Am 09.01.2013 um 16:40 schrieb Sven Geggus <[email protected]>:

> Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass es relativ unproblematisch
> funktioniert auch auf kleinen Zoomleveln mit den hochaufgelösten
> Küstenlinien zu arbeiten, das verbraucht IMO keine relvante Rechenzeit.



ja, es geht nicht um die Rechenzeit sondern um die Darstellungsqualität. Wenn 
Du z.B. hier einen ähnlichen Fall ansiehst:
http://www.openstreetmap.org/?lat=40.7508&lon=17.7167&zoom=12&layers=M
(ist zwar admin Grenze und nicht coastline, aber das Thema ist dasselbe) wirst 
Du merken, dass je nach Strichstärke und verwendetem Linienverbindungstyp (ob 
Ecken eckig oder rund werden sollen und bei welchem Winkel) extrem störende 
Artefakte entstehen können (spitze Ecken, die rel. groß sind und weit über das 
eigentliche Gebiet hinausragen bei dicken Strichstärken). Auch wird es 
einigermaßen zufällig, wie eine sehr detaillierte Linie aussieht, wenn man sie 
auf wenigen Pixeln rendert (ggf. wird das dann ein dicker Brei, oder Inseln 
werden zugekleistert von der Coastline).

Im Hauptstil von Mapnik wird das geschickt umschifft, indem die Küstenlinie 
überhaupt nicht gerändert wird, aber für manche Kartenstile will man das halt 
machen, z.B. bei den üblichen Physischen Karten: 
http://www.mygeo.info/landkarten/amerika/mittelamerika_cia_2007.jpg
(Im vg. Beispiel von der CIA kann man auch gleich ein paar Probleme sehen, wie 
z.B. Land, das meerseitig unter der vereinfachten Küstenlinie hervorlugt 
(Norden von Kuba), oder "Brei" wenn es im Küstenbereich eng wird (Orinoco 
Mündung in Venezuela)).

Gruß Martin
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