On Tue, Jan 16, 2001 at 10:43:17PM +0100, Jürgen Seibel wrote:
> Mir steht das plattmachen meines SuSE 6.2 Klackerkastens bevor.
> Habe hier 6Stk. SuSE 7.0 CD`s liegen.
> Da ich ja noch nicht sooo geimpft bin, was PC`s angeht,
> mal die Frage: Soll ich SuSE 7.0 draufmachen?
>
Ich bin vor einiger Zeit nach SuSE 6.4 zu Mandrake gekommen (-
auf Martins Rat hin übrigens... lang lang ist's her ;-).
Die Gründe dazu waren ähnliche wie schon genannt wurden: Als ich
erst mal angefangen habe, einen Teil per Hand zu konfigurieren,
stand yast mir immer mehr im Weg.
Hab's bis jetzt nicht bereut (auch wenn ich manchmal noch yast
vermisst habe). Muß man halt manchmal etwas suchen, manpages
lesen, etc., aber das bleibt ja sowieso nicht aus und man weiß
eher, woran man ist, als mit all den kryptischen Optionen und
Schaltern im yast.
MDK ist zu ~90% RedHat (und auch kompatibel). Ich kenne zwar RH
nicht, tippe aber mal darauf, daß Mandrake in einigen Sachen
besser an europäische Verhältnisse angepasst ist (Made In
France). Manpages sind z.B. immer in deutsch, wenn sie denn
vorliegen (wenn man mal weiß, wie sich das einrichten läßt, ist
das aber auch kein Argument mehr).
Die Installation ist idR ein Kinderspiel - durchgehend Hilfe,
Undo, etc. Allerdings hab ich mein Upgrade von 7.1. auf .2 auch
per Neuinstallation gemacht. (In dem Punkt scheint Debian allen
anderen weit voraus zu sein.)
BTW: Dagegen ist eine W98SE Installation mit Treibern, die nicht
direkt unterstützt werden (z.B. mein Mainboard mit MVP3) der
blanke Horror. Wer heute noch schreibt, daß W hier einen Vorteil
hat gegenüber Linux, ist IMO ganz einfach böswillig ignorant,
nichts weiter.
Wenn es also ein RedHat sein darf, kann es eigentlich genausogut
auch ein Clone sein (z.B. wg. Preis und Extra-Gimmicks) und dann
würde ich Mandrake empfehlen.
BTW:
Der Blödsinn mit dem grafischen Boot ist IMHO eigentlich ganz
nett als Gimmick, aber irgendwie auch überflüssig. Ohne Aurora
rauschen auf Konsole 0 hier die ganzen Systemmeldungen vorüber
(in etwa "tail -f /var/log/messages" - die init-Skripte machen
das extra für Aurora, aber auch, wenn es nicht dabei ist) - auch
nett.
Und am Ende noch mein Goldener Tip (weil das ja erst deine zweite
Installation ist):
Am Anfang immer nur die Minimalinstallation (max ~500M) drauf
machen, die CDs auf die Platten werfen (wenn noch Platz ist,
eventuell schon von Platte installieren) und im laufenden Betrieb
nachinstallieren, was so anfällt (rpmdrake erkennt auch
Abhängigkeiten und installiert alles mit, was es braucht).
Das ist immer noch der Fehler, der einem am häufigsten den Spaß
an der Installation verdirbt :) - 4 Stunden DiskJockey spielen,
usw.
So far, so long.
björn.
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