On Tue, Jan 16, 2001 at 23:07:43 +0100, guenther kuenzel wrote:
> message id: Dienstag, 16. Januar 2001 22:43, [PUG] Welche Distri?, Jürgen 
> Seibel
> 
> > Mir geht`s nur um Vergleich, Info usw..
> > Bitte: Kein Glaubenskrieg jetzt deswegen in der Liste anzetteln!!
> >
> > Ich kenn` mich eben noch zuwenig mit anderen Distris aus
> 
> falls du dich im /etc verzeichnis ein bisschen auskennst und du _gerne_ liest 
> auf jeden fall debian ( denke ich ).
> von der handhabung fuer "anfaenger" einfacher wird aller vorraussicht nach 
> suse ( das meiste auf deutsch erklaert ) oder redhat sein.

Guennie hat es in seinen beiden Mails zu Debian ganz gut getroffen, finde
ich. (BTW welcome back!:))

 Tatsache ist, daß ich ohne SuSE nie Linux installiert bekommen hätte. Die
ursprüngliche Installation hat es, mit Updates, fast !2 1/2! Jahre
überlebt. Es hat mir auch an fast nichts gefehlt. Nur mit der Zeit wollte
ich mich von den yast-Fesseln befreien und das System so konfigurieren,
wie es in den Büchern steht. Das Problem bei SuSE ist, daß die
Konfigurations-Frontends zu sehr mit den Konfigurationsdateien verknüpft
sind und wenn man selber Hand an die Dateien anlegen will, funktionieren
die Sachen nicht mehr, weil sie wie von Geisterhand wieder umkonfiguriert
wurden. Ok, man kann suseconfig, so heißen die Skripte, die bei SuSE die
Konfigurationsdateien anpassen, zwar abschalten, aber sich in SuSE's
Konfigurations-Philosophie einzuarbeiten finde ich schwieriger, als in ein
Buch(Man-Pages) zu schauen und Debian direkt zu konfigurieren.

Es gelang mir auch selten ein Programm unter SuSE zu kompilieren und
anschließend zu installieren. Das lag natürlich auch an mir, da man das ja
selber anpassen kann, aber seltsamer weise klappt es bei Debian fast immer
auf Anhieb. Was ich damit sagen will: Die Stuktur von Debian entspricht
wohl eher dem, was die Entwickler sich unter einem Linux-System
vorstellen. Ok, ich weiß die Aussage ist gewagt, aber es ist halt der
Eindruck der bleibt.

SuSE ist in sich geschlossen sehr gut gemacht und erleichtert vieles, man
denke nur an ISDN und DSL. Braucht aber viel Platz und ist relativ
unübersichtlich.

Mein Fazit:

Schlankes, extrem anpassungfähiges und gut updatebares System. Man will
wissen was im System läuft und will von Hand geziehlt eingreifen. -> Debian

Man hat viel Platz für Linux auf der Platte, will sich wenig Gedanken um
Installation und Konfiguration machen. Updates sind selten. -> SuSE

RedHat und ander habe ich nie gehabt, also sorry. 

Es gilt nach wie vor: Eine Distri nehmen und einarbeiten, dann kann am
Ende jede von denen das was du von ihr erwartest. Wenn man über den
Tellerrand schaut und vergleicht und sich danach entscheiden will, wird
man wahnsinnig.

Denkt dran, kein Glaubenskrieg! Und:
Je kürzer die Argumente, desto länger der Flamwar-thread.
(Wenn mir das jemand in Enlisch übersetzt, mache ich es zu meiner Signatur)

Sebastian

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