Hallo Jannick, hallo Sebastian,

vielen Dank dafür, dass ihr uns nochmals eure Meinung mitteilt. Langsam
bekomme ich aber das Gefühl, dass ihr euch wiederholt. Sebastian hat ja
bereits auf der Ubucon ausführlich darüber referiert, was bei der
Lokalisierung alles nicht funktioniert, und Jannick hat ja schon kurz
nach dem Intrepid-Release öffentlich auf ubuntuusers.de dazu aufgerufen,
Kubuntu nicht mehr zu benutzen.

Kritik ist etwas Schönes. Man wird auf Fehler aufmerksam gemacht und
bekommt durch die Ansichten anderer neue Impulse, um Fehler zukünftig zu
vermeiden und seine Arbeit zu verbessern. Aber leider fällt es mir bei
euren Beiträgen verdammt schwer, solche positiven Impulse zu erkennen.

Es ist ja prima, wenn openSUSE, Fedora oder Debian eure Anforderungen
besser erfüllen als Ubuntu. Warum wechselt ihr dann nicht einfach die
Distribution, arbeitet in deren Communities mit und lasst uns in Ruhe an
dem arbeiten, was uns wichtig ist und was wir für richtig und
lohnenswert erachten?

Ich persönlich habe hier alle die von euch so gelobten Distributionen
installiert und für mich ist Ubuntu die Distribution, die meinen
Anforderungen am ehesten entspricht und, wenn es mir wichtig wäre und
ich dafür Zeit hätte, könnte ich auch ebenso gut eine Liste von
verbesserungswürdigen Übersetzungen in Fedora oder Debian nennen.

Meiner Meinung nach hat sich in den letzten Monaten hier viel zum
Positiven entwickelt und ich finde, dass wir angesichts der Größe
unseres Teams mit Intrepid ein ziemlich gutes Ergebnis abgeliefert
haben. Letztendlich haben an den Intrepid-Übersetzungen nur 3-4 Leute
mitgearbeitet (was habt ihr beide eigentlich zu Interpid beigetragen?)
und in einer solchen Situation muss man halt Prioritäten setzen. 

Da die meisten von uns Ubuntu - also den GNOME-Desktop - benutzen und da
offensichtlich die KDE-Upstream-Übersetzer kein Interesse an Kubuntu
mehr haben, ist es nicht verwunderlich, dass KDE momentan bei uns keine
hohe Priorität besitzt. Uns auf Defizite in der KDE-Übersetzung
hinzuweisen ist da eher müßig, weil wir uns diesen Defiziten natürlich
bewusst sind. Momentan können wir da leider nichts anderes machen als
versuchen, neue Mitarbeiter zu gewinnen, die sich auch um die
Kubuntu-Übersetzungen kümmern.

Weiterhin muss man ja auch zur Kenntnis nehmen, dass die KDE-Probleme
bei Intrepid klar eingrenzbare Ursachen hatten und man daraus lernen
kann, um ähnliche Probleme in der Zukunft zu vermeiden. Das geht aber
nur, wenn man das Ganze positiv angeht. Nörgelt man nur herum, kann man
unmöglich erwarten, dass ein solches Feedback dankbar aufgenommen wird
und sich dadurch etwas verbessert.

Mir macht die Mitarbeit hier im Übersetzerteam echt viel Spaß und ich
freue mich darüber, wie viel man so Schritt für Schritt verbessern kann.
Klar, man kann nicht alle Probleme auf einmal lösen, aber kleine
Fortschritte sind immer noch besser als absoluter Stillstand, den es
früher hier gab.

Meiner persönlichen Ansicht nach solltet ihr beide euch überlegen, ob
ihr die Ubuntu-Übersetzungen unterstützen möchten und ob ihr noch etwas
Konstruktives beitragen könnt. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es
besser, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Besten Gruß, Jochen
-- 
Jochen Skulj
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