Am 28. April 2011 09:16 schrieb Sarah Hoffmann <[email protected]>: > On Thu, Apr 28, 2011 at 08:05:31AM +0200, Martin Simon wrote: >> Ja, das weiß ich. Ich weiß aber auch, wie das tagging-System hier bei >> OSM funktioniert und wie es sich (seit ~Anfang 2007) entwickelt hat. >> Ich bin sowohl Radfahrer als auch Wanderer, aber ich halte nichts >> davon, Verbote in den Daten zu kennzeichnen, die es in der Realität >> (scheinbar?) nicht gibt. > > Das hat nicht mit Verboten zu tun, sondern mit einer moralischen Grund- > verantwortung der Kartenmacher. Die Schweizer (und sicher auch die > Oesterreicher) Presse ist voll von Berichten ueber Leute, die der > Meinung waren, dass so ein Bergweg ja nichts anderes ist als ein > normaler Fussweg. Glueck fuer jene, die die Rettungsflugwacht noch > rechtzeitig gefunden hat. Wenn man auch nichts gegen die Dummheit > mancher dieser Leute machen kann, muss man dennoch solches Verhalten > nicht herausfordern, indem man Karten macht, wo es keine Unterscheidung > zwischen Seepromenade und Bergweg gibt.
Ich habe ja nichts gegen eine Kennzeichnung der "Gefährlichkeit" oder Schwierigkeit eines Weges, nur finde ich, daß dies dann auch mit entsprechenden tags passieren sollte und nicht beispielsweise mit "access/$Fahrzeug=no", was schon ein Verbot ausdrückt. Boris hat in seinem ersten Beitrag "bicycle=no, foot=yes" für Bergwege erwähnt - um die erwähnten unerfahrenen Wanderer zu fern zu halten, müsste es nach diesem Vorgehen eigentlich foot=no sein, was aber ziemlich an der Realität vorbei wäre. > Dir wuerde ja auch nie im Leben > einfallen, residental und motorway auf die gleiche Weise darzustellen, > weil es ja beides Strassen sind und jeder Fahrer selbst wissen muss, > ob er sie benutzen will. Mir würde auch nicht einfallen, auf die Autobahn mit dem Fahrrad aufzufahren oder mit 120 km/h durch eine Wohnstraße zu heizen, nur weil sie in einer Karte auch "blau" dargestellt wird. (oder eine Ortsverbindungsstraße an den Stellen, wo Tempo 100 gilt, als Autobahn zu taggen, weil Autofahrer hier schnell fahren und es somit gefährlich für radler wäre ;-) ) > Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal, wie die path-Diskussion in > Deutschland am Ende ausgeht. Aber wenn du jemals in die Schweiz oder > nach Oesterreich kommst, wuerde ich dich doch bitten, die etablierten > Konventionen zu beachten, die eben besagen, dass highway=footway oder > *=designated fuer Bergwege ein NO-GO ist. Die lokalen Mapper haben > sich etwas dabei gedacht. Das wird so auch nicht passieren, *obwohl* ich sehr wahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahres dort sein werde - was daran liegt, daß ich für neu erfasste Wege unterhalb "track" immer "path" mit Zusatztags benutze. Ich möchte euch im Gegenzug bitten, nicht Implikationen wie "ist ein Gebirgsweg", "ist unbefestigt" oder gar "ist gefährlich" in "path" zu setzen, die dieses definitiv nicht enthält. Wie wäre es, stattdessen Renderregeln für Mapnik zu entwickeln, die entsprechende Zusatztags auswerten? Ich kenne mich zwar mit Mapnik-Styles nicht aus, habe aber ähnliches "im kleinen" (berücksichtigung von surface=* für footway, cycleway, bridleway, path gleichermaßen) schon bei meiner Garmin-Karte und dem topo-stil für mapgen.pl umgesetzt und halte es für aussagekräftiger als einfach die genannten 4 highway-typen farblich unterschiedlich darzustellen. Gruß, Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

