Moin!
Am 25.04.2012 15:36, schrieb Frederik Ramm:
On 04/25/2012 02:27 PM, Stephan Wolff wrote:
Was machen wir, wenn fünf Teilnehmer aus
Berlin, Karlsruhe, Kiel, Rostock und Italien dafür sind und einer aus
Frankfurt dagegen?
Dann machen wir sie gar nicht (ausser, sie waere so unbedeutend, dass es
eh nur fuenf Leute bemerken). Jede Art von groesserer automatischer
Aenderung braucht breite Zustimmung, das macht man nicht, weil fuenf
Leute es gut finden und es dem Rest egal ist.
Bei Diskussionen in der Mailingliste gibt es selten mehr als sechs
eindeutige Meinungen. Wenn hier jemand fragt, ob highway=grade1 durch
highway=track, tracktype=grade1 ersetzt werden soll, gibt es vermutlich
weniger als sechs Antworten obwohl sicherlich die große Mehrheit dafür
ist.
In Fragen, in denen es nur drei verschiedene,
aber gleich schlechte Loesungen gibt, hilft es uns auch nichts, wenn wir
uns mit tollen Abstimmungsmodalitaeten auf eine der schlechten Loesungen
festlegen. Gaebe es eine *gute*, so wuerde sie sich durchsetzen.
Oft ist eine Lösung weniger schlecht als die anderen :-)
Selbst wenn es zwei exakt gleichwertige Lösungen gibt (color=red vs
colour=red) hat ein Abstimmungsergebnis den Vorteil, dass dieses im
Wiki dokumentieren kann.
Einfache Fragen zu OSM-Themen, die man mit einem Mausklick auf einer
fünfstufigen Skala (volle Zustimmung bis volle Ablehnung) beantworten
kann, würden genügen.
Du unterschaetzt, wie stark allein die Fragestellung das Ergebnis
beeintraechtigen kann.
Fragen müssen natürlich neutral gestellt sein. Das Wochennotizteam
zeigt doch, dass man ohne eigene Wertung auf strittige Themen verweisen
kann.
Wir haetten aber immer noch die Situation, dass es eine sehr grosse
Selbstselektion gaebe; an einer Abstimmung wuerden sich in staerkerem
Masse die beteiligen, die etwas aendern wollen,
Ich würde eher das Gegenteil vermuten. Das Bestehende ist bekannt und
wurde oft verwendet.
Gaebe es hingegen eine Moeglichkeit der Delegation, so
koennten z.B. alle Nutzer der OpenCycleMap sagen "der Andy kennt sich
aus mit Fahrradkarten, dem traue ich zu, dass er meine Interessen gut
vertritt". Auf diese Weise koennten wir irgendwann dahin kommen, dass
(qua Delegation zumindest) sich tausende von Leuten an einer Abstimmung
beteiligen statt nur 10. Dabei haette ich dann ein besseres Gefuehl und
waere eher geneigt, das Ergebnis als "Meinung der Community" zu
akzeptieren.
Ich bin nicht dagegen, aber ich finde das Modell für unsere Themen
unnötig kompliziert. Ich beantworte lieber und schneller drei Fragen zu
Fahrradkarten selbst, als einen Vertreter auszusuchen.
Viele Grüße
Stephan
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