Am Montag, 1. Januar 2007 12:21 schrieb Klaus Klein:
> Martin Schmitt wrote:
> > Stefan Rinass schrieb:
> >> Bösartig gesagt geht´s in der Sachgesamtheit gesehen bei dem Thema nur
> >> darum, wer "den längeren" hat, sonst nichts.
Also bei looking glass von Sun sieht es so aus als ob man damit mehr Ordnung
und Transparenz bei seinen Daten schaffen könnte, vom Screenshot her
beurteilt.
Wer "den längeren" hat ist selbst für den, der mit "ihm" gar nichts anzufangen
weiß, dennoch eine wichtige Grundlage zur Beurteilung Anderer. Man muß das
ernst nehmen, einfach weil das so ist.
> > Apropos lange: Auf der Grafikkarte laufendes OpenGL-Rendering des
> > Desktop ist unter Mac OS schon seit 2002 obligatorisch.
>
> Und ist deshalb jetzt die Anzahl der Mac OS Nutzer jetzt seit 2002
> sprunghaft angestiegen?
>
> Wenn ich mich recht erinnere war doch der Einstieg in die Diskusion: "Wir
> brauchen 3D um das OS atracktiv zu machen"
Und: welche Ressourcen verbraucht das? Wie macht man das unter Linux?
Wie kann man einen Linux-Desktop für die zeitgeistigen Kids hinreichend
aufhübschen?
Frage an die Eingeweihten hier: hängt das auf der Grafikkarte laufendes
OpenGL-Rendering des Desktop vom Betriebssystem ab, könnten/müßten die
Linuxer dafür "einfach" geeignete Software schreiben, oder ist es so, daß die
Graphikkartenhersteller das beitragen müßten?
Im letzteren Fall könnte Linux nichts dafür wenn es bisher nicht geht, aus
Gründen, die man hier nicht auswalzen muß.
Aber ich möchte darum bitten auch mal auf den eigentlichen Kern des
empfohlenen Artikels
http://www.cs.auckland.ac.nz/~pgut001/pubs/vista_cost.txt
eingehen zu wollen. Der behauptet ja, daß die hohen Hardwareanforderungen von
Vista mit diesem 3D-Kram gar nichts zu tun haben, sondern das eine lügenhafte
Ausrede ist, um bei Media-Inhalten zu erreichen, was Apple bei Musik wohl
schon hat:
"Außerdem sieht sich Apple unter anderem mit dem Vorwurf konfrontiert, mit der
Beschränkung der im iTunes-Store gekauften Musik- und Videotitel auf den iPod
ein unrechtmäßiges Monopol geschaffen zu haben. Stein des Anstoßes ist Apples
Kopierschutz, der das Überspielen der Titel auf Player von Drittherstellern
erschwert. Apples Antrag auf Klageabweisung hat das zuständige Gericht in der
Woche vor Weihnachten zurückgewiesen." (heise-Meldung von heute)
D.h. die irren Hardwareanforderungen braucht man, um Mediendaten beim Anwender
schnell genug zu verschlüsseln und zu entschlüsseln (und das auf dessen
Kosten: der hat das ja gar nicht bestellt und bezahlen will man das schon gar
nicht!) und alle Software auf dessen Kiste, die da nicht mitmacht, für immer
auszuhebeln.
Das war das, was ich gruselig fand. Die 3D-Sache nicht: ich persönlich habe
versucht mit dem Bhagwan-Beispiel zu zeigen, warum es mich selbst
interessiert - und daß es mir für mich selber gar nicht in Frage kommt.
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