On 4 Dec 2007 at 18:31, Michael Müller-Hillebrand wrote:

> Die Realität: Die Anforderungen in der Welt der Dokumentation sind  
> nun einmal so unterschiedlich, dass es ganz normal ist, für bestimmte
> Aufgaben zusätzliche Tools hinzuzuziehen. Ob diese teuer sind oder  nicht,
> ist dabei in aller Regel nicht entscheidend. Es geht viel mehr  darum, ob
> eine Aufgabe wichtig genug ist, dafür geeignete Tools --  die
> möglicherweise Kosten verursachen -- einzusetzen. Mir ist klar,  dass es
> (leider) genug Firmen gibt, bei denen das Vermeiden externer  Kosten so
> wichtig ist, dass sich interne Mitarbeiter regelmäßig  stundenlang mit an
> sich lösbaren Problemen herum schlagen dürfen.
> 
> Den prinzipiellen Anmerkungen von Bernd Meißner zur Wiedergabe von  
> Screenshots ist nichts hinzuzufügen. Und: Mif2Go als Zusatztool ist  mit
> $295 nicht wirklich teuer.

Darf hier 'mal eine ganz persönliche erfahrung einbringen:

Es gibt leider immer noch chefs, auftraggeber, kunden und andere einflussreiche 
persönlichkeiten, die nicht über die lebensdauer einer aufgabe, eines produktes 
oder eines 
projektes nachdenken, sondern nur einen zeithorizont bis zum nächsten lohn (1 
monat), der 
nächsten rechnungsstellung (ev. 2 monate) oder des budget (1 jahr) haben.

Das kann zu folgender geldverschwendung führen:
Im zeitalter der grossrechner (um 1980) war es für die 
betriebs-verantwortlichen im 
rechenzentrum Bührle  unerträglich, für die dokumentation eine drucker-kette 
mit klein- und 
grossbuchstaben und verschiedenen anderen zeichen einzusetzten. Denn die 
leistung des 
druckers sank dadurch auf 30%. Der operator hätte für gelegentliche (zeitlich 
festgelegte) 
ausführungen von solchen druckaufträgen 2x die druckerkette wechseln müssen 
(zeitaufwand ca 
2 x 3min).

Stattdessen erlaubte die RZ-leitung mir und  meinem team eine software lösung 
für einen 
rasterplotter (der für CAD zeichnungen da war) zu erstellen: Da das sehr 
maschinennah zu 
geschehen hatte (entspricht einem treiber in der PC welt), in Assembler - schon 
mit macros, 
aber doch... Gesamtaufwand um die 12 mannmonate! Diese lösung liess sich dann 
allderdings 
spielend erweitern: mehrere zeichensätze, etliche zeichengrössen; 
rastergrafiken einbinden; 
einfache vektorgrafiken (linen, rechtecke, kreise, strichstärken, stricharten, 
füllmuster).

Das kurzsichtige performance-denken führte zu unerhörten kosten im RZ - und 
keiner hats 
gemerkt.

Gute grüsse
Klaus Daube


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