* Michael Bischof wrote/schrieb:

> Langsam: denke mal an diesen Verwirrungsfaktor der unz�hligen 
> Distributionen etc.
> f�r den Normalo. Nichts gegen Fliexibilit�t - aber die Leute wollen 
> nicht das Gef�hl haben
> da� ihnen der Boden unter den F��en entgleitet.

Ich glaube, wir waren in Patricks Garten schonmal an dem Thema. 

Tief im Menschen verwurzelt scheint irgendwie der Gedanke zu stecken, da� 
freie Entscheidungen was schlechtes sind. Wenn niemand da ist, der einem 
sagt, was man zu tun hat, und wo es langgeht, hat man das Gef�hl, da� einem
der Boden unter den F��en entgleitet.

Ich glaube, das ist einer der Punkte, warum viele Leute Linux nicht leiden
k�nnen: 10 Windowmanager, 4 WWW-Browser, dagegen ist in der "Windows"-Welt 
doch alles so sch�n �bersichtlich. Ein Volk, ein Reich, ein F�hrer, der Dir
sagt, da� Du bittesch�n mit dem Internet Explorer ins Web gehen sollst.

> Noch ein ganz anderer Punkt: Vieles unter Linux wirkt auf den 
> Neuank�mmling fremd, egal warum. 

Falsch. Nichts unter Linux wirkt auf einen Neuank�mmling fremder als unter
Windows. Die Umgebung ist sogar wesentlich freundlicher und sicherer. 
W�hrend der Neuank�mmling unter "Windows" munter versehentlich per 
Mausklick Systemdateien wegl�schen kann, ist er unter Linux in seinem 
pers�nlichen Wirkungskreis $HOME gefangen.  

Dem "Neuank�mmling" immer schon einen umfangreichen Schatz an mit "Windows"
gemachten Erfahrungen zuzustehen ist ein bedauerlicher und unfairer Fehler, 
der in der Beurteilung von Linux immer wieder gemacht wird. "Windows"- 
Kenntnisse sind kein Naturgesetz, kein Ur-Instinkt und werden niemandem in 
die Wiege gelegt. Das einzige Betriebssystem, das mein Sohn jemals gesehen 
hat, ist z.B. Linux. Allerdings ist der erst 7 Monate alt. Glaubst Du, da�
er wenn er im Sommer 2008 in die Schule kommt, einen Windows-Rechner hat? 
Ich ganz sicher nicht.

> Jein, so kriegst Du seinen Ansatz meiner Ansicht nach nicht. Leute wie 
> Du sind kein Ma�stab, sondern gutwillige Menschen die, weil sie keine 
> .doc-Datei �bergeben sollen sondern ".txt" dann eine " .txt.doc" - Datei 
> liefern !

Das sind Leute, die "Windows" machen, weil es so einfach ist. Offenbar
scheint es aber vor allem einfach zu sein, allerhand falsch zu machen. Die
".txt.doc"-Datei ist ein echtes Paradebeispiel daf�r. Simpler geht es nun
wirklich nicht, aber mit dem einfachen "Windows" ist es scheinbar doch
nicht so besonders naheliegend.

-martin

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