteil, dass das Gelände wie auch die gemeinsam genutzten Gebäude (Turnhallen, Verwaltung, Pausenhalle ...) in beiden sites unabhängig voneinander eingetragen werden können. Eine Auswertung muss nur der jeweiligen site folgen, um richtig zuordnen zu können. Ich sehe die site eine Art organisatorischer Sammlung, in der verschiedene Objekte unabhängig von ihrer Lage sich zugeordnet werden. Sie hat keinen Einfluss auf die geometrische Form der Abbildung. Die Aufgaben des Mulipolygons sehe ich eher darin, verschachtelte Objekte voneinander zu trennen, mit direktem Einfluss auf die Abbildung. Die Möglichkeit, mehrere Polygone als "outer" anzugeben, ist ein großer Vorteil, wenn es darum geht, gleichartige Objekte einander zuzuordnen und zusätzlich von anderen "inner" abzugrenzen. Diese Vorteile spielt das Multipolygon aus, wenn es darum geht, z.B. ein Waldgebiet korrekt zuzuordnen, mit Lichtungen und verschiedenen Waldteilen, ohne die einzelnen Multipolygone anschließend in eine site packen zu müssen. Ähnliches dürfte für Wohngebiete und verstreute Ortslagen gelten. Hier muss man aber sehen, dass die Zurordnung der einzelnen Bestandteile über den "outer" läuft, während das "inner"-Polygon davon andere Objekte abtrennt. Im konkreten Fall hätte ich das Problem, mit dem Grundstück bereits ein alles umschließendes "outer"-Polygon zu haben, das zweimal angegeben geben muss, da es beiden Schulen zugehört. Die darauf befindlichen Gebäude zusätzlich als "outer" zu taggen, würde einem Renderer zwangsläufig Kopfschmerzen bereiten, währe aber organisatorisch richtig. Würde man sie geometrisch konsequent als "inner" taggen, währe das jetzt organisatorisch nicht mehr korrekt. Außerdem würden einige Gebäude in beiden, sich ohnehin überlappenden Polygonen als "outer/inner"- Objekte auftauchen, andere nur in einem. Hinzu kämen die Nodes, die ja schon vom Namen her nicht in ein Polygon passen. Man sollte immer versuchen, das Werkzeug zu benutzen, dass für die vorgegebene Aufgabe am nützlichsten ist, und nicht ein Werkzeug so weit aufbohren, dass es zwar für alles verwendbar ist, aber nur mit Klimmzügen und Tricks (und sich dann über das Rendering wundern). Wir haben heute ja auch Bagger, um eine Autobahn zu bauen und benutzen trotzdem noch den Spaten, um Tulpen zu pflanzen. Im Prinzip ginge es auch anders, aber das wäre dann jeweils ein Fall für "Wetten dass". :-) Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

