Moin moin.
Da ja Debian auf meinem Laptop nicht taugt[1], habe ich mal ein bi�chen mit
anderen Distributionen herumgespielt. Heute abend war "Yoper" ("Your
OPERating system") von http://www.yoper.com dran, bekannt aus einem
halbseitigen Bericht des "Linux-User".
Nachdem man von der Yoper-CD gebootet hat, kommt ein Root-Prompt, und das
war's. Die Installation wird dann mittels "yoper" gestartet. Was folgt, ist
der schnellste und simpelste Installationsvorgang (noch simpler als z.B.
bei Debian), den ich jemals gesehen habe. Man partitioniert die Platte mit
cfdisk, beantwortet eine Handvoll (k�nnten 5 St�ck gewesen sein)
Ja/Nein-Fragen, gibt die Zeitzone an, legt einen User an, vergibt ein
Kennwort f�r Root, und schon wird rebootet.
Es startet ein System mit KDE 3.1 und den g�ngigen Applikationen (z.B.
Mozilla und OpenOffice), das den wirklich f�rchterlichsten
Bildschirmhintergrund aller Zeiten hat:
http://www.pug.org/~martin/yoper-screen.png
In Sachen Hardware herrschen offenbar �hnliche Verh�ltnisse wie bei
Knoppix, denn alles funktioniert auf Anhieb, ohne da� irgendwie Fragen
gestellt worden w�ren. Soweit ich das sehe, wird das allseits beliebte
"Kudzu" f�r die Hardwareerkennung verwendet.
Die Tastaturbelegung gleich nach der Installation ist englisch; dies kann
aber im einfachsten Fall direkt im KDE-Kontrollzentrum ge�ndert werden.
Das Netzwerk ist standardm��ig nicht konfiguriert, dies wird mit dem Befehl
"networksetup" erledigt.
Soweit ist das alles ganz nett. Was mich st�rt, ist die Tatsache, da� Yoper
_ausgerechnet_ auf das Paketformat von Slackware zur�ckgreift, aber man
trotzdem scheinbar per "dpkg" und "rpm" DEB bzw. RPM-Pakete installieren
kann. Wozu das f�hren soll, ist mir schleierhaft. Au�erdem liegt das meiste
in /usr/local, was mich irgendwie zur Annahme bringt, da� die Entwickler
irgendwas mi�verstanden haben.
Leider gibts auf der Webseite von yoper.com �berhaupt keine Doku (die
Support-Ecke ist so wie fast alle Seiten under construction), so da� wir
nur raten k�nnen, ob man sich etwas dabei gedacht hat.
Ich pers�nlich habe schon vielversprechendere Kandidaten wieder in der
Versenkung verschwinden sehen. Erinnert sich z.B. noch jemand an Stormix?
Ich bin mal gespannt, ob au�er SuSE und RedHat am Ende �berhaupt noch eine
kommerzielle Distribution �brigbleibt, und wie sich Debian dabei behaupten
wird.
Ciao,
-martin
[1] - Mein PCMCIA braucht um reibungslos zu funktionieren scheinbar einen
sogenannten "Yenta"-Treiber, der bei Debian erstmal nicht dabei ist. Ich
werde jetzt mal das Tar von meiner Debian-Installation aufs Laptop
zur�cknudeln und harre dann eurer Ratschl�ge, wo ich den "Yenta"
herbekommen soll. ;-)
--
Give your very best today. Heaven knows it's little enough.
----------------------------------------------------------------------------
PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org