Patrick Schulz schrieb:

Jetzt muss ich mich aber auch einmal zu Wort melden.

dto

Ich hatte vor ein paar Tagen genau das gleiche Thema mit einem Kollegen.
Es gibt einige die Interesse an einem bestimmten Ausgang einer Wahl
haben.

Auch ich habe Interesse an einem bestimmten Ausgang einer Wahl. Der Kandidat bzw. die Partei die von mir gewaehlt wurde soll gewinnen.

Ich schmeiße jetzt einfach mal den Begriff Lobbyismus [1]. So
mancher Industrielle oder Konzern würde es bestimmt gerne sehen, dass
durch die Gesetzesnovelle XYZ sein eigenes Monopol weiter besteht oder
gar gestärkt wird. Dabei kann es in der Wirtschaft um Milliarden von
Euros gehen. Man denke dabei auch nur mal an die Softwarepatente oder
das Kyoto-Protokoll, aber das ist hier nicht das Thema...

Lobbyismus ist an und fuer sich nichts schlechtes. Jeder, auch die Industrie, Konzerne usw. haben das Recht sich einen Wahlausgang zu wuenschen!

So würde dieser Konzern gerne den Politiker an der Spitze sehen, der
sein Anliegen entsprechend vertritt und wenn es um Kopf und Kragen geht
wird er auch alles dafür tun.

Kopf und Kragen finde ich jetzt ein bisschen uebertrieben :-) (Zumindest hier bei "uns")

Fakt ist nun an diesen Wahlmaschinen, dass sie manipulierbar sind.

_Das_ ist der grosse Knackpunkt!

Zwar wird ein gewisses Prozedere um diese Maschinen zum Wahlzeitpunkt
veranstaltet, wodurch Manipulationen nicht möglich gemacht werden sollen
- die Dinger werden besser bewacht als die Queen oder der POTUS, sollte
man jedenfalls vermuten.

Ist schon fast so.

Doch was passiert vorher?
Wer ist denn gut mit dem Gerätehersteller oder dem Chip-Lieferanten
befreundet? Oder wer will gerade sein bester Freund werden?
Apotheke - Pferde - kotzen... sage ich da nur...

So jetzt mal Schluss mit Verschwörungen und so weiter...

Meinen Kollegen wunderte es, dass bei der Auszählung der Stimmen (er
musste Knöpfchen drücken) so viel Zeit vergangen war. Das Auslesen der
Geräte dauerte über zwei Stunden...

Das alles wird bis zu dreimal ausgezaehlt (kontrolliert) mit Augen und Haenden, das Procedere unterscheidet sich kaum von der haendischen Auszaehlung herkoemmlicher Stimmzettel. Daher ist es fuer mich auch sinnfrei diese Dinger einzusetzen, da es meist keinen wirklichen Zeitgewinn gibt.

Also, Wahlen sind dem deutschen Grundgesetz nach frei und offen.

Aus Artikel 38 GG:
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.

Die Auszälung der Stimmen hat unter den Augen der Öffentlichkeit
stattzufinden - jeder darf dabei stehen und beobachten wie Maschinen
Zettel und Codes ausspucken oder Menschen sich andauernd verzählen und
immer wieder von vorn beginnen...

Als ehemaliger Wahlvorstand kann ich dies bestaetigen.

Denny hatte schon recht - eine Briefwahl ist nicht von einer Maschine
abhängig.

Stimmt.

Soll aber jeder das tun was er / sie für richtig hält. Ich stehe diesen
Maschinen bzw. deren Umfeld jdenfalls kritisch gegenüber.

Ich stehe dem nicht nur kritisch, sondern mit groesstmoeglicher Ablehnung gegnueber!!

ciao, Manfred
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