Tim Gesekus schrieb:
> 
> On Sat, Feb 24, 2001 at 05:59:39PM +0100, Manfred Preußig wrote:
> > > Hmm, es gibt eine ziemlich lange Diskusion in der Anleitung, warum
> > > man devfs eingebaut hat. Ich finde die Argumente auch recht schluessig.
> > > Und im Gegensatz zu anderen Produkten hat man vorher eine Chance zu
> > > ahnen, was auf einen zukommt. Und das ist auch der Punkt, der wirklich
> > > wichtig fuer mich ist.
> > > > Man sieht also: Die perfekte Software dürfte es wohl kaum geben.
> > > Das Beispiel fand ich etwas unguenstig gewaehlt aber von Prinzip
> > > hast Du recht. *g*
> >
> > Wieso eigentlich? Ich meinte ja nicht devfs selbst -das ist eine prima
> > Idee. Was ich meinte, war der schnelle Umschwung. Dadurch muss alles,
> > was mit /dev zu tun hat (das ist ja nicht nur die fstab), sofort
> > geändert werden. Ein wenig hektisch, das Ganze. Es wird immer viel auf
> > die Probleme durch die "heilige Kuh" Kompatibilität geschimpft. Doch
> > ohne sie fängt man jedes Mal wieder von Vorne an -auch keine Lösung.
> Eigentlich ja nicht, man kann ja auch noch die alten Namen anbieten.
> Dafuer wurden ja auch Loesungen gebaut und beschrieben. Damit ist der
> Umstieg denke ich ziemlich einfach.

Oh, so erfährt man immer wieder was Neues. Das kannte ich noch nicht.
Doch im Moment frage ich mich auch, wie das geht. Denn devfs ist ein
virtuelles Dateisystem wie /proc und wird auf /dev gemounted. Versuch'
doch mal, in /proc eine Datei anzulegen. Dürfte wohl kaum gehen. Und in
/dev dann eben auch nicht. Damit sind Namen wie /dev/sda von Vorneherein
unmöglich (bzw. in meinem Fall, von dem dass alles hier ja ausging,
waren sie ja da, aber von devfs "zugedeckelt"). 

Abgesehen davon: das war ja auch nur ein Beispiel und es sollte vor
allem eines zeigen: Es klappt eben selten was auf Anhieb. Diese Lösungen
für das /dev-Problem sind entstanden, weil es eben nicht ging, einen
2.4er-Kernel in einer 2.2er-Umgebung zu installieren und ... geht. Ein
anderer Fall ist der Kernel selbst: Da sind alle Modul-Pfade umgestellt.
Die Folge: Die 2.2er-Modutils verstehen nur Bahnhof. Die 2.4er habe ich
noch nicht ausprobiert, aber die werden wohl genauso heißen, aber bei
den 2.2er-Modulen nur noch chinesisch rückwärts verstehen. Also geht es
zum Beispiel nicht, einen 2.2er und einen 2.4er-Kernel parallel -bzw.
genauer gesagt, abwechselnd- zu benutzen (zumindest nicht mit der
gleichen <root>). 

Sicher gibt es auch dafür eine Lösung, klar. Doch die muss jemandem ja
auch wieder erst noch einfallen. Außerdem geht das nicht auf Anhieb. Und
nicht zuletzt erfordert das wiederum Ergänzungen, mit dem Kernel alleine
ist es also nicht getan, man braucht im Grunde eine entsprechend
upgedatete Distri -oder zumindest Teile davon. Ich wollte nur die neuen
Treiber für USB haben -die, die noch nicht im 2.2.18 sind. Um genau zu
sein, ich wollte ausprobieren, ob der neue Kernel mit meiner Hardware
besser geht als der 2.2.18. Das konnte ich aber nicht ausprobieren, weil
der Rechner nicht einmal zum Booten kam, der kratzte noch vor dem
root-Mount ab. Und wenn man das Problem glücklich weggeräumt hat, kratzt
er bei den Modulen ab. Ich will ihn jetzt mal monolithisch kompilieren,
aber eine Lösung ist das auch nicht, da manches sowieso nur als Modul
geht. Da die Modutils nur noch abwinken, nützt mir das also wenig. 

Ich bin auch überzeugt, dass, wenn ich die Module beim laufen habe,
wieder ein anderes Programm meckert (fdisk zum Beispiel oder gpm, weil
er seine device-Datei sucht). So zieht sich das alles hin. Mehr habe ich
aber eigentlich auch gar nicht gemeint. 

Tschüß

Manfred Preußig
> 
> tim
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