Am Montag, 5. März 2007 12:32 schrieb Carsten Senger: > ich war nicht bei dem Anfängerseminar und kenne nicht die „Größe“ des > Problems. Meine Erfahrungen mit (geringen!) Teilnehmergebühren sind aber > gut. > > Wir (www.bag-shi.de) veranstalten viele Seminare zu Arbeitslosengeld II. > Das Publikum ist stark gemischt. Meist ist uns am wichtigsten, dass > Betroffene sich Wissen aneignen. Unser Problem waren immer die Ausfälle. > Wenn bei 15 bis 20 Teilnehmern 5 Leute ausfallen ist das sehr ärgerlich, > zumal wir oft vielen Leuten absagen müssen. "Überbuchen" ist keine Lösung. > > Seit wir Teilnehmerbeiträge erheben gibt es kaum noch Ausfälle, oder die > Leute melden sich, was vorher auch nicht passiert ist. Ich habe bis > jetzt auch von keinem gehört, dass er sich für ein Seminar deshalb nicht > angemeldet hätte, und bei Alg-IIern sitzt das Geld nicht locker. > > Bei Seminaren, bei denen größere Anreisen abzusehen sind, zahlen wir die > Teilnehmergebühren als Fahrtkostenerstattung zurück. Danke, Carsten,
das ist es was ich meinte: und der Kompromiss von Klaus, die Frühstückskosten vorab irgendwie zu verlangen, würde schon die notwendige Verbindlichkeit beinhalten. Zur Frage, ob unser Angebot irgendein Geld "wert" war: die Rückkoppelung ist bisher sehr positiv. Bei dieser lockeren Struktur, auch noch interaktiv während der Vorträge, übersieht man leicht, dass darin viel mehr Arbeit steckt als in einem fix verpackten Schema, wie bei dieser zitierten Firma. Was zu sehen war ist das gewesen, was nach Lage der Dinge und erkennbarer Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer rüberzubringen möglich schien: - es war noch erheblich mehr im Koffer, das nicht ausgepackt werden konnte/mußte. Mit einer nach außen lockeren Struktur ins Ziel zu kommen macht wirklich viel mehr Arbeit. Nur "Arbeitsblätter" wie in der Schule wollte ich nicht vorbereiten - dagegen habe ich in meiner Freizeit eine gewisse Allergie. Und bei "IT und Schule" kriege ich dieser Tage einen Hautausschlag. Bei so einer Veranstaltung kann man realistischerweise Folgendes erreichen: - den Aufbau von Linux zeigen - wesentliche prinzipielle Mechanismen - dazu zählen eben auch Internetzugang und Installation von Software - erkennen, wie man Probleme unter Linux lösen kann - und wen man am besten wie fragt - das Selbstvertrauen, dass diese Kiste, vor der ich sitze, ein Gemeinschafts- produkt ist und dass diese Gemeinschaft einem auch weiterhilft, warum nicht über die PUG Mailingliste? So, mehr geht nicht an einem Tag. Das Einüben (!) der bisher nur gesehenen Dinge macht jeder zuhause vor seiner Kiste. Diesen Schritt wird kein noch so "professionelles" Seminar ersetzen können. Gruß, Michael Bischof
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