Am 22.02.2012 15:53, schrieb Cobra:
Hallo,

noch so ein Fall, bei dem die Tags mehrfach hin- und zurückgeändert wurden (und damit kein Vorbild, da meiner Meinung nach teils falsch getaggt):
Das hin- und her taggen liegt wohl daran dass der Renderer diese Schraffur-Funktion für Plangebiete nicht unterstützt ähnlich wie es bei den Strassen der Fall ist. Wer solche Planungen taggt möchte sie in der Regel auch auf einem Kartenwerk erkennen können.
Nicht weiter verwunderlich wenn dafür anderer Tags missbraucht werden..
Oberbecken: http://www.openstreetmap.org/browse/way/27438976
Unterbecken: http://www.openstreetmap.org/browse/way/32215227
Dieses Projekt ist noch tief in der Planung, es werden sogar noch Alternativstandorte gefordert. Von einem möglichen Baubeginn ist man noch weit entfernt.
Die Variationsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Topografie, notwendige Höhendifferenz, Speicherkapazität etc. setzen enge Grenzen wo und wie das Pumpspeicherkraftwerk realisiert werden kann. Dazu ergibt sich aus dem geplanten Atomausstieg ein gewisser Zeitdruck das Projekt zu realisieren. Dass Gegner eine Alternative zu einer Planung oder die komplette Aufgabe eines Projektes fordern ist völlig normal (Siehe Stuttgart21).
Dazu kommt noch die geplante Trasse der A 98 (die bis vor kurzem in den Planungen mit dem geplanten Unterbecken kollidierte), so das in der Gegend einige rein "virtuelle" Objekte sind.
Jede Planung ist eine Planung und muss nicht zwangsläufig mit dem übereinstimmen was später realisiert wird. Detailänderungen gibt es fast immer. Diese in OSM dem aktuellen Stand anzupassen ist ja kein Problem. Fakt ist, dass das Regierungspräsidium eine Trasse geplant hat/bevorzugt, inzwischen eine zusätzliche Konsenstrasse gefunden wurde die auf Finanzierbarkeit/Realisierbarkeit geprüft werden muss und drei weitere Trassen vorgeschlagen wurden die kaum eine Chance auf Realsisierung haben.

Und bezüglich OSM, Realität und Planung:
Ein wesentlicher Bestandteil von OSM ist auch die Planung einer Route. Diese wird zwangsläufig immer in der Zukunft liegt, und das nicht immer unbedingt zeitnah. Es gibt also neben den Anwendern die nur sehen wollen wo sie sich aktuell befinden auch eine nicht unerhebliche Menge solcher die ihre Route in beliebiger Zukunft planen. Und auch solche, die sich eine Immobilie zulegen wollen und durchaus daran interesiert sind was von der Infrastruktur in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Für den eine bedeuted es die Erwartung einer besseren Verkehrsanbindung, für den anderen eine Wertminderung durch steigende Verkehrsbelastung etc. So sehe ich es als ein verschliessen der Augen vor der Realität wenn man OSM rein auf die Darstellung der aktuell vorhandenen Realität beschränken möchte.

Garry

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