Am Montag, den 08.09.2008, 22:22 +0200 schrieb Sebastian Heinlein: > Am Samstag, den 06.09.2008, 12:56 +0200 schrieb Jochen Skulj: > > Beim Durchgehen von Moritz' Übersetzungen ist uns aufgefallen, dass die > > Quellen für die Installationen von Software-Paketen unterschiedlich > > bezeichnet werden. Das ist nicht ein Problem der Übersetzung alleine, > > den auch in den originalen Zeichenketten werden unterschiedliche > > Begriffe wie »repository«, »software source« oder »software channel« > > verwendet. Die deutschen Übersetzungen verwenden dann Begriffe wie > > »Software-Paketquelle«, »Software-Quelle«, »Paketdepot«. > > Ist eine lange Geschichte, die auch alle paar Jahre wieder hochkommt. > Soweit ich das überblicken kann, bin ich daran nicht so ganz > unbeteiligt. > > Vor ein paar Jahren habe ich in der Übersetzung von Synaptic den Begriff > Paketquelle eingeführt ohne jedoch zuvor in die Debian-Wortliste zu > schauen. Dort wird repository mit Paketdepot übersetzt. > > Paketquelle ist nun auch ein beliebter Begriff, der auch häufig in der > Presse/Literatur verwendet wird. > > Debian (in Person Henning) möchte diesen aber nicht übernehmen, da er > mehr die Benutzersicht wiedergibt, aber nicht die des Paketerstellers, > der ja dort seine Pakete deponiert. > > Soweit die Lage. > > Vielleicht wäre es sinnvoll hier Argumente für und wieder zu sammenln > und nochmals eine Änderung bei Debian anzuregen.
Ich habe auch letztens an Übersetzungen gearbeitet, bei denen ich Dinge wie »update repository« oder »write to repository« übersetzen musste und es mir etwas schwer fiel, dann von einer »Quelle« zu sprechen. Im konkreten Fall hier finde ich Begriffe wie »Software-Paketquelle« (oder meinetwegen »Software-Quelle« oder »Paketquelle«) passender als »Depot«. Meine Gründe: (1) die Benutzeroberfläche und Benutzerdokumentation sollte vor allem die Benutzersicht widerspiegeln und als Benutzer ist mir das, was ein Maintainer so macht, eher weniger wichtig. Für mich als Benutzer ist ein »repository« einfach etwas, aus dem ich Software installieren kann. (2) Meinem Sprachgefühl nach ist »Depot« nicht gerade so fest in der deutschen Alltagssprache verankert, dass es ohne weitere Erläuterungen jedem klar ist, was gemeint ist. Selbst wenn man sagt, dass »Quelle« als Übersetzung zu einseitig ist, wären einige deutsche Begriffe wie Bestand, Lager, Archiv, Angebot, Vorrat besser geeignet als das französische »Depot«. (3) »Depot« (oder auch Lager) steht für mich für etwas, was ich aufbewahre, dass aber momentan nicht benötigt wird. Im »Depot« bringe ich all das unter, was mich an anderer Stelle stören würde. Das passt meiner Meinung nicht zu dem, was ich mir unter einem APT-repository vorstelle. (4) Wo lege ich als Benutzer die Repositories fest? In /etc/apt/sources.list. Wenn die Konfigurationsdatei schon so heißt, ist es für mich auch nicht ganz so abwegig, hier von einer »Quelle« zu sprechen. Soweit meine Argumente. Wie ihr seht, bin ich nicht ganz so begeistert vom Begriff »Depot«. Wenn wir aber sagen, dass wir uns als Debian-basierte Distribution an deren Übersetzungen halten, ist das ok für mich und ich würde meine gemachten Änderungen daran anpassen. Wichtig ist, dass wir etwas Einheitliches finden. > Jochen: Magst Du mal bei GNOME nachfragen? In PackageKit GNOME wird > nämlich Softwarequelle verwendet. In GNOME haben wir keine festgeschriebene Standardübersetzung für »repository«, aber aufgrund der letzten Diskussionen dazu denke ich, dass es einen recht großen Konsenz gibt, »repository« im Sinn von »Quelle« zu übersetzen. -- Jochen Skulj http://www.jochenskulj.de GPG Key-ID: 0x37B2F0B8 Finger Print: F239 5D8D 97CD F91F 9D08 AE94 AA3B 1ED5 37B2 F0B8
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