Michael Bischof wrote:
Ok, von dem vielen Geld hätte man aber "in den Jahren" den Kunden auch mal einen besseren Texteditor schenken können. So mußte Florian Balmer sich seinen Notepad2 halt selber machen, was ich in Ansehung der Verhältnisse grotesk finde.

Die Frage ist eigentlich: Wurde Win9x zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch supportet? Denn wenn es nicht mehr ünterstützt wurde ist auch klar warume es keinen Notepad2 von MS gab sondern Florian Balmer diesen selbst schreiben musste. Klar, oder?

BTW, find ich irgendwie charmant. Hier wird der Weg zu einem OS-BS geebnet indem man die User ihrer Selbshilfe überlässt. :-(

Bei Linux ist diese Klarheit aber Teil des Konzepts, bei MS das, was der Kunde angeblich gar nicht wissen muß - und das klappt eben plattformunabhängig nicht, was zu zeigen war.

Hier liegt, glaube ich, der erste Knackpunkt Deiner Argumentationskette. M$ erhebt den Anspruch 'plattformunabhängig' eben nicht. Und solange es innerhalb der eigenen, supporteten Plattformrn funktioniert ist für M$ die Welt in Ordnung.

Bisher habe ich keinen Hinweis darauf gesehen das Linux eine Codierung des Textes wählt/erzeugt welche problemlos mit allen M$ oder anderen OSen bzw. deren Editoren zu lesen wäre. Die einzige Schlussfolgerung für mich bleibt dann, dass es zur Zeit nur innerhalb der eigenen Plattform halbwegs funktioniert und die Warscheinlichkeit plattformübergreifend rapide abnimmt.

Wir überlegen uns doch, wie wir Anfänger unterstützen. Diese kleine Facette zeigt nur ein weiteres mal, daß MS ein für Anfänger gerade nicht geeignetes System ist.

Michael, dies ist meiner Meinung nach der zweite Knackpunkt in der Argumentation. Diese Aussage ist einfach zu weit gefasst.

Die eigentliche Frage hier welches Wissen der Anfänger sich aneignen möchte.

1. 'Hauptsach es dud' Dann ist es eigentlich egal welche Plattform, jedoch zur Zeit für ihn wahrscheinlich einfacher mit M$.

2. 'Will alles wissen und verstehen' -> OS

Kann man auch mit anderen Dingen im Leben vergleichen:
Du nutzt sicher fast täglich ein Telefon. Entweder Dir ist die Technik dahinter egal oder Du kannst mir erklären warum ein EWV-Apparat am PSTN, ein MFV-Apparat an einer analogen Vermittlungsstelle und ein W48 (Wählscheibenapp.) an einer FritzBox nicht 'dud'. Dies sind fachlich gesehen noch ganz einfache Themen. Von Dingen wie ISUP, INAP, SIP-T, Gebühren, Roaming, MAP, etc. ist hier noch gar nicht die Rede. Warum sollte also jemand, der 'nur' telefonieren will, sich mit diesen Themen auseinander setzten?

Bisher zeigt die Diskusion für mich nur dass das Problem (Zeichensätze)
- mit 'alten' Betriebssystemen nicht in dem Griff zu bekommen ist wenn nicht jemand selbst Hand anlegt,
- dieses Problem plattformübergreifend (Richtung egal!!) nicht trivial ist,
- es keine Argumentation für oder gegen eine Plattform liefert,
- es keine Argumentation hinsichtlich der Eignung einer Plattform für Einsteiger liefert
und man aus jeder Mücke einen Elefanten machen kann.
(Ja, kann ich auch gut :-) )

Gruß,
Klaus
--
----------------------------------------------------------------------------
PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

Antwort per Email an