Hallo,

On 24.07.2012 23:12, Stefan Keller wrote:
Ein Vorschlag geht offenbar in Richtung "fuzzy links" bzw.
"semantische ID". Dabei "spielt" ein Mapper den Identifizierer und
definiert und speichert eine Query (z.B. ref+network) auf OSM Objekte
(vgl. dazu  http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Query-to-map). Das ist
schon mal ein guter Ansatz (z.B. ist "name=Matterhorn" weltweit wohl
eindeutig für ein bestimmtes Objekt der Realität). Er ist gut und
genügt ev. für "query-to-map"-Anwendungen. Er ist aber für die oben
erwähnten Anwendungsfälle nicht hinreichend, denn er deckt nur einen
Teil von OSM Objekten ab: Was ist mit Parkbänken und Briefkästen.

Ich denke, dann muss man an diesem Konzept noch verfeinern.

Als Verbesserung schlage ich vor, dass die ID potentiell für jedes OSM
Objekt einsetzbar ist und als ID erkennbar sein soll.

Das finde ich nicht gut.

Ich denke, die Link-Datenbank kann auch Parkbaenke identifizieren mit einer Anfrage wie: "Diejenige amenity=bench, die dem Punkt lat=y,lon=x am naechsten ist." - in dem Fall ist eine Punktposition Teil des hinterlegten Links, was ich aber gar nicht schlecht finde, selbst bei sowas wie "Matterhorn", einfach um eine groessere Stabilitaet auch gegenueber Spaesschen (jemand erfindet eine Insel in der Suedsee und taggt dort ein natural=peak name=Matterhorn) gewappnet zu sein.

Natuerlich sind solche Links dann unter Umstaenden nicht mehr garantiert eindeutig, aber:

Entweder gibt es kein identifizierendes Merkmal, z.B. man meint konkret die Parkbank mit der Plakette "gestiftet von Dr. Mueller", dann sollte man *das* in OSM taggen (inscription=gestiftet...) und dann kann man darauf auch einen Link setzen (eine Parkbank im Umkreis von 50m um den Punkt X, mit Inschrift...).

Oder es gibt kein identifizierendes Merkmal, weil da eben drei Parkbanke stehen und alle gleich sind - aber *dann* gibt es auch keinen Anlass, auf speziell eine der drei verlinken zu wollen.

Da waeren uebrigens noch allerhand interessante Sperenzchen denkbar - man koennte z.B. auch einen Link setzen auf "eine Gruppe von 3-5 Parkbaenken in der unmittelbaren Naehe der Position X" oder so etwas.

Und wie gesagt, man koennte ja staendig automatische Analysen machen und diese Links aufloesen, und in einer Datenbank das Aufloese-Ergebnis festhalten und Aenderungen visualisieren - "die Permanent-ID X, der folgende Abfrage hinterlegt ist und die 17mal pro Woche nachgefragt wird, ergab gestern noch die OSM-ID A als Resultat, heute ergab sie B". Solche IDs koennten sogar geflaggt werden als "muesste mal ein Mensch kontrollieren".

Das ist doch ein viel maechtigeres Konzept, als OSM seine eigenen IDs aufzubuerden. Vorallem laesst es auf besere Weise Raum fuer Wettbewerb - wenn der Betreiber der Link-Datenbank schlurt, dann kann jemand anders die Datenbank komplett kopieren und eine eigene Version davon betreiben, ohne dass man jetzt in OSM alle "linkedosmdb"-Tags noch kopieren muss auf "freelinkdb" oder was auch immer ;)

Eine offene Frage bleibt für mich: Was als Projekt-ID sinnvoller ist:
Sollen nebst "linkedosmdb_id=..." weitere Keys zugelassen sein
(gegeben sie sind ebenfalls nicht-zusammengesetzt und als ID erkennbar
und erheben ebenfalls den Anspruch, stabil zu sein, wie eben bestimmte
Objekt mit "name=...") ?

Wie gesagt, fuer mich ist die Gesamtheit aller Eigenschaften der potentielle Key eines Objekts, und wenn diese Gesamtheit nicht ausreicht, um das Objekt zu identifizieren, dann ist dieses Objekt auch nicht des Identifizierens wuerdig.

Bye
Frederik

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