Hallo, Streng genommen ist ein Depot wohl etwas wo Dinge gelagert werden, wo ich also etwas hinterlege, das ich oder jemand anderes wieder abholen kann. Nur konnte mit dem Begriff kaum jemand etwas anfangen. Und da häufig in Zeitschriften der Begriff Paketquelle (o.ä.) für repository aufgetaucht ist, hatte ich mit Sebastian mal vereinbart, dass wir uns vom Begriff Paketdepot trennen. Ich meine, ich hätte das auch in unseren Ubuntu Standfardübersetzungen so geändert.
Grüße, Maren Am Dienstag, den 09.09.2008, 19:27 +0200 schrieb Steffen Eibicht: > ich bin auch mal in mich gegangen und habe heute zum ersten Mal über > diesen Begriff nachgedacht. Ich bin ja noch relativ neu in der Linuxwelt. > Vielleicht spiegelt so meine Sicht eher die Seite des unbedarften Nutzers > wider...? > Für mich ist eine Paketquelle etwas, woher ich Software bzw. Programme > beziehen kann. Ein Depot ist für mich etwas, wo ich etwas ablege. Wie z.B. > der Mülleimer - dort wird abgelegt, bis zur endgültigen Löschung. > Darüber hinaus hat »Depot« für mich persönlich auch irgendwas negatives. > Das klingt nach »Deponie« oder ähnlichem. Vielleicht geht es anderen > Nutzern ebenso? Eine Quelle hingegen ist immer etwas positives. > > Lange Rede, kurzer Sinn: für mich als relativen Neuling war (und ist) es > eigentlich gar keine Frage: das, wo man die Programme her beziehen kann, > das ist eine Paketquelle. Kein Depot. > Dazu passt für mich auch der Begriff »sources.list« . > > Am 09.09.2008, 17:32 Uhr, schrieb Jochen Skulj <[EMAIL PROTECTED]>: > > > Am Montag, den 08.09.2008, 22:22 +0200 schrieb Sebastian Heinlein: > >> Am Samstag, den 06.09.2008, 12:56 +0200 schrieb Jochen Skulj: > >> > Beim Durchgehen von Moritz' Übersetzungen ist uns aufgefallen, dass > > die > >> > Quellen für die Installationen von Software-Paketen unterschiedlich > >> > bezeichnet werden. Das ist nicht ein Problem der Übersetzung > > alleine, > >> > den auch in den originalen Zeichenketten werden unterschiedliche > >> > Begriffe wie »repository«, »software source« oder »software channel« > >> > verwendet. Die deutschen Übersetzungen verwenden dann Begriffe wie > >> > »Software-Paketquelle«, »Software-Quelle«, »Paketdepot«. > >> > >> Ist eine lange Geschichte, die auch alle paar Jahre wieder hochkommt. > >> Soweit ich das überblicken kann, bin ich daran nicht so ganz > >> unbeteiligt. > >> > >> Vor ein paar Jahren habe ich in der Übersetzung von Synaptic den > > Begriff > >> Paketquelle eingeführt ohne jedoch zuvor in die Debian-Wortliste zu > >> schauen. Dort wird repository mit Paketdepot übersetzt. > >> > >> Paketquelle ist nun auch ein beliebter Begriff, der auch häufig in der > >> Presse/Literatur verwendet wird. > >> > >> Debian (in Person Henning) möchte diesen aber nicht übernehmen, da er > >> mehr die Benutzersicht wiedergibt, aber nicht die des Paketerstellers, > >> der ja dort seine Pakete deponiert. > >> > >> Soweit die Lage. > >> > >> Vielleicht wäre es sinnvoll hier Argumente für und wieder zu sammenln > >> und nochmals eine Änderung bei Debian anzuregen. > > > > Ich habe auch letztens an Übersetzungen gearbeitet, bei denen ich Dinge > > wie »update repository« oder »write to repository« übersetzen musste und > > es mir etwas schwer fiel, dann von einer »Quelle« zu sprechen. Im > > konkreten Fall hier finde ich Begriffe wie »Software-Paketquelle« (oder > > meinetwegen »Software-Quelle« oder »Paketquelle«) passender als »Depot«. > > Meine Gründe: > > > > (1) die Benutzeroberfläche und Benutzerdokumentation sollte vor allem > > die Benutzersicht widerspiegeln und als Benutzer ist mir das, was ein > > Maintainer so macht, eher weniger wichtig. Für mich als Benutzer ist ein > > »repository« einfach etwas, aus dem ich Software installieren kann. > > > > (2) Meinem Sprachgefühl nach ist »Depot« nicht gerade so fest in der > > deutschen Alltagssprache verankert, dass es ohne weitere Erläuterungen > > jedem klar ist, was gemeint ist. Selbst wenn man sagt, dass »Quelle« als > > Übersetzung zu einseitig ist, wären einige deutsche Begriffe wie > > Bestand, Lager, Archiv, Angebot, Vorrat besser geeignet als das > > französische »Depot«. > > > > (3) »Depot« (oder auch Lager) steht für mich für etwas, was ich > > aufbewahre, dass aber momentan nicht benötigt wird. Im »Depot« bringe > > ich all das unter, was mich an anderer Stelle stören würde. Das passt > > meiner Meinung nicht zu dem, was ich mir unter einem APT-repository > > vorstelle. > > > > (4) Wo lege ich als Benutzer die Repositories fest? In > > /etc/apt/sources.list. Wenn die Konfigurationsdatei schon so heißt, ist > > es für mich auch nicht ganz so abwegig, hier von einer »Quelle« zu > > sprechen. > > > > Soweit meine Argumente. Wie ihr seht, bin ich nicht ganz so begeistert > > vom Begriff »Depot«. Wenn wir aber sagen, dass wir uns als > > Debian-basierte Distribution an deren Übersetzungen halten, ist das ok > > für mich und ich würde meine gemachten Änderungen daran anpassen. > > Wichtig ist, dass wir etwas Einheitliches finden. > > > >> Jochen: Magst Du mal bei GNOME nachfragen? In PackageKit GNOME wird > >> nämlich Softwarequelle verwendet. > > > > In GNOME haben wir keine festgeschriebene Standardübersetzung für > > »repository«, aber aufgrund der letzten Diskussionen dazu denke ich, > > dass es einen recht großen Konsenz gibt, »repository« im Sinn von > > »Quelle« zu übersetzen. > > > > > > > _______________________________________________ > Translators-de mailing list > [email protected] > https://eshu.ubuntu-eu.org/mailman/listinfo/translators-de _______________________________________________ Translators-de mailing list [email protected] https://eshu.ubuntu-eu.org/mailman/listinfo/translators-de
